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Autor Thema: Ist das Schlacke?  (Gelesen 17733 mal)

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Offline minuwe

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #15 am: 02 Mar 08, 23:52 »
Den grünen Fleck sehe ich gleich über der roten Stelle.

Die Stücke sollte ein Kenner von mittelalterlicher Eisenschlacke beurteilen, ich weiss nicht, ob die Schlacke in einem so großen Gebiet, wie von dir beschrieben, verteilt sein kann.

Glück Auf
Uwe

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #16 am: 03 Mar 08, 06:19 »

Hallo Uwe,
danke für deine Geduld mit mir.
*lach, die grüne Stelle ist die Zeichnung von meinem Sohn, der schon mal vorsortiert hatte.
Maria

Offline Gerdchen

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #17 am: 03 Mar 08, 12:24 »
Hallo

Ich würde sagen das ist auf kein Fall Schlacke. Sieht mir eher nach Eisenerz in Sandstein aus. Schlacke wäre nicht in Sandstein impregniert. Sie ist auch meist etwas glasartig und zeigt an Bruchstellen zumindest kleine Gasblasen.
Gruß
Gerdchen

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #18 am: 03 Mar 08, 12:51 »
Hallo Gerdchen,
gut nehmen wir an es ist keine Schlacke, sondern Eisenerz in Sandstein. Ist der auch magnetisch? Das sollte er sein. Sonst fällt Eisenerz in Sandstein weg.

Maria

Zitatausschnitt  von Erik
der magnetische Sandstein ist wirklich merkwürdig. Sowohl im Bruch, als auch pulverisiert ist nirgends Magnetit zu erkennen - auch nichts reliktisches. Das Gestein ist sehr feinkörnig, besteht ausschließlich aus Quarzkörnern und vereinzelten Glimmerblättchen. Das Bindemittel ist ferritisch - rötlichbraune Eisenoxide.
Nach zu lesen im Thema:
Laune der Natur
Link:
http://www.mineralienatlas.de/forum/index.php/topic,15814.45.html
« Letzte Änderung: 03 Mar 08, 13:04 von Druide »

Offline minuwe

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #19 am: 03 Mar 08, 13:34 »
Hallo,

Glasschlacke, wie hier schon vermutet, ist es auch nicht, die hätten sauberen Sand verwendet, ohne soviel Eisen Oxide, dass Magnetismus besteht. Eisenschlacke auch nicht, also bleibt nur Magnetitsandstein. möglicherweise ist der Magnetit so feinkörnig, dass er bei einer 40 fachen Vergrößerung noch nicht erkennbar ist, weiss nicht, welche Vergrößerung Erik verwendet hat?

Glück Auf
Uwe

Offline Gerdchen

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #20 am: 03 Mar 08, 19:58 »
Hallo

Bleibe bei meiner Meinung, es ist keine Schlacke (weder Eisen- noch Glasschlacke). Habe derzeit viel mit Eisenschlacke aus der keltisch-römischen, etruskischen und auch mittelaterlichen Verhüttung zu tun und diese Schlacke ist schon vom optischen Eindruck ganz anderst. Die von uns hier Aufgefundenen Verhüttungsplätze so wie die etruskischen Verhüttungsplätze von Populonia (Toskana) und die keltischen Verhüttungsplätze in der Nähe von Braga (Portugal) enthalten keine Schlacke die mit oder im Sandstein sind, mit Ausnahme von Ofenwandresten an denen die Schlacke noch anhaftet.

Sollten Hohlräume vorhanden sein, sollte man diese nach Fayalitkristallen durchsuchen, denn die entstehen bei der Verhüttung von Eisenerzen in der Schlacke (müssen aber nicht unbedingt vorhanden sein).


Ist zwar merkwürdig, dass das "Erz" magnetisch ist, kann aber vorkommen. Möglicherweise ist der Magnetit nur Erzmikroskopisch feststellbar.

Gruß
Gerdchen

Offline Druide

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #21 am: 03 Mar 08, 21:42 »
Hallo,
hier noch mal die Steine die ich in der Nähe gefunden hatte.
Hilft vielleicht auch weiter
Danke für eure Geduld
Maria

Offline smoeller

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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #22 am: 03 Mar 08, 21:55 »
Hallo,

Der letzte ist definitiv angeschmolzen. Könnte Schlacke sein.

@Gerdchen: Nur ein Teil der Schlacken enthält Fayalitkristalle in den Hohlräumen. Sammle Schlackenminerale aus Joldelund und habe mehrere Wagenladungen bearbeitet. Da waren vielleicht die Hälfte mit Fayalit. Der Rest hat glatte Blasen ohne Minerale, dafür aber interessante Fließformen.

In der Gegend um Hildesheim gab es Glassandgruben im Bereich der Unterkreideschichten. Der Hilssandstein dort führt auch Fe-Oxid in geringeren Mengen und ist gelblich bis rosa gefärbt, verwittert durch Limonit rostbraun. Wie gesagt, man verwendete Mn-Oxid (Pyrolusit), um die grüne Farbe des Glases rauszukriegen.

Das man sich die Mühe machte liegt insbesondere an der territorialen Zersplitterung Deutschland bis 1806. Es gab bis zu 330 Einzelstaaten mit Zollgrenzen. Möglicherweise war der nächste Quarzgang schon in einem anderen Staat. Da wurde dann halt auch Sandstein verarbeitet. Nicht auszuschließen ist allerdings auch eine Anreicherung von Fe-Erzen (Hämatit) im Sandstein, die früher abgebaut wurde. Kenne solche Lagerstätten unter anderem aus dem Schwarzwald.

Glück Auf!
Smoeller


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Re: Ist das Schlacke?
« Antwort #23 am: 25 May 08, 14:32 »
Hallo Trommeln,

Also nach deiner letzten Beschreibung sind da natürlich ganz andere Möglichkeiten offen.. ich denke an Sinther..
Also Tropfstein.

Nach allem was ich jetzt gehört und gelesen habe wäre das eine gute Lösung.... ;)

Gruß Maria

 

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