Ich halte diese und andere Diskusssionen in diesem Forum über die Preise von Mineralien für wenig sinnvoll.
Hallo Uwe,
ich denke da anders!
Nur vorweg, ich spreche über Sammler und Liebhaber, nicht über Esotheriker und anderes Volk.
Ich glaube, daß gerade solche Preisdiskussionen den Sinn für faire gute Preise schärfen und dem ewigen Abgezocke Einhalt gebieten. Wie anders, als durch Diskussionen soll einem "Narr" klar gemacht werden, daß er ein Narr wäre wenn er xxx zum Preis von yyy kaufen würde.
Ich sage nicht, daß der Preis für eine Stufe dieses oder jenes sein muss, sondern ich sage, daß zur waren "Wertfindung" viele Faktoren berücksichtigt werden müssen. Und wie bitte soll man das ohne Diskussion machen?
Wer einen völlig überteuerten Antimonit aus China kauft, kauft Ihn nicht um die armen armen Mineure in China zu unterstützen, sondern weil er ihn haben will. Und wer das Mineraliengeschäft kennt, weis, daß von dem Geld was hier bezahlt wird so gut wie nichts im Ursprungsland bei den Mineuren ankommt.
Warum also die Gewinne der Zwischenhändler bezahlen? Weil es entweder nicht anders geht, oder man eben lange lange nach einem preiswerten Angebotsuchen muss. Und das entspricht nicht dem Zeitgeist, also "alles schnell haben zu wollen". Diese "alles schnell haben zu wollen" erzeugt auch hohe Preise für geringe Qualität, wenn es viele gleichzeitig tun.
Unter Anderem genau hier sollten Diskussionen angreifen, also den echten Wert zu ermitteln zu versuchen.
Es gilt eben seit jeher und vermutlich bis in alle Ewigkeit: "Ein Stein ist soviel wert, wie ein Narr dafür auszugeben bereit ist."
Ist es nicht primäres Anliegen dieses Forums, Narren aufzuklären?
Ich sehen in solchen Diskussionen immer wieder die "Was-interressiert-mich-der-Preis"-Fraktion auf die "Geiz-ist-geil"-Generation prallen. Beides ist so falsch wie nur irgendwas. Trotzdem zeigt sich bei derartigen Diskussionen wie der Markt agiert und reagiert.
Wird einem das bewusst, sieht man, was an seinen Mineralien einen tatsächlichen Wert darstellt und was nur "Liebhaberwerte" sind. Bei Liebhaberwerten stimme ich deinem Satz zu: "Der Stein ist wert, was jemand dafür aus Liebhaberrei bezahlen will". Bei üblicher Handelsware aber, gelten die Marktgesetze, also auch die Marktpreise. Und wenn die zu hoch sind, dann darf man durchaus darüber diskutieren.
Noch etwas in Allgemeinen, also nicht an Uwe gerichtet:
Ich halte im übrigen die Verweise auf die hungernde Reisbauernschaft oder die armen Marrokaner in Preisdiskussionen für ziemlich daneben, denn wer macht sich schon Gedanken darüber, wenn er seinen neuen Laptop zum Schnäppchenpreis kauft oder die 10Kg-Kiste marrokanische Apfelsinen für 5 Euro bei Aldi abschleppt!
Glück auf
Ulrich