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Autor Thema: Steintrennmaschine  (Gelesen 7106 mal)

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Offline geologe

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Steintrennmaschine
« am: 16 Dec 07, 10:20 »
Hallo,

Ich habe mir auf verschiedenen Baumärkten Steintrennmaschinen angesehen. Da die Umdrehungszahlen sehr unterschiedlich waren bin ich nicht sicher was ich wählen soll. Welche Umdrehungszahl wäre für unsere Zwecke am günstigsten. Ich will damit Achate sowie Gesteine trennen.

Gruß

Jürgen

Offline trommeln

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #1 am: 16 Dec 07, 10:33 »
Da gibt es 2 Lösungen

1. Du kaufst einen einfachen Fliesenschneider und gibst die grösseren Stücke zu einem Spezialisten (Baugeschäft, Steinbearbeitungsgeschäft in deiner Nähe - ich hab ca. 5 davon hier... Grabsteinhändler sind auch ausgerüstet)

2. Du kaufst ein Mittelgerät von einigen hundert Euros womit du die Meisten deiner Steine sauber gesägt bekommst - hier wäre es eine Steintrennmaschine, die aber auch ein einseitig voll besetztes Blatt dazu hat, damit kannst du auch eine Fläche bearbeiten, ideal. Diese Maschine sollte in der Tourenzahl herabgesetzt werden können und ein recht grosses Blatt tragen können.

3. Du kaufst eine Profimaschine oder bastelst dir eine, - in der Schweiz wäre das über 1000 Euros und Sägeblätter je über 100E - dann kannst du alles selber schneiden

Offline geologe

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #2 am: 16 Dec 07, 10:45 »
Hallo trommeln,

Was ich mir alles kaufen kann war mir schon klar. Mich interessiert aber erst einmal die "ideale" Umdrehungszahl die für unsere Zwecke am besten wäre.


Gruß

Jürgen

Offline Lausitz

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #3 am: 16 Dec 07, 11:01 »
Das hatten wir doch kaum erst. Wer suchen kann, ist klar im vorteil ^^

http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,14986.0.html

Offline minuwe

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #4 am: 16 Dec 07, 11:23 »
Hallo Jürgen,

die ideale Drehzahl gibt es nicht. Die richtet sich nach dem Blattdurchmesser. Es geht also um die Schnittgeschwindigkeit oder die Umlaufgeschwindigkeit. Der Unterschied ist wesentlich. man muss also zuerst festlegen, welchen Blattdurchmesser man braucht (Schnitttiefe), danach ergibt sich je nach zu sägendem Material und dazugehöriger Schnittgeschwindigkeit die Drehzahl.

Also:
n = vc x 1000 : d : 3,14     

n...... Drehzahl (in 1/ min)
vc.....Schnittgeschwindigkeit (erforderliche bei Achat, in m/min)
d.......Blattdurchmesser (in mm)

Daraus erkennt man, dass vorher die Schnittgeschwindigkeit (bei Achat) bekannt sein muss.

Die Baumarktgeräte sind eigentlich unbrauchbar. Klapprig, schlecht verarbeitet, für Pflaster- und Plattenarbeiten konzipiert. Aber das war nicht die Frage.

Glück Auf
Uwe

Offline Donat

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #5 am: 16 Dec 07, 12:26 »
Einfacher:
      100ter  Durchmesser     Stärke  :0,2         ca.    2500
      200ter            "                          "        :0,65      ca.    1800
      300ter            "                          "        :0,65      ca.      800
      450ger          "                          "         :1,00      ca.     500

Gruß
Donat

Offline minuwe

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #6 am: 16 Dec 07, 12:58 »
Da muss man nicht rechnen  :D .

Allerdings tanzt die Drehzahl für das 200 er Blatt aus der Reihe. Während sich für das 100 er eine Schnittgeschwindigkeit von 785 m/min, für das 300 er 757, für das 450 er 706 m/min nach den obigen Drehzahlen ergeben, liegt sie beim 200 er bei 1130 m/min. Nimmt man den Durchschnitt der anderen 750 m/min, läge die Drehzahl für das 200 er Blatt bei 1200 statt 1800 m/min. Die Blattdicke hat auf die zu wählende Drehzahl  keinen Einfluss, jedoch kann eine höhere Vorschubgeschwindigkeit erzielt werden, je dünner das Blatt ist, solange es sich dabei nicht krümmt.

