Arbeitsmittel / Means for work > Fototechnik / Photo technique/ la tecnología foto
Bildnachbearbeitung (ex. Fotografie Insekten)
Stefan:
Das mit der Schärfe ist aus der Hand und im Flug und mit der Kamera von mir nicht besser hinzubekommen auch wenn die Kamera für eine Consumer-Kamera schon recht gut ist.
Es ist auch weniger das Problem der Schärfe als das Problem der Abbildungsleistung (Detailgenauigkeit). Das ist es auch was den mangelnden Schärfeeindurck entstehen lässt. Ein fliegendes Objekt ist jetzt nicht gerade Referenzklasse um das zu demonstrieren. Ich habe irgendwo am Anfang von diesem Thread eine Libelle als Foto, die auch mit der Kamera fotografiert wurde. Das Bild ist m.E. sehr gut wobei immer noch ein Quäntchen an Brillianz fehlt. Der Kontrastumfang ist einfach zu gering.
Eine Kamera mit echtem Film würde das um einiges besser hinbekommen. Allein schon die Kontrastwerte die bei der Digitalen bei 1:256 liegen und bei der Analogen bei 1:5000 macht schon Welten in der Detailgenauigkeit aus.
Das mit dem Freistellen u.a. meinte ich mit Professionalität. Die feinen Härchen, Details etc. so mitzunehmen ist eine wirkliche gute Arbeit, da fehlt es mir gewaltig an der Praxis. Möchtest Du nicht einen kleinen Bildbearbeitungskurs für uns geben?
Tolle Aufnahmen!
Gruß Stefan
thothie:
Hi Stefan,
was Du da erzählst über schlechte Kontrastwerte und mangelnde Detailgenauigkeit bei Digitalkameras kann ich überhaupt nicht nachvollziehen. Ich meine genügend fotos hier hochgeladen zu haben, die schier das Gegenteil beweisen.
Dir dürfte wohl klar sein, daß auch die beste Nachbearbeitung nichts bringt , wenn die Substanz schon nichts taugt. Detailgenauigkeit und gestochene Schärfe produziert man nicht per EBV. Ein unscharfes unterbelichtetes Foto kann mit EBV nicht verbessert werden.
Ich nutze EBV um aus guten Fotos noch das beste raus zu holen und rate davon ab, dies als so ne Art reperaturprogramm für mißratene Bilder zu nutzen. Das betrifft auch die Freistellung. Wenn der Hintergrund einfach zu unruhig ist, kann auch EBV nicht mehr viel ausrichten.
Dein Libellenfoto ist tatsächlich schön scharf. Der Hintergrund aber zu unruhig und viele Bereiche vom harten Licht überstrahlt.
Mehr als das hier kann man mit PS nicht rausholen
Stefan:
Da smit den Kontrastwerten ist Fakt so. Das ist technisch bedingt und Du wirst das am Monitor nicht unbedingt nachvollziehen können. Normale Monitore haben ein Kontrastverhältnis von ca. 1:500. Wenn Du tief in die Tasche greifst auch mal 1:700. Als Vergleich Tageslicht hat einenKontrast von 1 zu 30.000. Wenn Du nun ein Foto bei Tageslicht machst, musst du Dich entscheiden ob Du weniger Helle oder weniger Dunkle Details haben willst und dem entsprechend fotografieren. Aber auch hier gibt es Software die Aus 2 Bildern unter verschiedenen Kontrastverhältnissen aufgenommen eines macht, dass die Details aus beiden Bildern zeigt.
Das ist aber alles nicht auf meinem Mist gewachsen und absolut logisch nachvollziehbar in der neuesten CT Zeitschrift nachzulesen.
Nachbearbeitet kommt die Libelle natürlich noch deutlich kräftiger rüber. Wie hast Du das so hinbekommen und mit welches Software? Auch wenn es erst mal besser aussieht, finde ich, da ich das Original kenne, es etwas unnatürlich. Für jemanden der das Original nicht kennt, wird es besser aussehen.
Gruß Stefan
thothie:
Kapier ich nicht. Bei normalen Lichtverhältnissen und gut ausgeleuchtetem Motiv hab ich doch kein problem damit die Belichtung so vorzunehmen, daß helle und dunkle Details gut rüber kommen.
Das Problem hab ich höchstens bei Gegenlichtaufnahmen, wenn das Motiv im Schatten liegt. Da kann man sich aber mit sorgsam eingesetztem Aufhellblitz behelfen und muß auch nicht in die EBV-Kiste greifen.
Stefan:
Hallo thothie, wir schweifen arg stark vom Thema ab, wenn wir das vertiefen wollen, werde ich den Thread abtrennen und einen eigenen Thread aufmachen. Auch die Wikipedia hat ein wenig was dazu im Angebot ... http://de.wikipedia.org/wiki/Kontrast. Oder wenn Du bei Google Kontrast eingibst, gibt es zahlreiche Erklärungen ...
Man kann es etwas platt so erklären: wenn bei Tageslicht ein Kontrast von 1 : 30.000 herrscht, dann ist 1 der dunkelste und 30.000 der hellste Punkt. Wenn ich nun ein Foto mit einem Kontrast von 1 : 256 mache, wird die Kamera sich den für das Auge günstigsten Bereich aus dem 30.000 rausnehmen und darstellen. Alle Details darunter und darüber können nicht dargestellt werden. Das fällt natürlich nicht so stark auf, da die Bilder im Regelfall im für die Augen günstigsten Bereich gemacht werden. Im direkten Vergleich von Analog- und Digitalfoto wird es auffallen.
@AWiessler
Schönes Schmetterlingsbild!
Gruß Stefan
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln