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Autor Thema: Topas-Ätzfiguren  (Gelesen 9657 mal)

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Offline -M-

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Topas-Ätzfiguren
« am: 13 Feb 08, 22:07 »
Hallo,
hab da auf einem Topas x vom Schneckenstein / Vogtland interessante Ätzfiguren entdeckt.
Die meisten haben mehr oder weniger regelmäßige, sechsseitige Umrisse, was man ja durchaus
mit der Symmetrie von Topas in Zusammenhang bringen kann ( obwohl die Orientierung der Ätzform
im Verhältnis zum Querschnitt der xx ja um 90° gedreht ist ...? ) , bei einigen anderen Formen erschließt
sich mir dieser allerdings kaum noch... kann mir vielleicht jemand die Zusammenhänge etwas erhellen ?

Gruß -M-


Offline -M-

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #1 am: 13 Feb 08, 22:09 »
noch eins:

Offline Krizu

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #2 am: 14 Feb 08, 19:11 »
Hallo,

ich sehe eine vierzählige Symmetrei, aber keine Sechsecke!

Kannst du mal das Sechseck einkreisen?

MfG

Frank

Offline Goldi85

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #3 am: 14 Feb 08, 19:28 »
Hallo,

Könnten das auch Anwachsstellen von anderen Mineralien sein? Gerade Quarz kommt da ja ziemlich häufig vor.

Gruß  Daniel

Offline -M-

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #4 am: 15 Feb 08, 14:12 »
Hallo,

@ Krizu, also ich denke mal auf dem Bild sind mindestens 3 - Sechsecke zu erkennen,
wovon eines - nämlich rechts neben der "keilartigen" Form annähernd gleichseitig ist.
4-zählige Symmetrie kann ich eigentlich nicht ausmachen - ich sehe da nur 2 - / 3 - bzw.
6-zählige Symmetrie... ( oder hab ich da etwas mißverstanden ? )

@ Goldi85, das war auch mein erster Gedanke. Ob dies nun Ätzfiguren, Anwachsstellen,
oder sonstige Lösungserscheinungen sind, und wie die unregelmäßigeren Formen
entstanden sind, ist mir eben auch nicht so klar, deshalb die Frage.

Sonst keiner Vorschläge oder Überlegungen ? ( was sagen die Experten ? )

Gruß -M-

Offline -M-

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #5 am: 15 Feb 08, 20:00 »
 

Wie ich gerade erfuhr, sollen es wohl eher keine Ätzfiguren sein ( Anordnung und Symmetrie würden nicht passen )
In der Deutung der rechten Figur scheint es allerdings geteilte Meinungen zu geben ... ich habe es bisher als Sechseck angesehen,
da alle anderen Figuren auf dem Topas entweder eindeutig sechseckig , oder garnicht eindeutig ( wie die keilform ) sind,
hätte ich angenommen, daß ihm einfach zwei Ecken "fehlen" - Andere sehen es aber wohl als achteckig... ( ? )

Weiterhin ungeklärt bleibt, was es ist , wie es entstand, ... Meinungen / Vorschläge / Überlegungen ?

Gruß -M-

Offline minuwe

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #6 am: 15 Feb 08, 21:49 »
Hallo,

was außer Ätzfiguren soll es sein? Diese müssen nicht immer orientiert sein. Wenn z. Bsp. ein Mineral aufgewachsen war, danach das Trägermineral unter dem partiellen Schutz des aufgewachsenen Minerals wie Quarz (z. Bsp. an dessen Rändern) angelöst wurde, danach das aufgewachsene Mineral verschwand, oder wie auch immer, entstehen verrückte Ätzstrukturen.

Wenn eine Kristallfläche freiliegend, eben, rißfrei und annähernd ohne Gitterfehler, also mit wenig Angriffspunkten aber einer "glatten" Angriffsfläche dem die Ätzung bewirkenden Medium ausgesetzt ist, haben  Ätzfiguren eher die Form der Kristallsymetrie.

