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Oolith-Geschiebe von Bornholm

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Saxifragus:
Glück Auf allerseits!

An Psaronius: Kannst Du die Funde vom Lapilli aus den Nähe von Altenburg etwas genauer beschreiben? (Wo gefunden, wie aussehend?)

Als Ergänzung zum Bild weiter oben kommt hier noch ein akkretionärer Lapilli aus dem Geschiebe (Niedersachsen). Soweit ich weiß, sollen diese Gesteine aus Dalarna stammen.  Kennt das jemand aus dem Anstehenden?
Saxifragus

Psaronius:
Hallo Saxi,
muss mal auf Suche in meinem "Steinelager" gehen. Vielleicht finde ich ein Stück und mache dann ein Foto.
Fundort u.a. in der Nähe von Mockzig.
Dein Geschiebe ist übrigens interessant. Habe hier im Norden sowas noch nich gefunden.
Ähnelt im ersten Moment auch meinem Bornholmfund, aber es fehlen der schalensrtige Aufbau der Ooide und die Fossilreste im Kern derselben...
Gruß
Psaronius

Isarkiesel:
Hallo Psaronius (und alle anderen Mitleser und -rätsler),

frisch zurück aus dem Gotland-Urlaub, habe ich ein paar neue Hinweise auf die Herkunft des Bornholm-Geschiebes anzubieten: Im Burgsvik-Ooolith (im südlichen Teil der Insel Gotland) finden sich anstehende Oolith-Gesteine sowohl mit kleinen (wenige mm) als auch großen (über 1 cm) Oolithen - und die größeren sehen dem Bornholm-Fund meiner Meinung nach zum Verwechseln ähnlich. (In ein paar Tagen kann ich hier Fotos einstellen.) Fundorte auf Gotland sind auf dem gesamten Küstenabschnitt zwischen Valar und Hoburgen zu finden.

Gruß,
Holger

Psaronius:
Hallo Holger,
danke für die Info, die mich umso mehr überrascht, da von den bisher gefragten "Skandinavien-Spezialisten" keiner etwas sagen konnte... Bin schon gespannt auf Deine Fotos.
Hast Du eventuell auch Material von dort mitgebracht ? Ein direkter Vergleich Stein mit Stein wäre noch effektiver.
Ansonsten einen schönen Sonntag,
Grüße aus dem momentan
tropischen Norden
Psaronius

Tapir:
Ok, das mag vielleicht auch an dem im Geschiebe üblichen Problem liegen: man hat ein Gestein aus einem Sedimentationsgebiet, welches zu 70-95% nicht mehr existiert (Je nach Literatur), da auf den Photos keine bestimmbaren Fossilien zu sehen sind (oder irre ich mich?) ist eine Bestimmung rein nach Lithologie ohne Dünnschliffuntersuchungen so genau wie Memory spielen, zumal noch einige andere oolithische Gesteine aus den Paläozoikum in Frage kommen.
Dass sich Experten für dieses Gebiet deshalb nicht zu einer "LuckyLuke-Ferndiagnose" hinreißen lassen (wir wissen ja, es schießt schneller als sein Schatten) ist nur verständlich......Wäre die Problematik um Geschiebe und die Geologie Südskandinaviens so einfach, könnte ja jeder in einem 2-Wochenendkurs zum Geologiespezialisten für dieses Gebiet werden... (ich frage mich dann immer bloß, warum ausgerechnet unsere Geologiestudenten immer solche Schwierigkeiten damit haben, in einem Semester die häufigsten 120 Gesteinstypen diagnostozieren zu können, obwohl da noch nichtmal eine Herkunftsanalyse mit bei ist.... :'()

Es gibt übrigens im Paläozoikum Estlands, in diversen Beyrichienkalkvariationen (ohne Herkunftsangabe, bzw. südliches Ostseebecken) und auch in einigen anderen stratigraphischen Horizonten auf Gotland ähnliche Onkoid/Pisoid/Ooidbildungen. Um nur mal die zu nennen, die mir als nicht-Skandinavien-Fachmann bekannt sind.

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