Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations

Pegmatit-Mineralien von Slobrekka, Iveland, Norwegen / Aeschynit-(Y), Gadolinit, etc.

(1/4) > >>

guefz:
Hallo,

ich habe diese Frage auch schon auf Strahlen.org gestellt, aber hier lesen ja auch noch andere Leute mit. Auf einem Stück aus Slobrekka, Iveland, Südnorwegen habe ich zwei Sorten Kristalle gefunden: braune Kristalle, die ich für Zirkon halte und eine Gruppe schwarzer Kristalle, die ich für Gadolinit halte. Im einzelnen:

Die braunen Kristalle sehen m.E. recht eindeutig nach tetragonalem System aus, wenn auch etwas verzerrt. Mit einem kleinen Kristall (2x1x1mm), der aus der Matrix herausgefallen war habe ich versucht einen Härtetest zu machen, was aber etwas schwierig ist, da ich bei so einem kleinen Stück mit der Pinzette nicht allzuviel Druck für eine Ritzprobe aufbringen kann bevor der Kristall zerbricht. Daher bin ich mir nicht sicher, ob Feldspat geritzt wird, Apatit scheint er zu ritzen und durch Fluorit geht er wie durch Butter. Mit diesem Ergebnis würde ich Xenotim ausschließen, der ja eine ähnliche Kristallform bilden kann und komme daher zu Zirkon, obwohl der in der Mindat-Liste nicht enthalten ist.

Bei der Gruppe schwarzer Kristalle gehe ich von den Kristallflächen des vorderen Kristalls aus. Die Winkel zwischen der Frontfläche und den ersten Seitenflächen ist deutlich sichtbar größer 90°, die weiteren Flächen haben wieder kleinere Winkel bezogen auf die Frontfläche, sind aber leider teilweise durch weitere Kristalle im Wachstum behindert worden oder durchdrungen worden und jetzt beschädigt. In den Bruchflächen erkennt man unter dem Bino und teilweise auch auf dem Foto braune Lichtreflexe. Es sieht so aus als wären die Kristalle im innern durchscheinend bis durchsichtig. Daher meine Vermutung, dass es sich hierbei um Gadolinit handeln könnte.

So, und jetzt eure Meinungen dazu...

Günter

smoeller:
Hallo,

Zumindest das von dir als Zirkon angesprochene Mineral zeigt Sprengsonnen in Quarz, so dass du von erhöhten Gehalten an U/Th ausgehen kannst. Daher käme Zirkon, der bis zu 18 % ThO2 einbauen kann, gut hin. Die Sonnen um das andere Mineral sind schwächer, daher sind Allanit, Euxenit, Samarskit, Polykras eher unwahrscheinlich, da dies reiche U/Th-Minerale sind. Gadolinit könnte von der xx-Form her sein.

Glück Auf!
Smoeller

guefz:
Hallo,

danke erst mal für die Zusatzinformationen. Ich habe hier auf einem anderen Stück noch eine interessante Kombination gefunden, leider ist der untere Teil nicht vollständig.

Günter

loismin:
Hallo Günter.

Wenn du eine Höhensonne ( Gesichtsbräuner) hast probier mal beim Gadolinit? ob er grün leuchtet.
Bei den alpinen ist das gut zu beobachten, ob das bei den norwegischen auch so ist kann ich nicht sagen
aber einen  Versuch wärs wert.
Und Zirkon leuchtet ja meist im UV !

Gruß
Loismin

guefz:
Hallo,

Kurzwellen-UV fehlt noch in meiner Ausrüstung, steht aber auf der Liste...

Günter

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

Zur normalen Ansicht wechseln