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Autor Thema: Parotodus Portrait  (Gelesen 2274 mal)

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Offline AZRAEL

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Parotodus Portrait
« am: 21 Jan 08, 17:41 »

Parotodus (CAPPETTA 1980)

Synonym:
Isurus (LE HON 1871)


Allgemeines:

Die Zähne aus der Gattung Parotodus sind unter anderen durch ihre Seltenheit bei Sammlern sehr beliebt.Besonders die Art Parotodus benedeni (LE HON (1871) ist aufgrund der
Größe bis zu 6 cm und der extrem massigen Wurzel sehr gesucht.Diese Art wird im allgemeinen nur als seltener Fund in zusammengeschwemmten Ablagerungen von Flüssen bzw.
an Meeresstränden gefunden.Diese Funde können natürlich kaum zu stratigraphischen Vergleichen herangezogen werden.Aus diesem Grund ist kaum etwas über die Evolution dieser
Gattung bekannt.Es ist sehr bemerkenswert,das Zähne von P.benedeni aus dem Oligozän,wo bei Lateralzähnen noch deutliche Nebenzähne vorhanden sind,
die im Miozän Pliozän deutlich größer und ohne Nebenzähne die selbe Art darstellen soll.Eine Neubearbeitung dieser Gattung ist dringend erforderlich.Es gibt in der Evolution große Parallelen
zu der Gattung Carcharocles (JORDAN & HANNIBAL 1923).Wie diese Gattung waren die ersten Vertreter aus dem Eozän bedeutent kleiner und besaßen große Nebenzähne,die mit der weiteren
Entwicklung immer kleiner wurden, bis sie,bei deutlicher Größenzunahme der Zähne,verschwanden.Auch kann man davon ausgehen ,das die selben Faktoren,Klimaverschlechterung,Abwanderung
der Beutetiere,das Aussterben dieser Gattung wesentlich beeinflußten.

Evolution:

Die Gattung Parotodus (CAPPETTA 1980) ist sehr nah mit der Gattung Otodus (AGASSIZ 1843 ) verwandt.Man geht davon aus ,das Parotodus sich aus dieser Gattung durch die Reduzierung der
Nebenzähne und der sehr auffälligen Verdickung der Wurzel entwickelte.In der Tat ist es teilweise sehr schwer ,Arten aus dem Eozän einer der beiden Gattungen zuzuordnen.Die ersten Hinweise
dieser Gattung wurden im mittl.Paläozän von Russland und Kasachstan gefunden.Allerdings ermöglichen diese Funde aufgrund ihrer sehr schlechten Erhaltung keine Bestimmung über die Gattungebene hinaus.
Zahlreiche sehr gut erhaltene Zahnfunde von Parotodus mangyshlakensis (KOZLOV) aus dem Eozän Ypres von Kasachstan ermöglichen eine gute Vorstellung über den Gebissaufbau eines frühen Vertreters
der Gattung Parotodus.MENNER beschrieb aus dem Barton von Aktologai,Kasachstan die Art Parodotus pavlovi.Diese Spezies wurde lange Zeit zu der Gattung Otodus (AGASSIZ 1843) gestellt.
Eine noch unbeschriebene Art aus dem Eozän Ypres von Egem Belgien.Es könnte  sich um eine Zwischenform handeln, die beide Arten aus Kasachstan verbindet.Auch aus dem Eozän von Marokko
werden sehr interessante Funde gemeldet.Die ersten Zähne aus dem Formenkreis von Parotodus benedeni (LE HON 1871) wurden weltweit in Ablagerungen des Oligozäns u.a.Deutschlands,USA,Belgien,
Niederlande gefunden.Weitere Fundorte aus dem Miozän von Europa sind Cadzand besonders aber die Umgebung von Antwerpen mit der klassischen Fundstelle Doel.Im ob.Pliozän erreichte diese Art
ihre maximalste Größe.Die immer spärlicher werdenden(gesicherten) Funde aus dieser Formation deuten auf ein beginnendes langsames Aussterben dieser Gattung hin.



Zahnbeschreibung:

Diese Gattung besitzt ziemlich große Zähne(bis zu 6 cm hoch) mit einer klobigen,dreieckigen Krone.Die äüßere Seite der Krone ist flach und ünerragt leicht die Wurzel.Die innere Seite ist glatt und sehr
konvex.Die Vorderzähne sind symmetrisch.In den seitlichen Reihen ist die Krone nach hinten gebogen,hat eine konvexe vordere und eine deutlich konkave hintere Schneidekante.Die Nackenzone ist sehr
breit,mit einer stark konkav herabgezogenen Außenlinie.Die Wurzel ist hoch,sehr klobig,mit einer starken inneren Wölbung bei den Vorderzähnen.Die gut unterschiedenen und kurzen Wurzeläste haben
gerundete Enden und bleiben dicht beieinander,selbst in den seitlichen Reihen.Die Vorderansicht ist hoch;es ist keine Furche vorhanden,aber in Höhe der inneren Wölbung befinden sich einige unregelmäßige
Poren.Bei einigen seitlichen Zähnen kann ein Paar ziemlich niedriger und stumpfer Seitenspitzen vorhanden sein;dies ist ein Hinweis auf die Abstammung der Gattung Otodus.


Arten:
Parotodus sp.  mittl.-ob.Paläozän
Parotodus mangyshlakensis (KOZLOV)  Eozän Ypres
Parotodus sp.  Eozän Ypres
Parotodus pavlovi (MENNER) Eozän Barton
Parotodus benedeni (LE HON 1871) unt.Oligozän - ob.Pliozän

Offline MEG

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Re: Parotodus Portrait
« Antwort #1 am: 21 Jan 08, 17:58 »

Jutjut,

ich glaube, ich müsste mal langsam nen paar gute Bilder machen, ich denke zumindest mein süßer ( selbstgefundener ;D ;D ;D ;D ) benedeni gehört da mit rein :P ;)

Gruß


Stephan

Offline mkannenberg

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Re: Parotodus Portrait
« Antwort #2 am: 21 Jan 08, 21:34 »
im lexikon sind schon einige hübsche parotodus abgebildet.

http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Parotodus

gruß,
marco

Offline bardenoki

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Re: Parotodus Portrait
« Antwort #3 am: 21 Jan 08, 22:17 »
Hi Dirk,

der Text ist im Lexikon. Die Bilder von dir und Peter kommen in den nächsten Tagen.

@Stephan: Leg dich ins Zeug. Auch dein kleiner Racker gehört auf die Seite

@Marco: Auch deine Bilder hab ich schon entdeckt. Die passen auch auf die Portraitseite.  Hast du etwas dagegen, wenn ich die Zähne noch etwas bearbeite und auf einen farbigen Hintergrund setze, so wie bei den anderen Portraitseiten? Oder noch besser: Hast du die Zähnchen noch in höherer Auflösung zum Bearbeiten? Wäre super

Danke und Gruß euch allen

Norbert
« Letzte Änderung: 21 Jan 08, 22:27 von bardenoki »

Offline mkannenberg

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Re: Parotodus Portrait
« Antwort #4 am: 22 Jan 08, 11:15 »
hi norbert,

ich persönlich finde einen neutralen hintergrund (weiß) besser, als einen farbigen.
werde die zähne nochmal in bersser auflösung mit mehr ansichten ablichten.

gruß,
marco

 

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