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Autor Thema: Bildnachbearbeitung (ex. Fotografie Insekten)  (Gelesen 6466 mal)

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Offline Stefan

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@Thothie

lass uns doch mal das Originalbild bestaunen - mir scheint alles hättest Du
mit unglaublicher Professionalität ein wenig nachgezaubert  ;)

Muss gestehen das Originalbild Deiner 2 Insekten mit den Wassertropfen würde mich noch mehr interessieren.
Ich glaube da kann ich noch einiges bei der Bildnachbearbeitung lernen  :D

Das Ergebnis ist auf jeden Fall sehr sehenswert.
Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 20 Jun 07, 08:36 von Stefan »

Offline thothie

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #1 am: 27 May 07, 10:41 »
@Thothie

lass uns doch mal das Originalbild bestaunen - mir scheint alles hättest Du
mit unglaublicher Professionalität ein wenig nachgezaubert  ;)

Muss gestehen das Originalbild Deiner 2 Insekten mit den Wassertropfen würde mich noch mehr interessieren.
Ich glaube da kann ich noch einiges bei der Bildnachbearbeitung lernen  :D

Das Ergebnis ist auf jeden Fall sehr sehenswert.
Gruß Stefan

Wie soll das gehen bei 180kbß

Aber egal. Ich verbuch das unter Neid und Mißgunst. Was Du hier lernen kannst an EBV ist leicht nachschärfen, spiegeln und mit neatimage entrauschen.
Das ist aber normaler Standart.

Gruß

Thomas

Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #2 am: 27 May 07, 13:43 »
Hallo Thomas, du kannst das gerne unter Neid verbuchen, ich würde es eher unter Neugier verbuchen.

Ein Motiv dieser Art vor einem gleichmäßigen braungrauen Hintergrund ist etwas ungewöhnlich, hebt aber den Kontrast gewaltig.
Wie bekommst du das mit dem Hintergrund so gut hin?

Gruß Stefan

Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #3 am: 16 Jun 07, 14:34 »
Hier in paar Fliegenbilder mit Canon G7 fotografiert. Zusätzlich 10-fach Makrolinse, die es erlaubt etwas weiter vom Objekt weg zu gehen. Der eingebaute Makromodus würde reichen, aber bei fliegenden Objekten brauchts ein wenig Abstand.

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=9923.0;attach=52896

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php?action=dlattach;topic=9923.0;attach=52898

Nachbearbeitet durch entrauschen (NeatImage) da im Sportmodus bei wenig Licht fotografiert wurde dies notwendig. Zusätzlich moderat geschärft und ein wenig das Schelchtwetterlicht korrigiert. Ansonsten nur noch verkleinert.

« Letzte Änderung: 20 Jun 07, 08:43 von Stefan »

Offline thothie

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #4 am: 17 Jun 07, 07:47 »
Eigentlich sehr hübsch diese Aufnahmen Stefan. leider keine ausreichende Schärfe, aber das bekommt man mit ner Kompakten sicher nicht besser hin. DSL-ler gehen da einfach mit der ISO rauf und belichten entsprechend kürzer. Wir bekämen dann nur völlig verrauschte Bilder, wegen dem winzigen Sensor.

Noch mal kurz zum Fliegenmakro. Das ist ja im Winter aufgenommen, bei ein paar Grad über null. Insekten mögens ja warm . also tummelten sich jede Menge Dungfliegen an einem großen dampfenden Pferdemisthaufen. Hier hatte ich die Auswahl für den freigestellten Hintergrund zwischen Kackbraun und Strohgelb.

hier mal eine strohgelbe Variante:

Gruß
Thomas

Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #5 am: 17 Jun 07, 10:20 »
Das mit der Schärfe ist aus der Hand und im Flug und mit der Kamera von mir  nicht besser hinzubekommen auch wenn die Kamera für eine Consumer-Kamera schon recht gut ist.

Es ist auch weniger das Problem der Schärfe als das Problem der Abbildungsleistung (Detailgenauigkeit). Das ist es auch was den mangelnden Schärfeeindurck entstehen lässt. Ein fliegendes Objekt ist jetzt nicht gerade Referenzklasse um das zu demonstrieren. Ich habe irgendwo am Anfang von diesem Thread eine Libelle als Foto, die auch mit der Kamera fotografiert wurde. Das Bild ist m.E. sehr gut wobei immer noch ein Quäntchen an Brillianz fehlt. Der Kontrastumfang ist einfach zu gering.

Eine Kamera mit echtem Film würde das um einiges besser hinbekommen. Allein schon die Kontrastwerte die bei der Digitalen bei 1:256 liegen und bei der Analogen bei 1:5000 macht schon Welten in der Detailgenauigkeit aus.

