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Autor Thema: Etwas aus Hartenrod  (Gelesen 3964 mal)

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Offline Erik

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Etwas aus Hartenrod
« am: 13 Aug 07, 15:09 »
Hallo,

ich bräuchte etwas Hilfe bei ein paar Mineralien aus dem Diabasbruch Hartenrod. Gefunden in einer Störungszone, die vor allem mit Calcit und Prehnit mineralisiert ist.

Das erste Mineral bildet weiße Kristalle, die ein bißchen wie solche gekrümmten Rhomboeder aussehen. Bis ich gemerkt habe, daß das Mineral Kristalle bildet, dachte ich, das wäre einfach ein junger Belag aus irgendwelchen Tonmineralien. Allerdings ist es älter als der Calcit und der Prehnit, da es in diesen eingewachsen vorkommt. Ein Carbonat scheidet auch aus - es löst sich nicht (bzw wenn, dann nur sehr langsam) in HCL.

Ein zweites Mineral bildet lattige, durchsichtige Kristalle; vor allem sind die auf dem weißen Mineral aufgewachsen (wenn das nicht wieder was anderes ist), teilweise sitzen sie aber auch in Gruppen - und dann etwas "größer" - direkt auf dem Diabas.
Keine (bzw keine merkliche) Reaktion in HCL - daher auch kein Aragonit. Dachte schon an Baryt, aber da stört mich die Kristallform ein wenig.

Ein drittes Mineral bildet diese auf den Fotos zu erkennenden, aus Nädelchen aufgebauten bräunlich-grünlichen Kugeln - Pumpellyit??

Im Anhang zwei Bilder; da man aber nicht soviel erkennt, gibt es unter dem folgenden Link ein paar mehr Bilder, die sich durch Anklicken auch vergrößern lassen.

http://www.haldengraeber.de/xyz.html


Ich denke, es ist wahrscheinlich nicht so einfach das Zeug zu identifizieren, ich hoffe halt, daß sich irgendjemand in Hartenrod auskennt, das vl auch in der Sammlung hat und mehr oder weniger auf Anhieb sagen kann um was es sich handeln könnte. Aus den Minerallisten im Netz werde ich auch nicht wirklich schlauer  ;)

Grüße, Erik
« Letzte Änderung: 13 Aug 07, 15:24 von Erik »

Offline TKMineral

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #1 am: 13 Aug 07, 15:59 »
Hallo!

Nr. 1: event. was aus der Feldspatgruppe??

Nr. 2: event. verzerrte Quarze??

Gruß

Thomas

Online smoeller

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #2 am: 13 Aug 07, 16:13 »
Hallo,

Die ersten beiden: Dürften Zeolithe sein. Was, ist leider nach den Fotos absolut nicht zu erkennen.

Das dritte dürfte tatsächlich ein Mineral der Pumpellyit-Reihe sein. Was es letztlich ist, lässt sich kaum sagen, auch wenn die Farbe für Pumpellyit-(Fe2+) spricht. Epidot wäre theoretisch möglich, aber wegen der feinen Nadeln ist Pumpellyit wahrscheinlicher.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Hg

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #3 am: 13 Aug 07, 16:58 »
Hallo Erik,
sieht das farblose (letztes Bild) nicht so aus, wie der farblose Prehnit, den ich mal dort gefunden habe?
Gruß
Andreas

Offline Harjo

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #4 am: 13 Aug 07, 17:22 »
Die farblose xls auf bild 2 sehen wie Albite aus.

Gruss

Harjo

Offline Uwe Kolitsch

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #5 am: 13 Aug 07, 17:41 »
1. Laumontit? oder K-Feldspat?
2. Albit?
3. Eher ein Fe-haltiger Chlorit.

Offline Erik

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #6 am: 13 Aug 07, 23:44 »
Okay, Albit für das zweite Mineral klingt ganz gut. Prehnit ist es nicht, der ist viel blockiger und nicht dünntafelig.

Zu dem weißen Mineral: ich denke eigentlich schon daß es ein Zeolith ist. Nach eineinhalb Tagen in der Salzsäure ist es doch deutlich angefressen. Nur welches...sollte Laumontit nicht mehr stengeliger sein? Was haltet ihr von Heulandit?

Zum "Pumpellyit": ja, Chlorit ist auch gut möglich. Irgendeinen Tip wie ich das rausbekommen kann?

Gruß, Erik

Offline Andres

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #7 am: 14 Aug 07, 00:16 »
also Fe2+ kannste mit dem hier nachweisen:

Die Fe2+-Ionen lassen sich mit rotem Blutlaugensalz nachweisen:

    3 Fe2+ + 2 K3[Fe(CN)6] → Fe3[Fe(CN)6]2 + 6 K+

Das Produkt trägt den Namen Turnbulls Blau. Es läuft keine Komplexbildungsreaktion ab, sondern lediglich ein Ionenaustausch (Fällungsreaktion).

rotes blutlaugensalz kriegste im chemigeschäft oder vll sogar in der apotheke.

des reaktionsprodukt ist blau (positiver nachweiß)

mfg
« Letzte Änderung: 14 Aug 07, 00:18 von Andres »

Offline schleifer

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Re: Etwas aus Hartenrod
« Antwort #8 am: 14 Aug 07, 08:26 »
Hallo Erik
Als Vergleich hier einmal die Paragenese von Kreimbach, da beide Vorkommen recht ähnlich sind:
Prehnit, Calcit, Pumpellyit/Julgoldit, Albit und als dünnere Überzüge zum Teil noch Klinozoisit in braun-oliv
Gruß Robert

 

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