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Trommelgeheimnisse

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trommeln:
ja.. da hast du recht... das wussten wir zwar, waren aber immer viel zu ungeduldig einen ganzen Gang zusammenzusammeln... aber ich denke, wir müssen uns da mehr disziplinieren.

caliastos:
naja, bei steinchen sollte man schon relativ schnell 500g beisammen haben.

aber:

zu der gleichen härte. das problem dabei ist, daß es bei steinen (gesteine) keine härte gibt, da diese eine mineraleigenschaft ist und gesteine aus "n" mineralen bestehen.
daher: schaut was für minerale drinnen sind und orientiert euch am härtesten. zudem darauf achten wie der verband der körner ist, also eher fest oder lose oder ob schäden dabei sind. alles wirkt sich auf die festigkeit aus. z.b. wird ein kalkstück mit quarzsandkomponente sicherlich reine kalkstücke zerkratzen.

trommeln:
Genau.. das war zu Beginn auch unsere Schwierigkeit.. aber nun haben wir schon eine Kiste voller Steine die nicht gut gekommen sind... und die werden jetzt halt einfach in den "Schongang" getan.. da kommen sie gut.
Aber schon vor dem Einfüllen sortieren nach weich und hart.. das müssen wir uns noch angewöhnen..
Inzwischen haben wir mehr Erfahrung und können besser sagen was Chancen hat... und was zusammen passt.
Genau die Konglomerate muss man sehr schonend behandeln. Die hats uns zu Beginn nur zerteilt.

Ausserdem haben wir die letzten Tage viele unserer Vorräte neu überprüft.. ob sie uns noch gefallen, ob sie Chancen haben und ob sie Chancen im Schongang haben... Den Rest jetzt definitiv fortgeworfen... ok, nur 20 m weit... ist also nicht aus der Welt, solten uns neue Ideen kommen oder wir uns einen besseren Schleifstein zulegen.

trommeln:
Gesteine - Minerale

Ja, das war uns zu Beginn auch  nicht klar. Sicher wussten wir von Nagelfluh, Konglomeraten, Bekzien.
Aber dass ein einzelner Stein auch verschiedene Minerale enthält, war uns nicht so klar. Besonders wenn dann noch irrtümlich Bezeichnungen wie Serpentin/Serpentinit existieren... Smaragdit-Gabbro mit aber Olivin, Granat-Irgendwas... Radiolarit, der aber völlig verschieden aussieht..  je nach Quarz/Manganbeimengung..

Inzwischen haben wir das verstanden. Aber ich denke es ist nicht damit getan den Fels Serpentin in Serpentinit umzubenennen, es müsste da umgangssprachlich noch genauere Definitionen geben. Und nun auch die ganze esotherische Branche... die benutzt natürlich lieber die Bezeichnungen die besser ziehen.. also Serpentin oder Jaspis (was inzwischen alles unter Jaspis angeboten wird... ist ja ganz verschiedenes Gestein).

caliastos:
Ähm, Serpentin ist nicht das gleiche wie Serpentinit. Serpentin ist eine Mineralgruppe und Serpentinit ein Gestein aus Serpentinmineralen. Siehe auch:

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Serpentinit & http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Serpentin

Beste Beispiel für ein Gestein aus mehreren Mineralen: Granit (Feldspat, Quarz, Glimmer (Muskovit oder Biotit und Co.)

Die Bezeichnungen sind an sich eigentlich schon eindeutig.

Smaragdit-Gabbro ist ein Gabbro mit einer deutlich sichtbaren Menge an Smaragdit. Mit Olivin bzw. Granat heißt, daß auch noch Olivin oder Granat vorkommt. Olivin, oder auch Peridot genannt, und Smaragdit sind dann nenneswerte Begleitminerale des Gabbros.

Siehe auch: http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Smaragdit , http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Gabbro & http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Olivin

Radiolarit ist ein marines Sediment (Tiefseeton) mit einer ziemlichen Menge Radiolarien, die es so abrasiv wie Quarz werden lassen, da Radiolarien aus SiO2 bestehen.

Die Farbe an sich ist nur ein bedingtes Bestimmungskriterium. Wenn man einem Mineralogen mit Farbe als Bestimmungskriterium kommt, dann gehen manche richtig an die Decke (von Dozenten gut bekannt).


Aber eines sollte man tunlichst lassen. Nämlich Gesteine irgendwie umzubenennen. Gibt nur Chaos. Das Esotherische Gestöpsel ist ja schon zu Haareraufen. Serpentin ist halt kein Serpentinit und die Gesteinsbezeichnungen meistens recht eindeutig. Probleme bereiten nur unterschiedliche Lokalnamen oder Namen, die aus der Bearbeitenden Industrie kommen und z.B. ein Gestein "Marmor" nennt, welches definitiv kein Marmor ist.
An sich ist es bei uns teilweise nicht gern gesehen, wenn Gesteine "irgendwie" benannt sind und man im namen keinen Hinweis findet was es wäre.

Jaspis ist z.b. auch schon wieder so eine Verballhornung mehrerer Gesteine, die niemals ein Jaspis sind (oder auch bei Jade, Türkis und tralala).

Will man wissen was für ein Gestein man vor sich hat, dann geht man auf die Genese und die Minerale ein, die sichtbar sind (Dünnschliff und Mikroskop ist ja nich für Jedermann etwas) und ihre Anteile. Daraus resultiert dann der Name. Bsp: man sieht Feldspat, Quarz und Glimmer als Hauptgemenge, dann hat man vermutlich einen Granit vor sich. Ist das Gestein aber "eigenartig" verformt, dann hat man wohl eher einen Gneis vor  sich (also metamorphen Granit). Enthält der Granit nun sichtbare Mengen eines anderen Minerals oder eine Besonderheit steht das Mineral mal gerne vorne an. Bsp: Turmalinhaltiger Granit. Dann kann auch gerne mal ne Typlokalität davorstehen oder Lokalname. wie Brixner Granit.  Bozener Quarzporphyr wäre z.b. der Quarzreiche Porphyr um Bozen.
Das ist jetzt aber nur eine Schmalspurdefinition der Nomenklatur.

Also an sich eine recht schlüssige Nomenklatur. Damit kommt man recht weit.

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