Das mit dem Freistellen u.a. meinte ich mit Professionalität. Die feinen Härchen, Details etc. so mitzunehmen ist eine wirkliche gute Arbeit, da fehlt es mir gewaltig an der Praxis. Möchtest Du nicht einen kleinen Bildbearbeitungskurs für uns geben?

Tolle Aufnahmen!
Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 17 Jun 07, 11:22 von Stefan »

Offline thothie

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #6 am: 18 Jun 07, 19:15 »
Hi Stefan,

was Du da erzählst über schlechte Kontrastwerte und mangelnde Detailgenauigkeit  bei Digitalkameras kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich meine genügend fotos hier hochgeladen zu haben, die schier das Gegenteil beweisen.

Dir dürfte wohl klar sein, daß auch die beste Nachbearbeitung nichts bringt , wenn die Substanz schon nichts taugt. Detailgenauigkeit und gestochene Schärfe produziert man nicht per EBV. Ein unscharfes unterbelichtetes Foto kann mit EBV nicht verbessert werden.

Ich nutze EBV um aus guten Fotos noch das beste raus zu holen und rate davon ab, dies als so ne Art reperaturprogramm für mißratene Bilder zu nutzen. Das betrifft auch die Freistellung. Wenn der Hintergrund einfach zu unruhig ist, kann auch EBV nicht mehr viel ausrichten.

Dein Libellenfoto ist tatsächlich schön scharf. Der Hintergrund aber zu unruhig und viele Bereiche vom harten Licht überstrahlt.

Mehr als das hier kann man mit PS nicht rausholen


Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #7 am: 18 Jun 07, 21:44 »
Da smit den Kontrastwerten ist Fakt so. Das ist technisch bedingt und Du wirst das am Monitor nicht unbedingt nachvollziehen können. Normale Monitore haben ein Kontrastverhältnis von ca. 1:500. Wenn Du tief in die Tasche greifst auch mal 1:700. Als Vergleich Tageslicht hat einenKontrast von 1 zu 30.000. Wenn Du nun ein Foto bei Tageslicht machst, musst du Dich entscheiden ob Du weniger Helle oder weniger Dunkle Details haben willst und dem entsprechend fotografieren. Aber auch hier gibt es Software die Aus 2 Bildern unter verschiedenen Kontrastverhältnissen aufgenommen eines macht, dass die Details aus beiden Bildern zeigt.

Das ist aber alles nicht auf meinem Mist gewachsen und absolut logisch nachvollziehbar in der neuesten CT Zeitschrift nachzulesen.

Nachbearbeitet kommt die Libelle natürlich noch deutlich kräftiger rüber. Wie hast Du das so hinbekommen und mit welches Software? Auch wenn es erst mal besser aussieht, finde ich, da ich das Original kenne, es etwas unnatürlich. Für jemanden der das Original nicht kennt, wird es besser aussehen.

Gruß Stefan

Offline thothie

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #8 am: 18 Jun 07, 23:55 »
Kapier ich nicht. Bei normalen Lichtverhältnissen und gut ausgeleuchtetem Motiv hab ich doch kein problem damit die Belichtung so vorzunehmen, daß helle und dunkle Details gut rüber kommen.
Das Problem hab ich höchstens bei Gegenlichtaufnahmen, wenn das Motiv im Schatten liegt. Da kann man sich aber mit sorgsam eingesetztem Aufhellblitz behelfen und muß auch nicht in die EBV-Kiste greifen.

Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #9 am: 19 Jun 07, 16:37 »
Hallo thothie, wir schweifen arg stark vom Thema ab, wenn wir das vertiefen wollen, werde ich den Thread abtrennen und einen eigenen Thread aufmachen. Auch die Wikipedia hat ein wenig was dazu im Angebot ... http://de.wikipedia.org/wiki/Kontrast. Oder wenn Du bei Google Kontrast eingibst, gibt es zahlreiche Erklärungen ...

Man kann es etwas platt so erklären: wenn bei Tageslicht ein Kontrast von 1 : 30.000 herrscht, dann ist 1 der dunkelste und 30.000 der hellste Punkt. Wenn ich nun ein Foto mit einem Kontrast von 1 : 256 mache, wird die Kamera sich den für das Auge günstigsten Bereich aus dem 30.000 rausnehmen und darstellen. Alle Details darunter und darüber können nicht dargestellt werden. Das fällt natürlich nicht so stark auf, da die Bilder im Regelfall im für die Augen günstigsten Bereich gemacht werden. Im direkten Vergleich von Analog- und Digitalfoto wird es auffallen.

