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Autor Thema: Drusen im Geschiebe-Feuerstein / Chalcedon und Quarz  (Gelesen 7436 mal)

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Offline kautz80

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Hallo liebe Mineralienfreunde,

mein Name ist René Kautz, ich bin leidenschaftlicher Geschiebesammler in Norddeutschland, zu 99 Prozent fokussiert auf Fossilien. Jedoch kommen mir immer wieder mal Mineralien unter, vor allem als Drusen im Flint. Ich hänge hier mal ein Bild an; könnte es sich dabei um Milchopal handeln? Blaue Farbe plus traubige Ausbildung...
Ist sowas selten?

Danke für Tips!

Besten Gruß

René
« Letzte Änderung: 26 May 16, 11:41 von oliverOliver »

Offline smoeller

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #1 am: 31 Jan 08, 09:32 »
Hallo,

Ist blauer Chalcedon, eine Varietät des Quarzes. Das glitzernde darauf sind Quarz-Kristalle. Aber Opal dürfte auf dem Stück auch vorhanden sein, und zwar im Flint selbst. Man sieht ihn nur nicht.

Glück Auf!
Smoeller

Offline kautz80

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #2 am: 31 Jan 08, 09:47 »
Hallo smoeller,

Danke für die schnelle Antwort! Das ist also eher ein Allerweltsfund? Woran erkenne ich denn Opal? Hab nochmal ein anderes Stück beigefügt...was sagst denn dazu?

Besten Gruß

René

Offline Krizu

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #3 am: 31 Jan 08, 11:38 »
Hallo,

kleine Quarzkristalle im Feuerstein.

MfG

Frank

Offline smoeller

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #4 am: 31 Jan 08, 11:51 »
Hallo,

Da stimme ich Krizu voll zu. Beides (Chalcedon und Quarz) ist in Norddeutschland in Flintsteinen sehr häufig.

Opal ist in den norddeutschen Flintsteinen, besonders aber in der weißen Rinde sehr häufig vorhanden, aber rein makroskopisch nicht als solcher anzusprechen. Erwähnt sei, dass jeder Flint eigentlich ursprünglich Kieselgel, also Opal ist. Im Laufe der Zeit kristallisiert das Gel aus, es kommt zur Bildung winziger Quarznadeln, die meist kugelig-strahlig angeordnet sind. Dies nennt man Chalcedon.

Zur Bestimmung des Opales können zwei Verfahren angewandt werden:

1. Polarisationsmikroskopie: Hierbei erscheint Opal wie Glas als isotroper Körper unter gekreuzten Polarisatoren schwarz. Chalcedon hingegen erscheint grau.

2. Die bessere Methode ist Röntgendiffraktometrie. Hierbei erscheint der kristallisierte Chalcedon als schwarfe Reflexe, während der Opal als breite Beule bei niedrigen Beugungswinkeln erscheint. Auf diese Weise kann man innerhalb 1 Stunde die Kristallinität bestimmen.

Beides sind aber Methoden, die vom Fachmann mit entsprechender Ausrüstung, vor allem an den Universitäten, durchgeführt werden müssen. Ein Polarisationsmikroskop kostet so 10-15 Tausend Euro.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Goldi85

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #5 am: 31 Jan 08, 18:52 »
Hallo,

Kann man Chalcedon und Opal nicht auch durch den Bruch (Chalcedon: faserig; Opal: muschelig) unterscheiden? Wenn irgendwo Kristalle sind oder's glitzert, dann ists kein Opal (amorph) :)

Gruß  Daniel

Offline smoeller

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Re: Drusen im Geschiebe-Feuerstein
« Antwort #6 am: 31 Jan 08, 18:56 »
Hallo,

Sicher kann der Bruch gewisse Hinweise geben, aber Chalcedon hat schon mal gerne muscheligen Bruch ohne erkennbare Struktur. Am Besten ist immer Röntgendiffraktometrie, wenn man ganz sicher sein möchte. Nun sind aber die meisten derartigen Bildungen im Flint Chalcedon.

Glück Auf!
Smoeller