Arbeitsmittel / Means for work > Schneiden, Spalten, Schleifen, Polieren / Cutting, Grinding, Polishing
Eigenbau Steinesägen
Saxifragus:
Hallo Psaronius
Ich möcht einen kleinen Hinweisbeisteuern, der die Motorleistung betrifft.
Ich selbst habe den Versuch, eine Säge zu bauen, abgebrochen, obwohl ich schon weit fortgeschritten war und etliches Geld ausgegeben hatte.
Angepeilt hatte ich einen große Schnitttiefe von knapp 200 mm, eine 500 er Diamantscheibe hatte ich schon gekauft, eine Lagerwelle drehen lassen und auch Lagerböcke besorgt. Geplanter Antrieb: 2KW an Normalstrom 230 V.
Der Grund für den Abbruch war schlicht der, daß ich Gelegenheit hatte, an einer Industriemaschine die praktische Wirkung von 3 KW ausgiebig zu testen. Offen gestanden war ich fassungslos, wie viel Leistung eine Maschine braucht, die ordentlich was wegbeißen soll. (Wenn ich schon säge, dann gleich etliche Eimer voll Proben und viele davon nicht eben ganz klein.)
An einer CLIPPER mit 300er Scheibe (geschlitzes Blatt) habe ich keine großen Probleme gehabt, die Maschine zum STEHEN zu bekommen. Dicken Stein rein, kräftig drücken und schon ist die Leistungsgrenze erreicht. Wohl gemerkt: Mit 3 KW Drehstrom!
Wenn Du also etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen. Es sei denn, die Sägeschwindigkeit ist unerheblich und sehr langsamer Vortrieb stört Dich nicht.
An einem normalen Haushaltsanschluß (230 V) ist die Leistungsaufnahme vermutlich bei 2 KW beendet - beim Anlaufen zieht der Motor ja ganz erheblich viel mehr Strom als im Dauerlauf.
Den passenden Motor mit 2 KW habe ich übrigens noch rumstehen (Anschluß für Keilriemen). Wer Interesse hat, möge sich melden. Allerdings ist das Ding schwer. Allein der Versand kostet schon einiges.
Saxifragus
Psaronius:
Hallo Saxifragus,
danke für Deine Hinweise. Habe auch bloß einen normalen Lichtstrom-Haushaltsanschluß.
Habe ja bei anderen Sammlern schon Eigenbau-Sägen gesehen. Meist haben die Motoren mit 1 - 2 KW,
das Blatt läuft dann relativ langsam, was aber für die Schnittqualität günstig sein soll.
Ich denke auch nur an eine max. Schnitthöhe bis 10 cm.
HAst Du von Deinen "Sägebau-Vorhaben" noch Teile zum Abgeben ?
Wäre eventuell interessiert...
Gruß
Psaronius
caliastos:
also ich habe mich an einem waschmaschinenmoter vergangen. der geht an sich recht gut, sofern das blatt nicht zu heiß wird oder verkantet. eher bleibt dir antriebswelle stehen, weil der der keilriemen sie nicht mehr mitnehmen kann.
minuwe:
Hallo,
--- Zitat ---etwas im Bereich von 300 mm Scheibendurchmesser baust, sollte die Leistung so ungefähr bei 2-3 KW liegen
--- Ende Zitat ---
Sehe ich auch so. Es ist natürlich schade, wenn kein Drehstromanschluss zur Verfügung steht, aber bei 230V hat man die Freudengrenze mit einem 300er Blatt überschritten und muss erhebliche Zugeständnisse an die Zeit machen, die ja bekanntlich in der Leistung drinnesteckt. Oder man schneidet mit segmentiertem Blatt, was aber die Schnittqualität vermutlich herabsetzt. Nimmt man wg. Lichtstrom nur ein 220ger Blatt, bliebe eine Schnitttiefe von etwa 75mm. Der Flansch sollte im Verhältnis zum Blattdurchmesser größer sein, als bei einer Kreissäge, da die Scheibe wegen höherer Wärmeentwicklung besser plan gehalten werden muss.
Bei einer Maschine wie auf dem Bild von "trommeln" kann man mit dem Stück bis an den Flansch schwenken. Liegt die Welle unter einem Tisch, verliert man zusätzlich Schnitttiefe um die Dicke des Tisches. Schnitttiefe bei Dicke Tisch von 10 mm (Stahl) hier also nur 65 mm. Man kann ggf. an der Stelle, wo der Flansch den Tisch berührt, den Tisch bis auf 4 mm aussparen, Schnittiefe dann 71 mm.
Persönlich würde ich die Konstruktion wie Bild von "trommeln" vorziehen, da dies eine einfache, stabile und führungsgenaue Bauart ist. Hier kommt es lediglich auf ein genaues, das heißt ausreichend breites Schwenklager das Haltestockes an. Da wird man beim Schrotthändler seines Vertrauens sicher fündig. Die Schwenkachse muss auf 0,02 mm genau parallel zur Drehachse des Motors ausgerichtet sein, was kein Hexenwerk ist. Und: je schwerer das Gestell, um so besser, wegen der Vibrationen.
Glück Auf
Uwe
schleifer:
Hallo
Ich habe genau diese Säge, die "trommeln" abgebildet hat. Gekauft vor 15 Jahren in Idar-Oberstein. Läuft mit 220 V und einem 350 mm Blatt. Hatte bisher noch nie Probleme. Baue im Moment allerdings noch eine mit Tisch für eine 200 mm Scheibe.
Gruß Robert
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