Jetzt wo eindeutig ist, was gemacht werden soll, lässt sich auch besser dazu etwas sagen. Ganz kurz und vereinfacht:
XRD ist eine Phasenanalyse, keine chemische Analyse und liefert deshalb keine Anteile der Elemente. Für das gewünschte Ergebnis ist die Methode unbrauchbar.
RFA und XRF ist das selbe, RFA = Röntgenfluoreszenz-Analyse, XRF = X-Ray Fluorescence.
Es gibt hier mehrere Techniken, darunter die energiedispersive (EDX) und wellenlängendispersive (WDX).
Am verbreitetsten und günstigsten ist EDX. Liefert qualitative und quantitative chemische Analysen. Ist eine gebräuchliche Methode bei Gesteinsanalysen, auch von der geforderten Genauigkeit her meist kein Problem. Spurenelemente sind messbar (bis zu welcher Grenze ist Element- und geräteabhängig), organische Bestandteile sind nicht messbar.
WDX ist noch genauer, aber teurer, außerdem muss man hier die Elemente vorher wissen, die man messen will.
EDX (gemeint ist SEM-EDX, REM-EDX), was z.B. der von TKMineral empfohlene Günter Blaß macht: energiedispersive Messung am Rasterelektronenmikroskop. Für eine Gesteinsanalyse wenig geeignet, da man hier das Problem der Repräsentativität der gemessenen Probe hat, außerdem bereiten kristallwasserhaltige Minerale Probleme (und die hat man in einem Mergel), auch Oberflächeneffekte der Probe spielen eine Rolle.
Für monomineralische Proben dagegen sehr gut geeignet (Probleme: Kristallwasser, leichte Elemente), da schnell und recht billig.
Ich habe hier leider keine RFA zur Verfügung, nach meinen Erfahrungen in anderen Instituten werden so etwa 100 Euro pro Probe genommen. Hängt auch immer davon ab, ob es eine einzelne Probe oder eine größere Serie ähnlicher Proben ist, und verhandeln kann man meist auch.
Glück Auf
der Stollentroll