1)
naja, sagen wir es so. du willst mineral xy lösen. dummerweise hat man aber garantiert mehr als nur 2 minerale in einem erz. ganz dumm ist es dann noch, daß minerale, die erzminerale sich ziemlich ähnlich auch noch verhalten. eine selektive lösung ist für den heimanwender nahezu unmöglich. nehmen wir mal silikate. du willst ein silikatisches erz aus einem quarzgang herauslösen. dumm, daß du für den quarz schon was von der härte von flußsäure brauchst, dummerweise wird die dir aber das andere, gewünschte silikat auch gut anknabbern. das kommt recht oft vor. und ich bezweifel, daß du immer das resistenteste mineral freipräparieren willst. das frißt dir immer die schwächeren mit weg.
und wie Hg schon sagte, die mehrheit dessen, was als erz bekannt ist ist sulfidisch (auch wenn es viel mehr gibt, was von der definition her erz ist). und die sulfide sind fast allesamt dermaßen säureunverträglich, daß selektives ausätzen kompliziert wird. zudem wird man die nötigen stoffe nicht ohne weiteres bekommen oder die bedingungen anpassen können.
2)
theoretisch möglich, nur es gibt auch theoretisch eine unzahl von stoffen, die man testen könnten und mit vielen bedingungen kombinieren kann. blind experimentieren ist aber nicht ratsam. viele minerale lassen sich ja an sich gut und wässrigen und CO2-reichen lösungen auflösen. der haken dabei ist, druck und temperatur müssen dabei stimmen bzw. die zeit dazu bleiben. man hat leider recht wenig davon, wenn sich 3 von 5 mineralen in einem erz bei warmen HCL auflösen, wenn das zu erhaltende mineral darunter ist.
3)
was ich mit wechselwirkung meine ist: du denkst z.b. "super, mit säure a löse ich nun das mineral x auf und verschone mineral y. blöde nur, wenn mineral x und säure a eine substanz bilden, die das mineral y angreift. du würdest dann z.b. ein sulfid mit hcl weglösen wollen um dein traummineral freizulegen und dabei H2S erzeugen, welches aber nun dummerweise dein freizulegendes mineral angreift.