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Sekundärbildung von Proustit - ist das möglich ?
Schluchti:
Sind es denn wirklich richtige Kristalle, und auch wirklich Proustit? Ich habe auf einer Stufe vom Schindlerschacht, Schneeberg kräftig rote, transparente und glasige Krusten als Sekundärbildung neben Kobaltkoritnigitkügelchen und Erythrin. Diese Krusten wurden bereits einmal analysiert, und stellte sich als röntgenamorphes Arsenat mit wechselnden gehalten an Cobalt, Eisen, Calcium und wenig Magnesium heraus. Also leider kein Mineral. Vielleicht liegt hier etwas ähnliches vor. Von Proustit als Haldenbildung habe ich auch noch nichts gehört.
uwe:
Der Hinweis auf Cuprit ist nicht von der Hand zu weisen. Kupferminerale sind in der Schüttung, wo ich das Stück gefunen habe wahrscheinlich, während die Schüttung mit den Silbermineralen an einer andren Stelle der Halde ist. Ich werde mal diesen Hinweis weiter verfolgen. Cuprit bzw. Chalkotrichit währe mir lieber als Proustit.
Glück
Auf Uwe
joachimotto:
Also ein Sammlerkollege hat mal eine etwa 1000 Jahre alte Münze in der Nähe des Klosters Riechenberg bei Goslar gefunden. Diese war teilweise mit roten Kristallen besetzt, die von mehreren Mineralienkundigen als Proustit identifiziert wurden.
Ob die sich auch geirrt haben kann ich nicht sagen, aber ich habe die Kristalle unter dem Binokular gesehen, und die sahen extrem nach Proustit aus.
uwe:
Die besagte Stufe lag jetzt drei Tage auf meinem Schreibtisch. Dabei sind die Kriställchen relativ stark nachgedunkelt. Nun tendiere ich wieder mehr zu Proustit. Werde übers Wochenende mal einen Test auf Kupfer machen.
Arsenhaltige Sickerwässer sind ja auf Erzgebirgischen Halden nicht selten. Kann es nicht doch sein, daß bei bestimmten pH-Werten Argentit mit diesen Wässern in Lösung geht und sich an anderer Stelle gemeinsam mit den Arsenionen als Proustit abscheidet ?
??? ??? ???
Glück Auf
Uwe
Walpurgin:
Ich denke die Idee ist gar nicht so abwägig.
Ich kenne ähnliches aus UT Funden wo Proustit mit reichlich "Sand"vermengt war.Soll bedeuten ,das sich Kluftletten mit kleinen roten Kristallen angereichert hatten.
Nun weiß ich nur nicht, ob diese sich sekundär gebildet haben oder einfach durch tektonische Bewegungen in die Lettenzonen geraten sind.
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