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Laune der Natur oder Werkzeug

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minuwe:
Da es Magnetitsandstein gibt (Magnetit ist ja in Seifenlagern häufig und mitunter reichlich), kann ich mir  vorstellen, dass der Magnetit hier zum Teil in Hämatit umgewandelt ist, so dass der Magnetit zwar teilweise noch vorhanden, aber optisch nicht mehr auszumachen ist (nur mikroskopisch). Diese Teilpseudomorphose nach Magnetit heißt Ferrotin und ist auch zu einem gewissen Grad magnetisch. Dort, wo der Magnetit völlig in Hämatit umgewandelt ist, heist diese Pseudomorphose Martit. Ist der Magnetit direkt oxidiert, heist das entstandene Mineral "Maghemit", sozusagen kubischer Hämatit, welcher nicht "normal" magnetisch ist.

Ich nehme an, dass hier also ein "Eisensandstein" vorliegt, der neben Quarz zum Teil Martit, zum Teil Ferrotin enthält und aus einer stark mit Magnetit angereicherten Seife gebildet wurde.

Dass ein reines Hämatit- Sand- Gemisch magnetisch ist, bestreite ich weiterhin. Habe probehalber besten erzgebirgischen Hämatit in Späne gefeilt und diese mit einem Smarium- Kobalt- Dauermagnet (stark) konfrontiert, keine Anziehung.

Glück Auf
Uwe

Druide:
Hallo Uwe,
danke für deine Mühe. Und bester erzgebirgischer Hämatit mußte dran glauben :'(
Die Mühe sollte belohnt werden :-*
So sag ich danke und gebe dem magnetischem Sandstein seine Ruhe.
Soll er in der Erde weiter schlafen, auf das er keine Opfer mehr fordert.
Amen
gute Nacht
Maria

 

minuwe:

--- Zitat ---Und bester erzgebirgischer Hämatit mußte dran glauben
--- Ende Zitat ---
dran glauben musste der nicht gleich, aber ich muss dran glauben... dass der Sandstein magnetisch ist  :o  ;)

Glück Auf
Uwe

Druide:
Ja Uwe,
das mußt du wohl, daran glauben. ;D ;D ;D
Erik ist mein Zeuge.  ;)
Maria

stoanklopfer:
Hallo caliastos!


--- Zitat ---2000 jahre reichen dafür nicht aus. gesteinsbildung und veränderung rechnet nicht in solchen kurzen zeiträumen. verwitterung geht zwar schnell, die bildung aber bedarf mehrerer zehntausend jahre (wenn wir eiszeitliche bildungen nehmen) und millionen von jahren für andere sedimente. keine chance.
--- Ende Zitat ---

Dazu habeich etwas sehr Interessantes anzufügen (wäre eigentlich einen eigenen thread wert: Bildungsdauer von Mineralen): Von wenigen Jahren fand ich in den Stollen von Brixlegg in Tirol im Schlamm am Stollenboden bis zu handtellergroße Markasitkonkretionen mit Kristallen bis zu 2 cm! Das Auffallendste dran waren bei genauerer Betrachtung einzelne gleich dicke und rechtwinkelig aufeinanderstehende "Würste", die gegeneinander um eine "Wurstdicke" versetzt waren (im Querschnitt zur Gänze Markasit!). An manchen Stücken haftete auch noch eine weiße pulvrige Masse, die ich vorerst nicht zuordnen konnte. Wie sich nach Recherchen herausgestellt hat, war am Kogel bei Brixlegg während WK II ein Beobachtungsbunker errichtet worden (Stahlbeton), der in den ersten Nachkriegsjahren gesprengt wurde. Die Trümmer wurden einfach in den nächstgelegenen Schacht gekippt und sind somit auf tiefere Sohlen gelangt. Im Stollenschlamm unter Luftabschluss und nur den sulfidischen Wässern ausgesetzt, hat sich der Beton zersetzt (bis auf Relikte) und der Bewehrungsstahl in Markasit umgewandelt. Nachvollziehbare Dauer: Ca. 60 Jahre!!!

Gruß
Volkmar

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