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Autor Thema: Toxizität von Mineralien  (Gelesen 8751 mal)

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Offline torunta

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Toxizität von Mineralien
« am: 13 Nov 07, 13:04 »
 :D Hallo liebe Leute!!!
Hab wiedermal eine Frage.
Da einige Mineralien bekannterweise toxisch sind wollte ich mal nachfragen wie das so genau ist.
Wenn ich z.B. Arsenopyrit oder Antimonit (Stibnit) in der Sammling habe muss ich da auf etwas achten, ist schon das angreifen mit bloßer Hand nicht so optimal oder wirken die erst beim verschlucken giftig. :-\
Es stehen naemlich auch einige Mineralien offen in meinem Schlafzimmer rum.
Bei radioaktiven Stücken ist das nicht so Optimal aber wie ist bei diesen Stücken.

Zitat(aus dem Mineralienportrait Stibnit):
Antimon, welches mit Arsen verwandt ist, ist zehnfach giftiger als Blei. Wenngleich über Arsen und Blei alles bekannt ist, sind bisher jedoch keine ausreichenden Erkenntnisse zur Toxizität des Antimon vorhanden.

Schon mal Danke im Voraus fuer eure Antworten!!

Lg Jan  8)


 

Offline giantcrystal

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #1 am: 13 Nov 07, 13:20 »
Hallo aus Mittelfranken

dieses Thema hatten wir schon öfter im Forum, such einfach mal mit der Suchfunktion.

Meine persönliche Meinung hierzu : Jeder Mineraliensammler sollte sich darüber im Klaren sein, das er mit zahlreichen toxischen Verbindungen hantiert, wobei die Sulfide wegen ihrer geringen Löslichkeit meistens ziemlich unbedenklich sind. Aber was z.B. Sulfate, Chromate (Krokoit !) und Arsenate anbelangt,. so sollte man dort schon die notwendige Vorsicht walten lassen.

Soll heißen : Die Stufen nicht mit Lebensmitteln in Berührung bringen, nach dem Anfassen die Hände waschen und eventuell die Stufen eindosen. Daruf achten, das man keine mineralischen Stäube einatmet ! Auch ist die Einrichtung eines eigenen Sammlungsraumes zu empfehlen.

Glück Auf

Thomas
« Letzte Änderung: 13 Nov 07, 15:04 von giantcrystal »

Offline trommeln

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #2 am: 13 Nov 07, 13:24 »
Schmir dir mal Cayenne-Pfeffer oder Senf  oder Knoblauch unter den Nagel.. wasche die Hände.. wie lange geht es, bis du den Finger im Mund hast (oder in der Nase) und es doch noch spürst? Ich bin immer wieder überrascht, wie oft und schnell ich mit den Fingern im Gesicht bin...

Offline Hg

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #3 am: 13 Nov 07, 13:28 »
Hallo,
schau doch mal hier:
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Toxizit%E4t
Ist zwar nur eine kleine exemplarische Auswahl, aber besser als nix  ;)
Gruß
Andreas

Offline caliastos

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #4 am: 13 Nov 07, 13:37 »
auch gilt: die dosis macht das gift. gibt schöne beispiele, wo eine frau versucht hat ihren mann mit arsen um die ecke zu bringen, als nach mehr als nem jahr arsengabe nix passierte, stellte sie das ein und der man starb, weil er das arsen nicht mehr bekam. verrückt, aber möglich.

bei verbindungen mit giftigen metallen, gerne fälschlicherweise als schwermetalle bezeichnet, sollte man sich halt die hände waschen. also z.b. wenn blei, chrom, nickel, arsen, antimon usw. drinnen ist.

Offline torunta

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #5 am: 13 Nov 07, 17:58 »
Hallo erstmals und Danke für die antworten!!!

muss einige meiner sachen aus dem schlafraum entfernen so wie es aussieht.
habe auch cerrusit, und eine schoene zinkblende drinnen gehabt....ist eher nicht so optimal wie es aussieht,  :( aber werd wohl nicht daran sterben, hoff ich zumindest ...
frage ist nur soll man die generell in eine verglaste vitrine stellen, oder koennen die ruhig frei herumstehen
schade ist find ich auch das man als laie beim kauf solcher stuecke nicht ueber solche eigenschaften informiert wird..