Glück Auf
Uwe
« Letzte Änderung: 15 Feb 08, 23:10 von minuwe »

Offline aca

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #7 am: 15 Feb 08, 23:06 »
Hallo,

naja, da die 6-Ecke (oder was auch immer) nicht alle die gleiche Orientierung
relativ zur Oberflächenstruktur/Kristallfläche einnehmen, sondern
gegeneinander leicht verkippt oder verdreht sind (und 6-Ecke können gegeneinander
immer nur maximal 30grad verdreht sein), denke ich, dass es Spuren ehemaliger
Verwachsungen mit anderen Kristallen/Mineralien sind und keine Ätzfiguren.
Quarz ist schon möglich, denn Topas kommt in Umgebungen vor, in denen
sich Quarz nicht unbedingt immer wohlfühlt, schliesslich steckt Fluor im Topas.
Steigende F2 oder HF-Konzentrationen wären dem Topas zwar wurscht,
würden dem Quarz aber den Garaus machen.
Also stark vereinfacht:
erst Quarz, dann Topas -> Quarz wird rauh / angefressen / aufgelöst
erst Topas, dann Quarz -> Quarz bleibt am Leben.

Der längliche Keil sieht allerdings seltsam aus.

Amir
« Letzte Änderung: 15 Feb 08, 23:14 von aca »

Offline Krizu

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #8 am: 18 Feb 08, 09:54 »
Hallo,

nach reiflicher Überlegung  8) :

Die Figuren erscheinen eher als Vierecke mit unterschiedlich abgeschnittenen Ecken.

Also Ich werfe mal Epitaxie und Vinizial-Flächen in den Raum  ;)

MFG

Frank

Offline aca

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #9 am: 18 Feb 08, 13:40 »
@Krizu
Ich sehe was, was du nicht siehst ...
 ;D

Nur damit man weiss, ob man das gleiche sieht, ein bearbeitetes Bild.
Ich glaube ich weiss, wo du das abgebissene Viereck vermutest.

Gruss
Amir

Offline -M-

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #10 am: 18 Feb 08, 15:34 »
 Hallo - schön, daß das Thema noch "lebt", und für "rauchende" Köpfe sorgt.

@ Krizu - wenn eine Epitaxie vorlag,  müßte das aufgewachsene Mineral nun vollständig weggelöst oder mechanisch
 entfernt sein, da keinerlei Reste vorhanden sind ... nur die "Abdrücke / Negativformen". Aber ist eine Epitaxie nicht eine
 orientierte Ver- / Auf-wachsung ? -  die Figuren scheinen aber doch alle etwas anders orientiert zu sein ... ?
 Vizinalflächen - müßten die nicht konvex sein ? ( hier sind alle Formen konkav )
 Vierecke mit abgeschnittenen Ecken ?  ( kann ich eigentlich nicht nachvollziehen )

@ aca - sorry, ich weiß auch nach deiner Skizze noch nicht so recht, wie ihr darauf kommt, daß die Formen eigentlich
viereckig sein sollen.

Mal sehen, was noch so an Überlegungen kommt ... was sagen denn die "Studierten", was kann man ausschließen, und was
wäre die wahrscheinlichste Erklärung ? ( wie kommt die keil-artige Form zustande ? )

Gruß -M-

Offline Krizu

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #11 am: 18 Feb 08, 16:32 »
Hallo,

ok, wenn es wirklich die Negativformen sind vergiss Vinizialflächen.

die Orientierungen sind in meinen Augen i.O. , siehe das bild. Die schrägen Linien laufen auch "ausreichend" parallel.

MfG

Frank

Offline -M-

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #12 am: 18 Feb 08, 19:54 »
Mir fiel gerade auf, daß die keilartige Form - einer Pyramidenfläche eines Quarzkristalls ziemlich ähnlich ist,
und auch verschiedene andere spitzwinklige Formen wären damit zu erklären... (oder ?)
Also doch erst um-/ überwachsener Quarz, der dann während oder nach der Topas-bildung weggelöst wurde,
mit nachträglicher "Ausheilung" ... ?

Gruß -M-
« Letzte Änderung: 18 Feb 08, 19:57 von -M- »

Offline aca

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #13 am: 18 Feb 08, 23:14 »
@ aca - sorry, ich weiß auch nach deiner Skizze noch nicht so recht, wie ihr darauf kommt, daß die Formen eigentlich
viereckig sein sollen.

Ich doch auch nicht  ;D
Gruss
Amir

Offline minuwe

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Re: Topas-Ätzfiguren
« Antwort #14 am: 19 Feb 08, 00:00 »
Hallo -M-,

ließ doch noch mal oben meinen Beitrag. Denke immer noch: aufgewachsene (z. Bsp. Quarze) lieferten sozusagen Vorgaben für die Lösungsvertiefungen. Wenn Vertiefungen in einem Kristall sind, die nicht mechanisch herbeigeführt wurden, können es nur Ätzfiguren sein. Mit Laserstrahl hat da wohl auch keiner gearbeitet. Über den zeitlichen Hergang der Schritte lässt sich einiges denken.

Glück Auf
Uwe