Bergbau und Verhüttung / Mining and Smelting / Minería y Fundición > Themen zu Schlackenmineralien und -fundstellen, Verhüttungsprozesse etc.

Schlacke? / incl. Disk. zu Neuenbürger Revier u. keltischer Fe-Verhüttung

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Gerdchen:
Hallo,

Wenn es wie vermutet aus der Zeit der Kelten stammt, ist es mit Sicherheit kein ausgeschmolzenes Eisen, da das Erz in Rennöfen verhüttet wurde. In diesen Rennöfen fand sich das "Eisen" als so genannte Luppe (Form eines ziemlich schwammigen Brotlaibs). Das Eisen lief niemals aus dem Ofen. Dafür reichte schon die Ofentemperatur nicht aus.
Gruß
Gerdchen

Reinhold:
Hallo Gerdchen,
wärme nochmal ein altes Thema auf. Wir ( KA und PF) haben uns in letzter Zeit mit dem Neuenbürger Bergbaurevier beschäftigt und dabei auch keltische Schlacke gefunden. Sie kann an mehreren Stellen um Neuenbürg gefunden werden. Der Eisenanteil schwankt beträchtlich und bei stark eisenhaltigen Stücken kann das auch mit einem Magnet festgestellt werden. Die Schlacken sind aber nicht selbst magnetisch. Magnetit kommt meines Wissens im Neuenbürger Berbaurevier nirgends vor.
Solltest du Interesse an solchem Material haben, so kann ich dir gerne was zukommen lassen.
Glück Auf
Reinhold

Uwe Kolitsch:
"Die Schlacken sind aber nicht selbst magnetisch."

Üblicherweise sind in solchen Eisenschlacken auch Magnetit und/oder Wüstit (beide magnetisch) enthalten.

Schlacke:

Hi,

schaut euch mal die Ausgrabungs-Berichte in den "Archäologischen Ausgrabungen in Baden-Württemberg", von 1995-2010 an.  Darin wird die Rennfeuerverhüttung dargestellt, Schlackenvorkommen usw. Das Neuenbürger Revier mit seinen über 66 bekannten Erzgängen (nach Metz) ist bisher die einzige Eisengewinnung der Keltenzeit, nördlich der Alpen.

Glückauf!

Schlacke

helgesteen:
Hallo Elmar,


--- Zitat von: Schlacke am 13 Nov 12, 09:20 ---Das Neuenbürger Revier mit seinen über 66 bekannten Erzgängen (nach Metz) ist bisher die einzige Eisengewinnung der Keltenzeit, nördlich der Alpen.

--- Ende Zitat ---

bist Du Dir da ganz sicher? Ich meine, kürzlich gelesen zu haben, dass bei Kandern keltische Eisengewinnung belegt ist.

Viele Grüße,
Helge

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