Mineralien / Minerals / Minerales > erledigte Bestimmungen / completed determinations
Pegmatit-Mineralien von Slobrekka, Iveland, Norwegen / Aeschynit-(Y), Gadolinit, etc.
-M-:
Hallo Günter,
Zitat: "...da ich bei so einem kleinen Stück mit der Pinzette nicht allzuviel Druck für eine Ritzprobe aufbringen kann bevor der Kristall zerbricht..."
Würde dazu eine möglichst glatte Fläche des zu ritzenden Materials benutzen, den zu prüfenden x auflegen, und mit einer anderen
relativ glatten Fläche ( möglichst härter ) drauf drücken + schieben. Ob der x dabei nun zerbricht, oder nicht spielt keine besonders
große Rolle ( jedenfalls nicht wenn es um Mohs-härte -grade geht )
Gruß -M-
guefz:
Wenn der zu untersuchende Kristall bei so einer "Schiebung" zerbricht, habe ich aber sicher auch Kratzer des Schiebe-Instruments, die ich nicht sicher von eventuellen Kratzern des zu untersuchenden Kristalls unterscheiden kann. Außerdem ist die Wahrscheinlichkeit recht hoch, dass ich bei 1mm Abstand zwischen Probefläche und Schiebe-Instrument auch ohne Zerbrechen des zu untersuchenden Kristalls Ritzspuren erhalte, die eben nicht von diesem Kristall stammen. Desweiteren habe ich bei dieser Methode flach aufeinanderliegende Flächen, die bei geringen Härteunterschieden wohl auch keine deutlich sichtbaren Ritzspuren erzeugen würden. Unterhalb einer gewissen Materialgröße funktioniert ein Mohshärtetest eben nicht mehr sonderlich gut.
Günter
minuwe:
Hallo Günter,
da hier ein Härtewert gut wäre, würde ich das mit der "Schiebung" mal machen. Allerdings sollte die Platte, die den Kristall anschiebt, sehr weich sein (Holz), so dass sich der Kristall in die Oberfläche des Holzes drückt und beim Schieben nicht wegschnappt. Außerdem ist so die Bruchgefahr gering, da das Holz den Kristall etwas umschließt. Ich sag mal, das Holz sollte so weich sein, dass der Kristall mit wenig Kraft hineingedrückt wird und etwa zu 50 % hervorschaut. Beim Hineindrücken sollte aber auch Holz (härter als das Schiebeholz) zum Gegendrücken genommen werden, sonst kann er schneller zerbrechen. Und wie du schon richtig bemerkst, natürlich mit einer scharfen Kante, nicht einer Fläche ritzen.
Glück Auf
Uwe
guefz:
Hallo,
die Idee mit dem Holz hört sich zwar gut an, geht aber mit meinem Kristall doch nicht so gut. Habe es gerade mal versucht und ein Stück Eichenholz genommen und dort eine kleine Kerbe hineingedrückt, sodass der Kristall eben zur Hälfte darin liegt und genau eine Kante hervorsteht. Dass Problem ist dann aber die Unebenheit der Proben aus meinem Härte-Set. Der Apatit ist ein ganz wildes Bruchstück mit nur wenigen glatten Teilflächen, die für diesen Versuch zu ungünstig liegen. Der Feldspat hat zwar eigentlich gute Spaltflächen, aber kleinere Unebenheiten sind immer noch vorhanden. Fazit: dieser Kristall ist für meine Möglichkeiten zu klein um eine exaktere Härteangabe zu machen. Wie schon vorher erwähnt, lässt sich mit dem Kristall in der Pinzette Fluorit problemlos ritzen und Apatit geht noch so geradeso ohne viel Druck auszuüben. Feldspat geht nicht mehr, aber das kann eben auch am mangelden Andruck liegen, ist also keine gesicherte Aussage. Ich habe als Vergleich mal getestet wie viel Andruckkraft ich brauche, um den Feldspat mit einer scharfen Quarzspitze zu ritzen, da bin ich mit der Pinzettenmethode noch weit von entfernt.
Günter
guefz:
Hallo,
noch ein Satz Fotos, alle 4 vom selben Stück: einmal Allanit, der mehr oder weniger stark in Bastnäsit umgewandelt ist (laut Beschreibungen auf mindat) und mehrere kleine Kristalle, die wohl Euxenit oder etwas ähnlich zusammengesetztes sein werden. Das dunkle derbe Material ist Magnetit.
Günter
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