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Autor Thema: Wiedermal Bestimmungshilfe  (Gelesen 4474 mal)

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Offline geologe

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Wiedermal Bestimmungshilfe
« am: 11 Sep 07, 10:54 »
Hallo,

Trotzt der im Forum lfd. Diskussion ( Wird zu schnell  und ohne eigenes Bemühen um Hilfe gebeten) hätte ich wieder etwas zum bestimmen da ich da nicht weiter komme bzw. nicht sicher bin ob ich richtig liege,
Bevor ich hier Steine zum bestimmen einstelle setze ich mich schon intensiv mit der Materie auseinander aber nach 3 Jahren Praxis und dazu noch meist mit Mineralien hapert es bei der Bestimmung von Gesteinen noch gewaltig. Und Gesteine bestimmen ist gewiß nicht immer so einfach und braucht seine Zeit und viel Erfahrung. Deswegen bin ich froh aufs Forum zurückgreifen zu können. Die Bestimmung dort ist mir ein Gedankenanstoss und man muß ja nicht alles Gedankenlos übernehmen.

Gestein Nr.1 ist ein sehr Feldspatreiches Gestein dessen Anteil am Gesamtvolumen sicher weit über 50% liegt. Die Kristalle sind teilweise über 1cm groß und die Härte wenigstens 7.   Quarz und Glimmer spielen eine völlig untergeordnete Rolle .

Gestein Nr.2 Erinnert an einen Rhyolith wie sie in Thüringen häufig vorkommen. Allerdings hier mit kleinen teilweise ovalen Füllungen aus Quarz. Von Mandeln würde ich nicht sprechen wollen. Mir sind in Thüringen 2 Vorkommen von Mandelsteinen bekannt dieser hier stammt von keinen der beiden Stellen.

Gestein 3  Besteht zum großen Teil aus Jaspis. Allerdings beteiligt ein graugrünes Mineral mit einer Härte von unter 7. Weiterhin ist pytit oder Chalkopyrit in sehr kleinen Kristallen erkennbar. Sollte man den Stein einfach nur als Jaspis ansprechen?
« Letzte Änderung: 18 Jun 16, 22:30 von oliverOliver »

Offline geologe

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #1 am: 11 Sep 07, 10:59 »
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« Letzte Änderung: 18 Jun 16, 22:30 von oliverOliver »

Offline geologe

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #2 am: 11 Sep 07, 11:00 »
und noch 2

Offline Psaronius

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #3 am: 11 Sep 07, 11:24 »
Hallo,
bin kein Gesteinespezialist, aber einer von denen, die über die "Bestimmungshilfe-Bitten" diskutiert habe.
Es ging auch nicht um die Sache an sich, sondern um das "Wie?".
Du lieferst ja einige Infos zu dem Material, da liegt die Sache ganz anders,.
Und ich finde auch gut, dass man über Stücke diskutiert, Vermutungen anstellt usw, die wirklich Schwierigkeiten beim Zuordnen machen (Habe selbst einen Geschiebe-Oolithen im Forum zur Diskussion gestellt...). Dann ist das interessant, - aber nicht,  wenn z.B.  irgendwelche gekauften Trommelsteine ohne jegliche Angaben zum Bestimmen angeboten werden.
Also bitte nicht falsch verstehen, Dein Aktivität akzeptiere ich voll !
Gruß
Psaronius

Offline Donat

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #4 am: 11 Sep 07, 13:03 »
Hallo Geologe,
bin auch kein Geschiebe-Kenner,Aber könnte Dein Zweiter etwa so etwas sein?
http://www.kristallin.de/no/f_rp_kong.htm#Anker1
Rhombenporphyr-Konglomerate und Agglomerate
Gruß
Donat

Offline grauwacke

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #5 am: 17 Sep 07, 10:27 »
Hallo Geologe,
die Kristalle in der ersten Probe sehen mir nicht nach Feldspat aus, dafür sind sie zu stengelig ("pommes-frites-förmig"). Von der Form her käme Andalusit (Al2SiO5) gut hin, auch die Härte stimmt, er hat 7,5. Stammt der Stein aus einem Gebiet mit hochmetamorhpen Schiefern?

Gruß

Grauwacke

Offline wolfi

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #6 am: 17 Sep 07, 12:05 »
Servus,

nö nö, das ist schon ein Feldspat auf den ersten Fotos. Erinnert etwas an Quarzporphyr...

Servus + Glück auf
Wolfi

Offline minuwe

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #7 am: 17 Sep 07, 13:24 »
Auf Bild 3 Jaspis, vermutlich aus einem eisenreichen Gang/ Band als Füllung in einer chlorit-/ quartzreichen Gesteinsmasse, z. B. Granit. Wenn mit Nr. 1 u. 2 zusammen gefunden, kann es auch Jaspis im Rhyolith sein, dann ist das grüne vermutlich grüner Rhyolith- Rest. Bild 2: von der Erscheinung Rhyolith- Agglomerat. Die Masse ist weicher und stärker abgerollt, als die verkitteten Körner, welche bei einem Agglomerat/ Konglomerat aber meist aus verschiedenen Gesteinen bestehen. Die vulkanischen Ströme haben die Körner aufgenommen   
und , gut erkennbar, an den Rändern chemisch- physikalisch  verändert.
Auf Bild 1 glaube ich eine leichte Parallelstruktur von li. oben nach re. unten zu erkennen, deshalb tippe ich auf kalifeldspatreichen Gneis.

Bestimmungen über (runtergerechnete) Fotos bergen meist eine große Unsicherheit.

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 17 Sep 07, 14:01 von minuwe »

Isarkiesel

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Re: Wiedermal Bestimmungshilfe
« Antwort #8 am: 17 Sep 07, 18:03 »
Hallo Geologe,

bei Gesteinen ist zusätzlich zu bedenken, dass viele ohne die Kenntnis des geologischen "Kontextes" nur schwer eingeordnet werden können - so könnte die Nr. 1 ohne weiteres sowohl ein magmatisches als auch ein metamorphes Gestein sein. Ohne Kenntnis dieses "Kontextes" können Abgrenzungen ggf. noch über eine detaillierte Bestimmung aller mineralischen Bestandteile möglich sein - das erfordert dann aber regelmäßig chemische Analysen und/oder Dünnschliffuntersuchungen (und liegen damit für den "Normalsterblichen" meist jenseits von gut und böse).

Buchtipp zur Gesteinsbestimmung: Roland Vinx (bin mit dem Autor weder verwandt noch verschwägert), Gesteinsbestimmung im Gelände, Elsevier 2005. Wenn Du bei der faszinierenden Materie der Gesteine etwas länger verweilen willst, eigentlich so das Beste, was ich kenne.

Gruß,
Holger

 

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