Hallo,
gar kein Gefäss.
Quarz ist kein klassisches Salz. Es besteht nicht aus einzelnen isolierten Ionen.
Wenn es sich in Wasser löst, dann unter Bildung von Kieselsäure (H4SiO4).
Die liesse sich ungefähr so gut elektrolysieren wie Mineralwasser (mit Kohlensäure H2CO3).
Was würde passieren:
H2O + H4SiO4 -> H3SiO4- + H3O+
negative Elektrode:
2 H3O+ + 2 e- -> 2 H2O + H2
positive Elektrode:
2 H3SiO4- + 2 H2O -> 2 H4SiO4 + O2 + 2 e-
In beiden Fällen wird das Wasser gespalten, nicht die störrische Si-O-Bindung.
Weil sich Quarz so phantastisch langsam und wenig in Wasser löst:
Probier mal aus, ob sich bei der Elektrolyse von Mineralwasser auf den Elektroden Kohlenstoff niederschlägt.
Wenn man das versucht, würden an den Elektroden solange Wasserstoff und Sauerstoff abgeschieden,
bis nur noch CO2 übrig ist, nach dem gleichen Schema wie oben.
Sonst würde man mit Sonnenkollektoren die Luft vom CO2 befreien können, wäre ja cool.
Si4+-Ionen, die sich elektrolytisch abscheiden liessen, gibt es so in Verbindungen nicht (auch wenn es in vielen Mineralogiebüchern seltsamerweise so dargestellt wird), vielleicht in der Sonnencorona oder einem Plasma, aber nicht in einer Quarzschmelze, noch nicht mal in Quarz-Dampf.
Und wie Andreas (Hg) zwischenzeitlich schon angedeutet hat, die Schwefelsäure bringt da auch nichts.
Gruss
Amir