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Pyknit - Altenberg / Sachs.
-M-:
Hallo,
hätte da mal, ´ne Frage :
Bin bei Recherchen zum Thema - Pyknit ( im Sinne von Topas-Varietät ), von Altenberg über offensichtlich stark umstrittene
Entstehungs - thesen "gestolpert", und frage mich nun also, was eigentlich die zur Zeit am weitesten akzeptierte oder mglw.
sogar mittlerweile "bewiesene" Meinung in Fachkreisen dazu ist.
Außerdem fiel mir auf, daß nirgends die kräftig - dkl.-roten - gelben Exemplare erwähnt werden ... sind diese vielleicht gar nicht
als Pyknit zu bezeichnen - oder nur teilweise... ( gibt es Mischkristallbldg. Topas-Feldspat ? ) - die stark Richtungs- und "Stellen-"
abhängige Härte wäre vielleicht ein Indiez dafür ... ( gibt es Analysen ? )
Hinweise zu guter Literatur zu dem Thema sind sehr willkommen ... Gruß -M-
Uwe E:
Hallo,
ein Literaturhinweis:
Bergbau in Sachsen Band 9, "Bergbaumonographie Altenberg", Sächsisches Landesamt für Umwelt und Geologie (http://www.umwelt.sachsen.de/de/wu/umwelt/lfug/lfug-internet/veroeffentlichungen_2312.html)
Ich habe diese Veröffentlichung da - müsste bestimmt etwas drin stehen - ich schaue mal nach.
Glück Auf!
Uwe
smoeller:
Hallo,
Mischkristallbildung Topas-Feldspat geht nicht. Sowohl vom Kristallsystem als auch von der chemischen Zusammensetzung her sind beide Mineralien zu unterschiedlich. Es handelt sich vielmehr um eine Reaktion von Kalifeldspat mit pneumatolytischen Fluiden, insbesondere HF. Dabei wird Fluor zugeführt und Kalium abgeführt. Das Kalium wird meist in neu gebildete Glimmer (Zinnwaldit, Muskovit, Protolithionit) eingebaut, die den Topas begleiten. Solche "Topasierung" findest du in vielen Zinnlagerstätten Sachsens. Am einrucksvollsten sind in dem Zusammenhang die Pseudomorphosen von Topas, Quarz und Muskovit bzw. Quarz und Muskovit aus dem Quarzporphyr im Schneckensteingebiet (Muldenberg). Hier ist die äußere Form noch voll erhalten. Im Gegensatz zu den Altenberger Pegmatiten, bei denen die Fluide das gesamte Gestein umgewandelt haben.
Glück Auf!
Smoeller
-M-:
@ Smoeller -
Hallo,
so weit - so gut, aber wie sieht es jetzt mit den dunkelrot-gelben Varianten aus, sind dir diese bekannt, und
wie sind die einzuordnen ? Mir scheint, die sind nicht nur von der Farbe, sondern evtl. auch von der xx-Ausbldg.
her ( nach oben bzw. unten hin stark verjüngt , und ohne, bzw. nur gelegentlich-, in größeren Abständen auftretende
Durchbrechung von Glimmer - Schichten ) nicht identisch, aber andererseits doch ähnlich genug, ( vom Ge-
samterscheinungsbild sowie der dickstengl. xx-Ausbld., sowie der Verw. mit Glimmer und Quarz ) um sie zumindest
in enger Beziehung sehen zu müssen. Wird also vielleicht eine Vorphase oder eine durch geringfügig andere Be-
dingungen - unvollständige Umwandlung selben Ursprungs sein ... ? ( die xx sind m.M.n. eher K-Feldspat als Topas
oder eben irgendwie beides, aber daß geht ja nicht - also dann K-Feldspat )
Wäre schöne, wenn du mir ein bischen mehr Licht ins Dunkle schicken könntest - Gruß -M-
-M-:
@ Uwe E -
Hallo, und danke für den Tip - ich werde mal selber nachschauen.
Gruß -M-
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