Hallo,
immer wieder sehe ich, dass ein Bildmaßstab in Form einer Vergrößerung angegeben wird. Ich möchte darauf hinweisen, dass eine solche Zahl ohne weitere Bezugsgröße nutzlos/sinnlos ist. Da steht z.B. 10-fache Vergrößerung. Wie groß ist die Bidbreite dann? Also, wenn ich das Foto meinem Laptop ansehe, wird es mit ca. 26cm Bildbreite dargestellt, auf meinem PC-Monitor ist es ca. 17cm breit (klar, da habe ich höhere Auflösung). Bei 10-facher Vergrößerung wären das also 1,7 bis 2,6 cm Bildbreite im Original. Nach meiner Schätzung dürfte die tatsächliche Bildbreite aber so um 3-4mm liegen.
Woher kommt also die Angabe 10-fach? Ich denke, aus grauer Vorzeit, als Abbildungsmaßstab Objekt zu Film. In der Zeit als 24x36mm Kleinbildfilme Standard waren, war das noch verständlich oder nachvollziehbar. Nur, wie ist das heute? Wenn man nicht dazuschreibt wie groß der Sensor war - witzlos. Bei Bildausschnitten witzlos. Bei den zurzeit auf dem Markt angebotenen 10-Megapixelkameras variieren die Sensorgrößen von 7,2 x 5,3 mm (1/1,8") bis hin zu 28,1 x 18,7 mm, meine DCS14n hat sogar 36x24mm (Vollformatsensor). So ist ein Unsicherheitsfaktor von 5 gegeben, was bedeutet, dass ein Kristall 2mm oder 1cm sein könnte.
Präzise(r) sind Angaben der Bildbreite oder der Kristallgrößen. Zwar habe ich oft den Eindruck, dass die (oft mit unterschiedlicher Qualität) geschätzt werden, doch ist das noch allemal besser.
Gruß
Berthold