Da es Magnetitsandstein gibt (Magnetit ist ja in Seifenlagern häufig und mitunter reichlich), kann ich mir vorstellen, dass der Magnetit hier zum Teil in Hämatit umgewandelt ist, so dass der Magnetit zwar teilweise noch vorhanden, aber optisch nicht mehr auszumachen ist (nur mikroskopisch). Diese Teilpseudomorphose nach Magnetit heißt Ferrotin und ist auch zu einem gewissen Grad magnetisch. Dort, wo der Magnetit völlig in Hämatit umgewandelt ist, heist diese Pseudomorphose Martit. Ist der Magnetit direkt oxidiert, heist das entstandene Mineral "Maghemit", sozusagen kubischer Hämatit, welcher nicht "normal" magnetisch ist.
Ich nehme an, dass hier also ein "Eisensandstein" vorliegt, der neben Quarz zum Teil Martit, zum Teil Ferrotin enthält und aus einer stark mit Magnetit angereicherten Seife gebildet wurde.
Dass ein reines Hämatit- Sand- Gemisch magnetisch ist, bestreite ich weiterhin. Habe probehalber besten erzgebirgischen Hämatit in Späne gefeilt und diese mit einem Smarium- Kobalt- Dauermagnet (stark) konfrontiert, keine Anziehung.
Glück Auf
Uwe