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Gold aus Deutschland - Anfrage auf Mindat von Alfredo Petrov

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Conny3:
Hallo,

ich mache einmal mit Thüringen weiter. Ist auch hier im Lexikon beschrieben. Belegfunde von Berggold(auch etwas besser ) besitze ich von Steinheid.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%FCringen/Steinheid

Und bei Reichmannsdorf/(Saalfeld)

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Deutschland/Th%FCringen/Reichmannsdorf

weitere Fundstellen im Schwarzburger Sattel (Schwarzatal und Nebentäler), bei Greiz /Neumühle (früher),
im Th. Schiefergebirge (Seifenfunde) u.a.m. (Seifenfunde)


Der Conny

raritätenjäger:
Hallo,

Das von Herrn Petrov beschriebene Stück dürfte aus dem Thüringer Wald (Region Schwarzatal - Schiffskuppe) kommen. Da tritt das Gold in pyrit- und hämatitführenden Quarzgängen (Frauenbachquarzit) z.T. in Frauenbachschiefer auf. An der Schiffskuppe sind sogar Freigold xx bekannt. Gold gibt´s in Deutschland fundstellenbezogen in Massen. Korbach und Goldkronach wurde ja schon genannt. Ein weiteres wichtiges Goldvorkommen ist Tilkerode im Ostharz. Hier wurden auch Goldmünzen geprägt ("ex auro anhaltinum"). Da gabs auch mal nen Aufschluss Artikel neueren Datums. Münzprägungen gabs auch von Gold aus Rhein und Isar. Weitere, unergiebigere Flussvorkommen sind weit verbreitet (z.B. Elbe). Weiterhin befinden sich relativ "reiche" Goldvorkommen in der Göltzsch (nähe Reichenbach/Name!) sowie in der Roten Weißeritz im Spechtritzgrund westlich Pirna. Goldhaltig waren auch die Erze des Rammelsberges im Harz. Aus diesem Grunde findet sich Gold äußerst selten in gediegener Form in den Schlacken des Erzes (z.B. von der Juliushütte und der Frau Sophienhütte bei Goslar). Weitere Einzelfundorte sind Moschellandsberg/Rheinland-Pfalz (nur als Elektrum) und die Grube Clara. Sogar in den alten Kiesgruben um Berlin wurden Goldfunde gemacht, ahnliche winzigste Flitterchen fanden sich in Luckau/Brandenburg und Torgau/Sachsen. Das ist alles, was mir auf´n Plutz so zu Goldvorkommen in diesem unseren Lande einfällt.

Gruß
Andreas

stollentroll:
Und noch ein paar Vorkommen aus Sachsen:
Euba, Erzgebirge, Seifen am Eubabach. Gewinnung aus Seifen ab 1576 (FREIESLEBEN, 1846).
Schneeberg, Erzgebirge, Grube Wolfgang Maassen (FRENZEL, 1874).
Eibenstock, Erzgebirge, in Zinnseifen (FRENZEL, 1874).
Johanngeorgenstadt, Erzgebirge, der Schwarzwasser, dem Jugelbach und dem Pechhöfer Bach (CHARPENTIER, 1778). Aus Seifen am Oberen Rabenberg bis linsengroße Körner (FREIESLEBEN, 1846).
Steinbach, Erzgebirge, in Zinnseifen am Auersberg (CHARPENTIER, 1778).
Carlsfeld bei Johanngeorgenstadt, im Quarz vom Zinngang Spindel Morgengang (FRENZEL, 1874).
Herrnsdorf (Hermsdorf) bei Wolkenburg, in Seifen, im 16. Jahrhundert gewonnen (FREIESLEBEN, 1846).
In der Göltzsch bei Reichenbach, Mylau, Falkenstein u.a. (FREIESLEBEN, 1846).

Außerdem diverse Kleinvorkommen ....

CHARPENTIER, J.F.W. (1778): Mineralogische Geographie der Chursächsischen Lande.- Leipzig, Siegfried Lebrecht Crusius
FREIESLEBEN, J.C. (1843): Vom Vorkommen der Gold- und Quecksilbererze in Sachsen.- Magazin für die Oryktographie von Sachsen, Heft 12
FRENZEL, A. (1874): Mineralogisches Lexicon für das Königreich Sachsen.- Leipzig, Verlag von Wilh. Engelmann

Literatur über Goldvorkommen in Thüringen z.B.
LEO, W. (1842): Geschichtliche Nachrichten über die Gold-Wasch- und Bergwerksversuche in dem Fürstenthum Schwarzburg-Rudolstadt.- Berg- und hühhenmännische Zeitung 1, 837-843

geomueller:
www.goldmuseum.de
www.vogtlandgold.de

Gruß Jürgen ;)

Donat:
Hallo,
hier das Kieswerk,Maas-Roeofs.Wo man Rheingold finden-kann,wird,oder wurde? ;D
Gruß
Donat

Edit: bitte keine Karten, die fremden Copyright unterliegen hier einfügen. Ich habe mal die Markierung in der Karte durch eine angehängte GoogleEarth kmz-Datei ersetzt.   

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