Hallo Ralf,
wie smoeller schreibt sind solche Perimorphosen nicht selten. Allerdings ist die angegebene Temeratur viel zu hoch, ich würde 120-160°C annehmen. Mit einem Zustand zwischen flüssig und gasförmig hat das nichts zu tun. Hintergrund solcher Bildungen ist die wechselnde Zusammensetzung der hydrothermalen Lösungen. Zunächst Ca+F Übersättigung, (Fluorit kristallisiert), dann Kieselsäure-Übersättigung (und Quarz kristallisiert), dann Ca+F Untersättigung (und Fluorit löst sich). Solche Schwankungen der Lösungszusammensetzung sind bei hydrothermal gebildeten Gängen sehr verbreitet, es können noch andere Phasen (Baryt, Erze) beteiligt sein. Quarz-Perimorphosen sind auch im Wölsendorfer Flußspatrevier weit verbreitet.
Gruß
Berthold