Donat, was meinst du mit "Stärke" das ist doch nicht die Blattdicke? Und funktioniert es mit diesen Drehzahlen auch, wenn man viel weiche Sachen wie Erzgangstücke zu sägen hat, ggf. mit anderen Blättern?

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 16 Dec 07, 13:02 von minuwe »

Offline Donat

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #7 am: 16 Dec 07, 14:17 »
Hallo minuwe
Zuerst mal,ich säge nur Achat und oder ähnliches Material.
Bin auch nicht der Kenner im Steine-sägen.Da gibt es wohl hier im Forum einige Schleifer die sich da gut auskennen.
Mit den Geschwindigkeiten meine ich nur Richtwerte,deswegen ca. Also ohne das einem das Blatt um die Ohren fliegt oder der Stein verbrennt. Vorausgesetzt man benutzt Kühlmittel ;D Langsamer ist natürlich besser. Aber wer findet schon eine Maschine die genau 785m/min oder gar 706m/min macht.
Muss zugeben das ich keine Säge mit diesen Durchmessern besitze.(Vielleicht jetzt um Weihnachten eine 300ter  :D )Meine jetzige Säge ist ein Fliesenschneider mit einem 200ter Blatt. Und Fliesenschneider haben etwa eine Umdrehungszahl von ca. 2200 bis 2800m/min.
Der Nachteil dabei ist eben das das Blatt viel von dem Kühlmittel mittransportiert.  8)
Mit der Stärke meinte ich schon die Blattdicke. So viel ich weiß sind das die gängigen Blattdicken für die Edelstein-bearbeitung.
Gruß
Donat

Offline minuwe

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #8 am: 16 Dec 07, 14:51 »
Zitat
Richtwerte
Schon klar, also um die 750 m/ min für Chalcedone. Allerdings ist es in der Metallbearbeitung so, dass die Schneidkörper schon eine gewisse Mindestschnittgeschwindigkeit brauchen, also bestimmt auch bei "Diamant sägt Stein".

Da ich auch mal meine Funde selbst trennen will, werde ich mich also an der von dir genannten ca. 750 m/min orientieren, aber eine Maschine mit der doppelten Drehzahl für weiche Sachen, runterschaltbar auf die Hälfte für die harten wählen. Dachte an Profigeräte aus Insolvenzen, eBay usw. Das sind schwere Konstruktionen, die wegen der dadurch bedingten geringeren Vibration ja entscheidend die teuren Blätter schonen. In dem anderen Thread ist auf trommeln's Bild der Tisch mindestens 15 mm dick.

Zitat
Mit der Stärke meinte ich schon die Blattdicke
Ach so, klar: in cm, dachte schon mm  :D .

Glück Auf
Uwe

Offline Donat

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #9 am: 16 Dec 07, 15:46 »
@minuwe
in der Metallindustrie ist wirklich eine Mindestschnittgeschwindigkeit wichtig.Genau so wie in der Holzbearbeitung. Langsam laufende Säge-Blätter
reißen das Material aus,oder stumpfen das Sägeblatt  sogar ab. Das liegt aber am Härtegrad. Wenn man zB.Metall (auch gehärtet) fallen lässt lässt,passiert nichts,(obwohl,ähhh.......Füße weg  :'( ) Wenn dann aber das Liebling-Mineral-Stück  :-X...ich möchte da gar nicht weiter ausholen.Peng :o D
Darum sollte man immer schön aufpassen das einem das nicht passiert ;D ;D ;D
Gruß
Donat

Offline Ralf

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Re: Steintrennmaschine
« Antwort #10 am: 17 Dec 07, 00:24 »
Nur als Ergänzung zum Drehzahlproblem. Es empfiehlt sich die Verwendung eines Frequenzumrichters. Damit kann man die Drehzahl stufenlos regulieren und auf unterschiedliche Blattdurchmesser einstellen.

Ralf

 

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