Hallo,
ich habe diese Frage auch schon auf Strahlen.org gestellt, aber hier lesen ja auch noch andere Leute mit. Auf einem Stück aus Slobrekka, Iveland, Südnorwegen habe ich zwei Sorten Kristalle gefunden: braune Kristalle, die ich für Zirkon halte und eine Gruppe schwarzer Kristalle, die ich für Gadolinit halte. Im einzelnen:
Die braunen Kristalle sehen m.E. recht eindeutig nach tetragonalem System aus, wenn auch etwas verzerrt. Mit einem kleinen Kristall (2x1x1mm), der aus der Matrix herausgefallen war habe ich versucht einen Härtetest zu machen, was aber etwas schwierig ist, da ich bei so einem kleinen Stück mit der Pinzette nicht allzuviel Druck für eine Ritzprobe aufbringen kann bevor der Kristall zerbricht. Daher bin ich mir nicht sicher, ob Feldspat geritzt wird, Apatit scheint er zu ritzen und durch Fluorit geht er wie durch Butter. Mit diesem Ergebnis würde ich Xenotim ausschließen, der ja eine ähnliche Kristallform bilden kann und komme daher zu Zirkon, obwohl der in der Mindat-Liste nicht enthalten ist.
Bei der Gruppe schwarzer Kristalle gehe ich von den Kristallflächen des vorderen Kristalls aus. Die Winkel zwischen der Frontfläche und den ersten Seitenflächen ist deutlich sichtbar größer 90°, die weiteren Flächen haben wieder kleinere Winkel bezogen auf die Frontfläche, sind aber leider teilweise durch weitere Kristalle im Wachstum behindert worden oder durchdrungen worden und jetzt beschädigt. In den Bruchflächen erkennt man unter dem Bino und teilweise auch auf dem Foto braune Lichtreflexe. Es sieht so aus als wären die Kristalle im innern durchscheinend bis durchsichtig. Daher meine Vermutung, dass es sich hierbei um Gadolinit handeln könnte.
So, und jetzt eure Meinungen dazu...
Günter