Mir geisterte heute eine (möglicherweise dumme) Frage durch den Kopf, auf die ich keine befriedigende Antwort gefunden habe.
Es gibt ja zahlreiche uranhaltige Mineralien. In der natürlichen Verteilung der Uran-Isotope ist dabei ja 238U mit über 99% vertreten. In der zugehörigen Uran-Radium-Zerfallsreihe entstehen ja chemisch eine ganze Menge anderer Nuklide mit unterschiedlicher Halbwertszeit als Durchläufer wie etwa Thorium, Proactinium, Radium, Radon, Polonium, Blei, Astat, Wismut und Quecksilber um dann am Ende bei 206Pb zu enden. Soweit so gut.
Wie verhalten sich aber dabei die in Kristallgitter eingebundenen Uranatome beim Zerfall? Bleiben die nachfolgenden Nuklide in der bisherigen Struktur gebunden (wohl sicher nicht immer, v.a. nicht bei Radon?) oder findet etwa eine Mischkristallbildung statt? Oder bleiben einfach Leerstellen im Gitter? Das hängt dann sicher auch noch von der Struktur jedes einzelnen Uranminerals ab?
Unterstellt, die Bindungen blieben erhalten, müßten dann ja als "Durchläufer" eine Vielzahl weiterer Mineralien entstehen können? Aber vermutlich reicht dazu das singuläre Auftreten solcher Zerfälle nicht aus.
Was meint ihr?