Hi Leute,
Also wenn jemand eine Wittichener Stufe für mehrere Tausen Euro kauft, bin ich völlig ruhig. Soetwas hat seinen Preis, keine Frage.
Es treibt mir aber die Zornesröte ins Gesicht, wenn ich sehe wie Leute, die nicht einmal den Mineralnamen schreiben können, für Massen-Handelsware aus dem Billigsegment unglaubliche Preise verlangen. Genauso packe ich mich an den Kopf wenn eine Stufe für 150Euro einfach so auf den Tisch geknallt wird und mitten im Dreck der anderen Kandidaten liegt. Wem soetwas 150Euro wert ist, der passt auf sein Stück besser auf, die anderen wollen Abzocken.
Was mich immer wundert ist die Rückkopplung zwischen auf dem Börsen gesehenen Preisen und dem eigenen Bestand.
"Booo ey, der Arsenbrackebuschit von der Clara kostet 50 Euro, da ist meiner doch genausoviel wert. " Richtig, wenn man ihn denn verkauft. Wir kennen das doch fast alle: Bietet Unsereiner einen Arsenbrackebuschit an, bekommt er höchstens einige Euro dafür. Das treibt einen an die Decke, keine Frage.
Aber betrachtet man das Problem mal realistisch, muss man eingestehen, daß es zwei Mineralienmärkte gibt. Den einen offiziellen, mit all seinen Risiken, Steuern und Abgaben und einen inoffiziellen, also den der echten Sammler untereinander. Letzterer hat, soweit ich das beurteilen kann, noch niemanden geschadet. Wer hier fair verhandelt, bekommt Mineralien zu einem erstaunlich günstigen Preis. Das heist aber auch, sich umschauen, sich über den Wert des gesuchten klar zu sein und marokkanische Basarallüren sollten auch aussen vor bleiben.
Wenn man also jetzt hingeht, und einen wirklcih fairen Preis, z.B. im Bieteboard offeriert, wird man sich wundern: keiner hat Interesse. Es ist einfach in den Köpfen, daß jeder nur abzocken will und jedes billige Angebot muss Mist sein...denn auf den Börsen kostet das ja das 5fache!
Ich denke dagegen sollte man anreden, nicht gegen die Narren auf Börsen die glauben ihren Schrott noch verkaufen zu können...oder die die meinen es unbedingt haben zu wollen.
Glück auf
Ulrich