Hallo,
ich hatte Anfang Juli die Findlingshalde im Tagebau Jänschwalde (Niederlausitz) besucht. Nach nicht langer Suche habe ich eine ca. 1m² großen Kalksteinplatte bergen können, die ich anschließend komplett zerlegt habe! Neben zahlreichen Gastropoden (siehe Bilder 1-6), ein paar Brachiopoben und Pygidien war auch ein recht gut erhaltener Graptolith (ca. 7 cm; freipräpariert) dabei. Dieser gehört zur Familie der Diplograptidae, das Rhabdosom besitzt hier zwei Thekenreihen. Die Thekenmündung (ca. 90° zur Achse) lässt auf die Gattung Glyptograptus schließen (Vergleich aus einem paläontologischen Lehrbuch). Verbreitung ist vom Ord.- bis Sil. Und hier liegt neben der Bestimmung das zweite wichtigere Problem: die geologische Einordnung!!!!!
Zum Kalkstein kann ich sagen, dass dieser am Fundort eine leicht grünliche Farbe, besonders an der Verwitterungsoberfläche aufwies. Leider habe ich davon kein Foto machen können. Vielleicht könnt ihr auch anhand der Gastropoden eine geologische Einordnung vornehmen.
Ich bin für jede Bestimmung und geologische Einordnung sehr dankbar!
grüße aus Cottbus
Mirco
P.S.: das Bild 7 ist durch ein Stereomik. aufgenommen. Dies soll nochmal den Aufbau des Grapt. verdeutlichen, falls es beim Bild 6 nicht so deutlich rüber kommt!