Hallo Stefan,
ich glaube es gehen hier einige Begriffe durcheinander:
1.) Auflösungvermögen bei Farben/Helligkeiten.
2.) Dynamikbereich
Das Auge hat einen enormen Dynamikbereich, vom Mondlicht ohne Farbsehen bis hin zum prallen Sonnenschein. Aber es differenziert am bestem im mittleren Graubereich, sieht logarhitmisch und kann nur einige (in deinem Zitat 150 bis 250) Graustufen unterscheiden. Dehalb funktiniet die Gammaanapassung auch so gut

Wenn wir uns jetzt einmal den Farbraum anschauen (z.B. Cie*Lab), dann kann das Auge Unterschiede von etwa dL=0,1 unter guten Voraussetzungen unterscheiden, real traue ich mir 0.2 bis 0.3 zu, aber im dirketen Vergleich der Farbflächen nebeneinander. Damit hast du maximal 300x grau 300x von rot bis grün und 300x gelb bis blau, macht rund 27 Millionen Farben - theoretisch.
Jetzt ist das Auge aber leicht zu täuschen, nimm einmal ein Bild und nehme nur das Graubild. Hier werden Informationsreduktionen kaum toleriert. Da kommst du bei 75% Bandbreite schon an das Limit. Aber deshalb klappt das sw-Fernsehen, die wichtigen Informatione nwerden übertragen. Die meisten Informationen stecken in den Helligkeiten - für uns. Den Farbkanal kannst du locker auf 25% komprimieren, du siehtst im Bild kaum eine Aänderung. Deshalb ist der Anteil der Farbe und der Helligkeiten bei den Fernsehsignalen auch so stark zur Seite der Helligkeiten verschoben.
Du hast recht, was die Farbechtheit der Wiedergabe der meisten Filme, mögliche Detailschärfe unter Idealbedingungen angeht. Ich habe versucht violette Blumen digital zu knipsen. ein Desaster. Oder strukturierte rote Legobauwerke kommen auch nicht gut raus. Dafür sind viele Urlaubsbilder beim Entwickeln blaustichig geworden und ein - btw teurer, aber geschenkter - Film hat ews geschafft alles plakativ-flächig zu machen.
Bleibt nur noch ein Spruch von (imho) Helmholtz: "Wenn ein Optiker mir ein so unzureichendes Gerät wie unser Auge abgeliefert hätte..." (steht irdendwo im alten Gerthsen-Vogel-Kneser).
MfG
Frank