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Autor Thema: MM aus dem Erzgebirge  (Gelesen 8199 mal)

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Offline smoeller

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #15 am: 28 Sep 07, 12:49 »
Hallo,

Würde auf den ersten Blick sagen: Gilbertit, eine Muskovit-Varietät. Ist im Bereich des Sauberges sehr häufig gewesen. Aluminit eher nicht. Allerdings ist das Foto sehr unscharf. Ein weiteres in Frage kommendes Mineral ist der Pitticit (ganomatit), der in der Silberpaagenese des Lorenz-Stehenden auftrat. Auch Skorodit oder ein anderes Arsenat will ich nicht ausschließen.

Glück Auf!
Smoeller

Offline uwe

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #16 am: 29 Sep 07, 15:41 »
Vergleiche mal Deine Stufe mit den zwei angehängten Bildern (sind leider auf die schnelle auczh nicht so scharf). E-dorf 1 ist Gilbertit und E-dorf 2 ist Calzit. Ansonsten folge ich dem Tip von Smoeller: Kuglige Krusten sind von erzgebirgischen Fundstellen sehr häufig Skorodit.

Gruß
Uwe

Offline Kerloc

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #17 am: 29 Sep 07, 18:35 »
hey danke für die posts!

ich habe noch mehr gefunden - ich werde mal ein bissl HCL drüberträufeln


Danke an alle
Kerloc

Offline -M-

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #18 am: 21 Nov 07, 03:53 »
Hallo,
gehe jede Wette ein, daß das organischer Natur ist ! ( Pilze, Flechten, Algen, oder so was )
Hab ich selber schon x-mal genau so gesehen ( v.a. an Halden-material ).

Die angebliche Ähnlichkeit mit den bisher vorgeschlagenen Mineralien
erscheint mir selbst unter Berücksichtigung der Bildqualität , überhaupt
nicht nachvollziehbar.

Gruß-M-


@Psaronius - Danke
« Letzte Änderung: 21 Nov 07, 05:14 von -M- »

Offline Kerloc

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #19 am: 21 Nov 07, 15:33 »
hi -M- ,
müsste sich dann nicht im Laufe der Zeit etwas verändern? Organisches Material müsste doch austrocknen oder anderweitig zerstört werden oder liege ich da ganz falsch?

Achso bevor ich es vergesse - HCL Probe war negativ - auch da wundert es mich das sich organisches Material halten kann.

Grüßle
Martin

Offline stollentroll

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #20 am: 21 Nov 07, 15:56 »
Ich würde -M- zustimmen, es sieht sehr nach etwas organischem aus. Bei Flechten trocknet nicht viel aus, die sehen auch noch nach Jahrzehnten so aus.
Wieviel prozentig war denn die HCl ?

Glück Auf
der Stollentroll

Offline -M-

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #21 am: 21 Nov 07, 16:48 »
Hallo Kerloc,
 Auch wenn du da grundsätzlich durchaus nicht ganz falsch liegst :
  wie Stollentroll ja gerade auch bemerkte, bei Flechten und ähnlichem, kann man mitunter selbst nach  Jahrzehnten - äußerlich
  keine Unterschiede feststellen - ich meine sogar, daß man rein äußerlich kaum erkennen kann, ob sie überhaupt noch belebt sind,
  oder vielleicht  sogar nur  noch Relilkte darstellen, die allerdings durchaus noch "vital" aussehen.
 
 Sollte ich mich wirklich täuschen, müßtest du allerdings mal ein paar Indizien liefern, die deine Vermutung evtl. bestätigen -
 ich würde dir raten, das "Zeug" mal unter nem Bino - oder wenigstens einer einigermaßen stark vergrößernden Lupe -
 etwas näher zu untersuchen. Vor allem in Hinsicht auf Härte, Bruchverhalten und Tenazität ... und bei der Gelegenheit, nimm
 dann einfach mal eine kleine Bruchmasse davon auf eine Nadelspitze und halt ein Feuerzeug darunter - wird mit aller
 Wahrscheinlichkeit verkohlen.
 Das Testen mit HCl - halte ich bei dem Stand der Untersuchung erstmal noch nicht für übermäßig aussagekräftig.
 
 Neugier ist immer ein guter Lehrer - in so fern - bin ich gespannt auf deine Resultate .  Gruß-M-

Offline minuwe

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #22 am: 21 Nov 07, 17:32 »
Falls nicht organisch, käme vom optischen her auch Baryt in Frage. Der tritt durchaus so auf, ob im Sauberg, weiß ich nicht.

Barytsplitter in der Flamme --> gelbgrüne Flammfarbe.

Glück Auf
Uwe

Offline Kerloc

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #23 am: 21 Nov 07, 19:38 »
@stollentroll
Die HCL Lsg ist 10 %ig

Also , ich habe mir ne Zirkelspitze genommen und ein bissl gestochert. Überraschend war die Härte die ich so bei 4 bis 5 auf der Härteskala einordnen würde. Was mir dann aber aufgefallen ist ist das wenn ich die Oberfläche durchstoßen habe das Material nachgibt (als wenn man einen Schwamm durchstechen wolle).

Ich stelle einfach mal ne These auf:
Es handelt sich in der Tat um eine Flechte die ausgetrocknet ist und dadurch steinhart geworden ist.

Trotzdem wundert mich das das HCL es nicht weggeätzt hat.

Grüßle
Martin

Offline Goldi85

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #24 am: 21 Nov 07, 19:46 »
Hallo,

ist schon möglich. HCl ist bei organischen Rückständen alles Andere als ein Wundermittel :-\. Vieles löst sich erst bei höherer Konzentration, höherer Temperatur oder nach längerer Zeit.

Gruß  Daniel

Offline minuwe

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Re: MM aus dem Erzgebirge
« Antwort #25 am: 21 Nov 07, 19:55 »
Na, Mohs 4- 5 erreicht dürres Pflanzenmaterial aber nicht. Würde, wie -M- schon vorschlug, mal eine Feuerprobe machen, aber nicht in einer Kerze, die rußt so sehr, dass man denken könnte, das Material ist angekohlt. Gasflamme!

Die Spitze sticht durch, weil das Aggregat tatsächlich, wie auf dem Anbruch im Bild erkennbar, eine hohl- blasige, fast schaumartige Struktur hat.

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 22 Nov 07, 16:53 von minuwe »

 

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