Servus allerseits,
das auf dem Photo gezeigte Fundstueck stammt mit hoher Wahrscheinlichkeit von den Halden des auflaesssigen Bergbaues bei Chessy-les-Mines.
Derartige, besonders im feuchten Zustand recht huebsch anzuschauende, farbenfrohe Stuecke kommen in den Halden ab und an zu Tage. Es handelt dabei meist um eine poroese, grobkristalline, sandsteinartige Matrix, die oft nur oberflaechlich mit sek. Cu-Mineralen sowie Gips impraegniert ist.
Eine genaue Bestimmung der vorliegenden Minerale ist immer recht aufwendig - heisse Kandidaten sind natuerlich "kupferhaltige Sulfate", Gips, ... Malachit, Chrysokoll, Allophan etc. gibt es natuerlich auch. Smithsonit bzw. Cuprosmithsonit (s. Beitrag von Smoeller) aus Chessy kommt (zumindest meiner Erfahrung nach) in dieser Paragenese nicht vor.
(Cupro)smithsonit wird (eher selten) in relativ kleinen, zart apfelgruen gefaerbten Kristallen beim Aufschlagen von groesseren, massiven Gesteinsbrocken im ansonsten eher sandig/erdigen Haldenmaterial gefunden.
Carbonate lassen sich von Sulfaten und saeureempfindlichen Silikaten wie Chrysokoll mit einem einfachen Saeuretest unterscheiden ... da das Analysenmaterial nicht homogen ist, sind eindeutige Schlussfolgerungen meist nicht mit einem einzigen Test zu erhalten.
Glueck auf & mit den besten Wuenschen fuer eine erfolgreiche Saison 2008 !
Harald