Hallo,
Würde mal von geringen Goldgehalten in den Sulfiden (Pyrit und Chalkopyrit) ausgehen. Ist in hydrothermalen Erzgängen des Variszikums nicht ungewöhnlich.
Es gibt zwei Deutungsmöglichkeiten dazu:
1) Der Goldgehalt ist damals tatsächlich nachgewiesen worden, was nicht unwahrscheinlich ist. Oft sind aber die angegebenen Goldgehalte dann maßlos überhöht.
2) Es handelt sich um eine Verleihung des Grubenfeldes auf Golderze. Dies kann durchaus geschehen sein, ohne dass jemals wirklich Gold gefördert wurde. allein der Verdacht reichte im Mittelalter durchaus aus, ein Bergwerk zu errichten. Später wurde dies dann von unkritschen Autoren übernommen und so aus vermuteten Goldvorkommen "reale" Goldvorkommen, auch wenn dort nie Gold gefunden wurde.
Die meisten heutzutage gemachten Goldnachweise sind in Bachsedimenten gemacht worden, nur wenige in Haldenerzen. Proben aus Bachsedimenten enthalten aber oftmals Gold, das entweder aus dem Deckgebirge stammt oder glazialen Ursprungs ist. Dieses Gold kann von weiter weg kommen. Lediglich ein Nachweis von Gold in unmittelbar aus dem Grubenbereich (Halde (hier nur eindeutig von der Grube stammende Stufen), Stollen, Tagebau) stammendem Gesein kann den Beweis erbringen.
Siderit hingegen halte ich für sehr wahrscheinlich. Geringe Carbonatführungen sind ja in vielen Gängen zugegen.
Glück Auf!
Smoeller