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Sekundärbildung von Proustit - ist das möglich ?
uwe:
Bekanntlicherweise entsteht Proustit als hydrothermale Bildung in Erzgängen als Begleiter von Arsen, Skudderutit usw. Nun fand ich aber heute auf der Halde Abraham bei Lauta ein Stück Gneis mit einer kleinen offenen Ader von Fluorit und Quarz. Auf der Ader hatte sich aus dem berüchtigten Haldensinter und Haldensand einen Kruste gebildet, die beim Ankratzen winzige Proustitkriställchen freigab. Nach vorsichtigen Absäuern konnte die obere Schicht des Sinters gelöst werden und man sah, daß in der Schicht zahlreiche Proustitkristalle vorhanden waren. Die Proustitkristalle waren vor allem auf gitterförmigen Bildungen angsiedelt. Auf der Matrix selbst, die übrigens keine Spur von Arsen oder Sulfid enthielt, war kein Proustit aufgewachsen. Die Kristalle fanden sich ausschließlich in der brösligen, mit Hldensand durchsetzten Schicht.
Wer hat schon eine solche Erfahrung gemacht bzw. wer hat eine Idee, was sich da so zersetzt haben könnte. Einige Bilder hänge ich an.
uwe:
Nun das zweite Bild. Sorry, ich vergaß meinen Beitrag zu unterschreiben.
Glück Auf
Uwe
uwe:
zweites Bild
uwe:
drittes Bild
smoeller:
Hallo,
Würde Cuprit hier nicht unbedingt ausschließen wollen. Cuprit in der Varietät des Chalkotrichits bildet solche Verwachsungen und kann von Farbe und Glanz her mit Proustit verwechselt werden.
VOn sekundärem Proustit habe ich noch nichts gehört.
Glück Auf!
Smoeller
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