lg jan




Offline smoeller

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #6 am: 13 Nov 07, 18:35 »
Hallo,

Habe auch Cerussit und andere potentiell gefährliche Mineralien in meinem Zimmer gelagert. Alles halb so wild, solange man halt darauf achtet, dass man nicht unnötig Staub produziert und aufwirbelt und sich vor dem Essen und Trinken die Hände wäscht. Die Einnahme tödlicher Dosen der meisten Minerale müsste schon eher gewollt als versehentlich sein. Eine Ausnahme bilden sicher stark giftige (und leicht wasserlösliche) oder radioaktive Minerale. Die sollte man schon gesondert verpacken. Eine Möglichkeit, wenn man eher kleine Stücke hat, ist, diese in durchsichtigen Plastikdosen (gibts in jedem Mineralienhandel, zur Not tuns auch erstmal Plastikverpackungen oder Clipbeutel) zu verpacken.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Hg

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #7 am: 13 Nov 07, 18:41 »
Hallo,
also so wild ist das mit Zinkblende dann doch nicht. Wie gesagt, man soll eben nicht an den Stücken herumlutschen. Besonders Quecksilber sollte man sehr gut abkapseln.

Zitat
schade ist find ich auch das man als laie beim kauf solcher stuecke nicht ueber solche eigenschaften informiert wird..
Es gibt durchaus auch Händler, die gezüchtete Chromalaune oder K2Cr2O7 verkaufen und nicht von der etwas höher einzuschätzenden Toxizität erzählen  ::)

Gruß
Andreas

Offline torunta

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #8 am: 13 Nov 07, 19:19 »


Zitat
also so wild ist das mit Zinkblende dann doch nicht

also eher halb so schlimm, oder was...? hab nur wo gelesen das cd -s abgibt und das kanzerogen wirken sollte!!!
aber die menge wird dann wohl nicht so beträchtlich sein.

versteht mich nicht falsch, hab jetzt keine panik oder so, nur ist es ein wenig unangenehm wenn man einige wochen nach dem kauf auf solche sachen stößt, andernfalls kann man schon im vornherein die richtigen maßnahmen treffen.

aber am besten ist es wohl sich noch ein gutes buch zu kaufen und sich selbst zu informieren bevor man/oder unmittelbar nachdem man sich die guten stuecke kauft, damit man sie auch richtig  handhabt  ;D

lg jan

Offline caliastos

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #9 am: 13 Nov 07, 20:13 »
warum muß man darüber informieren? so viele "kontakrgiftminerale" gibt es nicht. von ab und an anfassen nimmt man keinen schaden. und an sich muß ich sagen, man sollte schon in etwa wissen was man kauft. unbekannt ist nie ohne risiko.

hab auch cerrusit, zinkblende, bleiglanz, chromerz und co offen stehen. fasse auch ohne handschuhe an. händewaschen und nicht herumlutschen reicht.

nur mit erythrin und auripigment  bin ich vorsichtiger. mit blanken händen fasse ich die nicht an. stehen zudem auch in nem schrank drinnen.

mein quecksilber (flüssige perken) auf zinnober ist zudem in einer dose und der chrysotil doppelt gedost. radioaktive minerale sammel ich nicht. aber granit strahlt auch ordentlich

das ganze ist auch in einem zimmer mit bett und couch, also von daher.

so schlimm is das nicht.

Offline smoeller

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #10 am: 13 Nov 07, 20:24 »
Hallo,

@torunta: Cd in Zinkblende ist problemlos, da Cd in Gegenwart von S immer zu CdS reagiert, das selbst unter den Bedingungen im Magen unlöslich ist.

Glück Auf!
Smoeller

Offline torunta

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #11 am: 13 Nov 07, 20:35 »
.....na gut dann bin ich beruhigt  ;)

danke euch allen

lg jan

Offline dorian

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #12 am: 17 Nov 07, 16:52 »
Hallo,  :)
Was ist denn an erythrin so giftig?
ciao :-*
Dorian

Offline Hg

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #13 am: 17 Nov 07, 17:26 »
Zitat
Was ist denn an erythrin so giftig?

eingeatmete Stäube von Co-Salzen sind krebserregend

Offline dorian

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Re: Toxizität von Mineralien
« Antwort #14 am: 17 Nov 07, 17:32 »
Danke! :)