Beim heutigen guten Wetter hatte ich mich entschlossen einen Ausflug zur Sandgrube in Freißenbüttel nördlich von Bremen zu unternehmen.
Früher war die Sandgrube eigentlich immer einen Besuch wert, es wurden Schichten aufgeschlossen, die von fossilführenden Miozän über Ablagerungen der Elster- und Saale-Eiszeit bis zu weichselzeitlichen Flugsanden einen unglaublich großen stratigrafischen Querschnitt bot.
Ich wurde leider enttäuscht. Der Teil der Grube, die bis in die miozänen Schichten reichte, ist bereits seit Jahren mit Bauschutt verfüllt, und mitterweile ist die Grube nicht mehr im Abau befindlich. Die Hänge sind von Pflanzen überwuchert, weite Teile mit Bauschutt verfüllt und es ist schwierig noch schönes Geschiebe zu finden.
Stellenweise finden sich noch einzelne Sandhaufen, die aus der Abbauzeit stammen, in denen sich noch einzelne Funde machen lassen, aber im Vergleich zu früher war der Anblick einfach nur enttäuschend.
Und das obwohl die Sandgrube offiziell als "Geotop" eingestuft wird...
Hier ein Bild der doch eher spärlichen Ausbeute, eigentlich nur ein paar gelblich-bräunliche Flinte (nicht auf dem Bild der möglicherweise schöne Augengneis, der noch einmal kräftig abgeschrubbt werden muss).