Prionace CANTOR 1849
Synonyme:
Squalus LINNAEUS 1758
Glyphis LINNE 1758
Cynocephalus WALBAUM 1792
Prionodon MÜLLER & HENLE 1841
Allgemeines:
Der Blauhai Prionace glauca (LINNAEAUS,1758) ist ein der ganz wenigen größeren Haiarten die man mit viel Glück als Sommergast auch an den Südküsten
Großbritanniens und Irlands aber auch in der Nordsee,im Skagerrak sowie in den norwegischen Gewässern antreffen kann.Auch im Mittelmeer ,wo allerdings
der Bestand schon fast zusammen gebrochen ist.Sein weltweites Vorkommen täuscht eine Häufigkeit vor ,die schon lange nicht mehr vorhanden ist!
Aufgrund alljährlicher Wanderungen,im Sommer Nordwärts-(Nordsee), im Winter Südwärtswanderungen (bis Südamerika) aber auch sein Verhalten Schwärme
seiner Beutetiere zu folgen ,wird eine Population auf kleinsten Gebiet konzentriert.Was zu falschen Bestandsergebnissen in der Vergangenheit führte.Mittlerweile
gehört der Blauhai wie fast alle Haiarten zu den in ihren Bestand sehr gefährdeten Arten.Wie die meisten großen pelagischen Haie frißt er praktisch alles ,Dwas er
bewältigen kann:Knochenfische,Haie,Rochen,Schnecken,Krebse,Aas,sogar Schildkröten,Seeschlangen,Seevögel und Meeresäuger.Mit einer Größe bis ca. 4 Meter
wird er auch für den Menschen als gefährlich eingestuft.Einige Angriffe auf Schwimmer wie auf Boote sind verbürgt.Bei den Blauhaien ist es üblich,daß die Männchen
während der Paarungszeit sich in die Weibchen verbeißen,alls Anpassung haben die Weibchen eine dreimal dickere Haut wie die Männchen.Die Zahl der Jungen dieser
viviparen Art schwankt zwischen 4 und 63,je nach Größe und Alter des Weibchens.Blauhaie haben eine Größe von ca.50 cm bei der Geburt.
Evolution:
Die Gattung Prionace (CANTOR,1849) mit der einzigen bekannten Art Prionace glauca (LINNAEUS,1758) ist geologisch gesehen eine sehr junge Gruppe. Die ersten
Zähne wurden im Pliozän von Chile,Mexiko,USA,und Italien gefunden.Sie sind nicht häufig,erklärbar durch bevorzugung des pelagischen Lebensraumes,wo kaum
Sedimentsablagerungen vorhanden sind.Die fossilen Zähne unterscheiden sich praktisch so gut wie garnicht von der rezenten Art.
Zahnbeschreibung:
Diese Gattung zeigt eine sehr unterschiedliche Bezahnung auf beiden Kiefernhälften.Die oberen Zähne (bis zu 2 cm hoch) sind flach und besitzen eine dreieckige Krone,
die breit an ihrer Basis und nach hinten gebogen ist,außer in den vorderen Reihen (dort ist sie aufrecht).Die äußere Seite ist sehr leicht konvex und weist keine basale
Wölbung auf. Die vordere Schneidekante ist lang,konvex und stark geriffelt.Die hintere Schneidekante ist gerade oder leicht konkav;sie wird stark konkav an der Stelle,wo
sie in den schrägen,geiffelten Schmelzausläufer übergeht.Die Wurzel ist recht flach,mit einer klaren Furche,die die basale Kante aus äußere Sicht breit einschneidet.
Die Wurzeläste sind gestreckt.Die untere Zähne haben eine schlankere,schärfere und dickere Spitze.Die äußere Seite ist gewölbt,speziell in den vorderen Reihen,wo die
Spitze aufgerichtet ist,und die leicht geriffelten Schneidekanten die Kronenbasis nicht erreichen.In den seitlichen Reihen ist die Krone nach hinten gebogen;die Schmelzausläufer
sind lang und tragen keine Schneidekanten.Die Wurzel ist dick,hat eine starke innere Wölbung und eine hohe äußere Seite.
Arten:
Prionace glauca (LINNAEUS,1758) Pliozän-rezent