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Autor Thema: SEE-Mineral vom Ruoutevare-Pegmatit bei Jokkmokk, Nordschweden  (Gelesen 3519 mal)

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Offline guefz

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Hallo zusammen,

beim Aufarbeiten meiner Funde vom Sommer bin ich zur Zeit mit dem Material von einer Pegmatit-Grube am Ruoutevare bei Jokkmokk in Nordschweden beschäftigt (http://www.mindat.org/loc-10482.html). U. a. habe ich von dort einige Stücke mit radialstrahligen Gruppen von prismatischen weißen Kristallen gefunden. Die Kristalle sind meist um 2mm lang und recht dünn. Soweit ich es erkennen kann ist der Querschnitt rechteckig, Endflächen sind teilweise erkennbar (siehe Foto 1715-1). Die Farbe ist meist weiß, bei einigen leicht ins graue tendierend. Für Härtetest und Strichprobe leider zu klein. Was käme da in Frage?

Ich habe noch weitere Fotos von diesem Mineral und weiteren Funden auf http://www.strahlen.org/smf/index.php/topic,1266.0.html eingestellt (auch für Gäste). Kommentare zu meinen weiteren Vermutungen sind hier auch willkommen.

Des weiteren suche ich noch Literatur zu dieser Fundstelle. Das Buch von Wilke habe ich, hat jemand noch weiteres Infomaterial?
An der Uni Lulea gab es 1981 eine Arbeit dazu:

Dagbo, Evy; Martinsson, Olof: Ruoutevarepegmatiten Jokkmokk: en mineralogisk-geologisk undersökning

Hat hier jemand Zugang dazu?

bis denn

Günter

Offline smoeller

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Hallo,

Möglicherweise ist es nur Albit (Clevelandit), aber auch Bavenit möchte ich nicht ausschließen.

Glück Auf!
Smoeller

Offline guefz

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Hallo Sebastian,

Cleavelandite habe ich an einigen massiven Stücken einigermaßen sicher erkannt, kann der auch so radialstrahlig in anderem Feldspat vorkommen? Unter dem Bino sehen diese Strukturen im Gegensatz zum massiven Cleavelandit eher matt aus...

Günter

Offline Florian

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Hi,

das erste Bild - Mineral hier im Atlas würd ich so auf den ersten blick für einen Monazit halten - das radialstrahlige vielleicht auch in die richtung oder vielleicht xenotime oder so was .

Gruss Florian


Offline smoeller

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Hallo,

Würde bei dem 2. halt eher auf Be-Mineral als REE-Mineral tippen. Von der Kristallform und der Ausbildung her würde Bavenit gut passen.

Glück Auf!
Smoeller

Offline guefz

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@Florian:

Monazit habe ich als rot-braune Kristalle in diesem Material recht sicher identifizieren können. Das weiße wird dann wohl eher was anderes sein.

@Sebastian:

Das mit dem Be-Mineral muss ich nachher nochmal prüfen. Müsste es dann nicht auch Beryll oder ähnliches häufiger geben? Nach Auskunft eines lokalen Sammlers soll der nämlich sehr selten gefunden worden sein. Meine beiden blaugrünen Kristalle sind ja auch "nur" Apatit. Ich dachte bisher Bavenit sei ein Umwandlungsprodukt von Beryll oder verwechle ich da was?

Günter

Offline guefz

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Hallo,

ich habe nochmal zwei neue Fotos gemacht: einmal die große weiße Kristallspitze in Großformat und noch ein Foto von einem anderen Stück wo ich denke, dass es Xenotim ist (Ausschnitt eines etwa 1,5x1x0,5cm großen radialstrahligen Bündels). Wenn ich das vergleiche, finde ich den Gedanken von Florian, dass das weiße Material Xenotim sein könnte, gar nicht so schlecht. Den Bavenit halte ich für unwahrscheinlich, da er nach dem was ich heute noch gelesen habe, in Hohlräumen vorkommt, die hier aber nicht vorliegen. Alle weißen Kristalle waren/sind eingewachsen in Feldspat. Bei 1715 findet sich in der Umgebung des weißen Materials noch Fergusonit, Monazit, Magnetit und der allgegenwärtige Biotit-Glimmer.

Günter

Offline Uwe Kolitsch

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In den skandinav. Pegmatiten gibt es auch strahligen Zirkon.
Die Endflächen des eingewachsenen weißlichen Kristalls deuten allerdings auf was anderes.

Vielleicht kann Peter Andresen auf mindat helfen.

Offline guefz

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Hallo Uwe,

danke für die Hinweise,

In den skandinav. Pegmatiten gibt es auch strahligen Zirkon.
Die Endflächen des eingewachsenen weißlichen Kristalls deuten allerdings auf was anderes.

das mit dem strahligen Zirkon war mir bisher unbekannt. Bei den braunen Kristallen kann ich aber mit einem Messer mühsam Ritzspuren hinterlassen, was bei Zirkon eigentlich nicht der Fall sein dürfte. Die weißlichen Kristalle sind leider zu klein für einen Härtetest mit meinen Mitteln.

Vielleicht kann Peter Andresen auf mindat helfen.

Zur Zeit versuche ich einen der Autoren der von mir gesuchten Literaturquelle zu kontaktieren, Olof Martinsson scheint noch an der Uni in Luleå zu sein. Falls das nicht klappt, werde ich es mal auf mindat versuchen.

Günter

 

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[erledigte Bestimmungen / completed determinations] Re: Koslenz ??? / FO nicht zuordenbar von Bruno80090 07 Feb 26, 18:29