@AWiessler
Schönes Schmetterlingsbild!

Gruß Stefan
« Letzte Änderung: 19 Jun 07, 16:41 von Stefan »

Offline Krizu

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Bildnachbearbeitung (ex Fotografie Insekten)
« Antwort #10 am: 19 Jun 07, 16:57 »
Hallo Stefan,

wieviele Grauwerte kann das Auge unterscheiden?  ;)

MfG

Frank

Offline Stefan

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Re: Fotografie - Insekten
« Antwort #11 am: 19 Jun 07, 18:04 »
256 Helligkeitsstufen pro Farbe bei 3 Farben 16 Mio Farben insg. Das ist aber nur unter konstanten Bedingungen richtig. Das Auge kann noch etwas mehr und das kannst Du hier ganz gut nachlesen ....

http://www.simpelfilter.de/pdf/44-45.pdf

Gruß Stefan, der auch digital fotografiert obwohl es fast immer die schlechtere Qualität ist  ;)

Offline Krizu

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Re: Bildnachbearbeitung (ex. Fotografie Insekten)
« Antwort #12 am: 20 Jun 07, 09:36 »
Hallo Stefan,

ich glaube es gehen hier einige Begriffe durcheinander:
1.) Auflösungvermögen bei Farben/Helligkeiten.
2.) Dynamikbereich

Das Auge hat einen enormen Dynamikbereich, vom Mondlicht ohne Farbsehen bis hin zum prallen Sonnenschein. Aber es differenziert am bestem im mittleren Graubereich, sieht logarhitmisch und kann nur einige (in deinem Zitat 150 bis 250) Graustufen unterscheiden. Dehalb funktiniet die Gammaanapassung auch so gut  ;)

Wenn wir uns jetzt einmal den Farbraum anschauen (z.B. Cie*Lab), dann kann das Auge Unterschiede von etwa dL=0,1 unter guten Voraussetzungen unterscheiden, real traue ich mir 0.2 bis 0.3 zu, aber im dirketen Vergleich der Farbflächen nebeneinander.  Damit hast du maximal 300x grau 300x von rot bis grün und 300x gelb bis blau, macht rund 27 Millionen Farben -  theoretisch.

Jetzt ist das Auge aber leicht zu täuschen, nimm einmal ein Bild und nehme nur das Graubild. Hier werden Informationsreduktionen kaum toleriert. Da kommst du bei 75% Bandbreite schon an das Limit. Aber deshalb klappt das sw-Fernsehen, die wichtigen Informatione nwerden übertragen. Die meisten Informationen stecken in den Helligkeiten - für uns. Den Farbkanal kannst du locker auf 25% komprimieren, du siehtst im Bild kaum eine Aänderung. Deshalb ist der Anteil der Farbe und der Helligkeiten bei den Fernsehsignalen auch so  stark zur Seite der Helligkeiten verschoben.

Du hast recht, was die Farbechtheit der Wiedergabe der meisten Filme, mögliche Detailschärfe unter Idealbedingungen angeht. Ich habe versucht violette Blumen digital zu knipsen. ein Desaster. Oder strukturierte rote Legobauwerke kommen auch nicht gut raus. Dafür sind viele Urlaubsbilder beim Entwickeln blaustichig geworden und ein - btw teurer, aber geschenkter - Film hat ews geschafft alles plakativ-flächig zu machen.

Bleibt nur noch ein Spruch von (imho) Helmholtz: "Wenn ein Optiker mir ein so unzureichendes Gerät wie unser Auge abgeliefert hätte..." (steht irdendwo im alten Gerthsen-Vogel-Kneser).

MfG

Frank

Offline Stefan

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Re: Bildnachbearbeitung (ex. Fotografie Insekten)
« Antwort #13 am: 20 Jun 07, 10:02 »
Gut geschrieben :-)

Dioptas ist auch so ein schönes Beispiel beim fotografieren - eine echte Herausforderung für die Digiknipsen.

Gruß Stefan

Offline berthold

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Re: Bildnachbearbeitung (ex. Fotografie Insekten)
« Antwort #14 am: 20 Jun 07, 11:37 »
Hallo,

Zitat
256 Helligkeitsstufen pro Farbe bei 3 Farben 16 Mio Farben insg. Das ist aber nur unter konstanten Bedingungen richtig.

Ja, aber gute Digis / raw-Datenformate können mehr (von HDR mal ganz abgesehen). Wichtig ist nur, dass man -mit einem geeigneten Programm den ggf. größeren Tonwertumfang in den darstellbaren 8/24 bit Raum reinschiebt.

Gruß
Berthold

 

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