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Stufe, I. ein nur noch im Bergbaue übliches Wort, wo es eine doppelte Bedeutung hat: 1) Ein in das Gestern eingehauenes oder eingeschlagenes Zeichen, welches mit Schlägeln und Eisen geschieht. Eine solche Stufe besteht gemeiniglich in einem Kreuze oder in einer andern beliebigen Figur, und wird nach der dabei gehabten Absicht benannt, als Erbstufe, Geding= oder Quartstufe, Markscheidestufe, Stollenstufe etc. Das Zeichenhauen geschieht gemeiniglich von Beamten oder Markscheidern in das Gestein. -- 2) Ein abgehauenes oder abgeschlagenes Stück Erz oder Stein, ein Handstein. Die Erzstufe, Goldstufe, Silberstufe etc. "
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stufen, ein regelmäßiges thätiges Zeitwort, welches nur noch im Bergbaue für schlagen, oder vermittelst des Meissels hauen, üblich ist. Ein Zeichen oder Gemerk in einen Stein stufen, schlagen oder hauen. Siehe auch Verstufen; daher Abstufen, mit dem Schlägel oder Eisen abhauen, in Stücke schlagen oder hauen. So auch das Stufen. Nach Adelung ist es ein sehr altes Wort, welches den mit einer gewissen Art des Schlagens oder Hauens verbundenen dumpfigen Laut nachahmt."
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Stufenerz, die abgeschlagenen Stücken Erz; s. oben, unter Stufe. Dann auch dasjenige Erz, welches ganz rein ist, und daher nicht ins Puchwerk gebracht werden darf, welches auch den Namen Stufenerz führt."
Nach: Johann Georg Krünitz, Oekonomische Encyklopädie oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft,
Hier online recherchierbar:
http://www.kruenitz1.uni-trier.de/