Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Zeugen des Bergbaus / evidence of mining

Himmelsfürst Fundgrube

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Stefan:
Ich danke Euch für die Ausführungen, wäre doch was für das Lexikon  ;) :D

Gruß Stefan

hoe:
Ich habe meine neugierige Nase noch mal in die Bücher gesteckt: Also die ursprüngliche "Fundgrube" war das nach einer erfolgreichen Mutung auf einen bis dahin unverritzten Gang als erstes verliehene Grubenfeld. Im frühen sächsisches Gangerzbergbau definierte die "Fundgrube" im bergrechtlichen Sinne ein Grubenfeld von 42 Lachtern (ca. 84 m) im Streichen des Ganges und jeweils 3 1/2 Lachter im Hangenden und Liegenden des Ganges (also ca. 14 m Breite). Die Bergbauberechtigung folgte dabei dem Einfallen des Ganges nach der Teufe. Zusätzlich konnten das Grubenfeld im Streichen des Ganges um obere und untere Maßen verlängert werden (ein Maß 28 Lachter, ca. 56 m). Die Bezeichnung "Fundgrube" wurde dann häufig in späteren Betriebsperioden und eventuellen Zusammenschlüssen als Eigenname beibehalten.

Glück auf!
Holger

Walpurgin:
Glück auf !
Wobei noch reichlich kleinere Gruben zum "Himmelsfürst" zählten , die vorher eigenständig waren und später konsulidiert wurden.Und viele der kleineren Gruben hatten ein oder mehrere Schächte die genaue Schachtanzahl des "Himmelsfürst" zählen zu wollen ist müßig.Einige Gruben die später mit  zu gekommen sind, Veste Burg,Grüner Zweig,Sieben Planeten,Hoffnung Gottes Fundgrube ( selbst eigenständige Fundgruben wurden vom Himmelsfürst übernommen),Himmlischer Vater usw.
Die "Himmelsfürst Fundgrube " war eher ein konglomerat aus verschiedenen Bergwerken die auf verschiedenen Gängen ,verschiedenen Inhalts baute.Die Gesammtaustreckung dürfte locker bei  5 km Luftlinie in der Ost-West Ausrichtung sein und 3km in der Nord-Süd Richtung bei einer Teufe von 888m.Sie zählt flächenmäßig zu den größten Gruben nach der "Himmelfahrt Fundgrube" sowie des gesamten Erzgebirges.

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