hmm, ich denke ich beantworte dir die zwei frage mit einer kurzen gegenfrage:
wenn du eine gasblase im käse hast, wie groß ist da der druck und macht es beim anschneiden puff?
nein. steigt magma auf, so enthält es anfangs sehr viel gas in gelöster form, dieses entweicht beim aufstieg durch die druckentlastung. je nach aufstiegstempo schäumt das gestein auf oder nicht. wird der druck zu groß knallt es wie bei einer sektflasche. gasblasen, die man nun aufschneiden kann, sind schon ewigkeiten an der oberfläche und an sich in einem gleichgewicht was druck angeht. manche haben geringen unter/-überdruck. kaum bedeutend. blubbert bestenfalls wie bei einem kleinen loch im fahrradreifen.
das gas entweicht schon während der bildung. das gestin ist auch bei normalen bedingungen nicht undurchlässig (sonst würden diese gasblasen nie ausgefüllt werden und drusen und achate wären undenkbar.
ausschlaggebend für die maximale kristallgröße ist: an sich nur konstante bedingungen. d.h. druck, temperatur, zu-/abfließende fluide und paar andere faktoren sollten konstant sein. solange die wachstumsbedingungen konstant sind kann ein kristall weiterwachsen. allerdings auch nur solange der platz auch ausreicht und nicht anderer minerale, die der kristall nicht auflösen oder umwachsen kann im weg sind.
theoretisch also unendlich groß, wobei das wachstum mit zunehmender größe immer langsamer wird, da der massenverbrauch rapide ansteigt um die gleiche schichtdicke hinzuzufügen.
zudem ist zu unterscheiden zwischen kristallen in schmelze, aus hydrothermalen lösungen, alterationen, rekristallisation, in der schmelze/aus der lösung/in oder ohne hohlraum wachsend. je nach art der bildung begrenzt ein anderer faktor die maximale größe.