Hallo
an sowas hatte ich auch schon gedacht (Topas vom Schneckenstein ? - warum nicht ?) - doch demgegenüber soll es ja noch solche Zeitzeugen geben - aber: Diese Riesling-Berylle sind u.a. Teil des Schmucks des englischen Königshauses und da kommt man leider schlecht dran.
Auch wenn man eventuell mit dem neuen Sauerstoff-Isotopenverfahren von Giuliani festestellen könnte, woher diese Steine kamen - Hauptproblem ist und bleibt, dass niemand auf der Welt, außer den englischen Königs, solche Steine zu besitzen scheint.
Ein anderer gedanklicher Ansatz wäre, dass diese Riesling-berylle ursprünglich rieslinggrüne-goldgrüne Heliodore aus dem Ural (Murzinka, Alabashka) oder aus der Ukraine waren, auf den damaligen Handelswegn nach Deutschland oder Böhmen gelangten und hier verschliffen wurden.
Solche Verwechslungen gab ja in der Geschichte des Mineraliensammelns sehr häufig, dass ursprünliche Fundorte mit dem Ort des Schleifens verschmolzen und auf einmal tolle Dioptase mit Fundort St. Petersburg in die Kabinette gelangten.
Weiß jemand, wo es um 1840 bis etwas später bekannte Steinschleifereien im heutigen Sachsen bzw Böhmen gab ? Und - wann wurden die ersten Schneckenstein-Topase geschliffen ?
Gruß
collector