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Autor Thema: die perfekte vitrine  (Gelesen 22431 mal)

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Offline Tobi

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #15 am: 30 Mar 08, 12:29 »
Gladböden würde ich nie nehmen - man sieht doch jedes Staubkörnchen ...
Ich hab jetzt viele Jahre Erfahrung mit Holzböden - auch auf denen sieht man den Staub!

Ein Argument, welches aber zählt, ist, dass eine rustikale Sammlung (wenn sie z.B. aus großen, massiven Stufen besteht) auch auf Holz ganz nett aussehen kann, zumal man dieses stärker belasten kann. Dennoch kommen die meisten Mineralien(sammlungen) auf Glas wesentlich besser zur Geltung ...

Gruß

Offline Anatas

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #16 am: 30 Mar 08, 15:42 »
@ Tobi

Wie gesagt es ist vieles Ansichtssache.

Holz kann man in jeder Farbe sehr gut überziehen - ich hatte vor kurzem eine Sammlung gesehen die räumlich (Mansarde)
bedingt aus mehreren langen und nicht sehr hohen Vitrinen bestand. Der Besitzer hatte den rechten Teil mit
weißen Stoff bezogen und darauf die grünlichen (chloritisierten) und farbigen Alpin-Stufen (Rauchquarz) präsentiert
und den linken Teil mit einem hellblauen Stoff und dort Bergkirstalle und andere weiße Stufen (Periklin Adular) gestellt.
So kamen die Mineralien super zur Geltung und sooo störend fand ich den Farbunterschied in diesem Falle auch nicht.

Ich bin natürlich ein bisschen einseitig alpin belastet und wenn man sich die bekannten und guten alpinen Sammlungen
(Mineralienmuseum Kirchler im Ahrntal, Kurt Novak , Mineralienmuseum Bramberg,  A. Steiner, etc. anschaut
so sind alle Vitrinenböden aus Holz - meist mit Stoff überzogen ..., davon lässt man sich schon beeinflussen.

Ich gebe aber gerne zu das man zB bei südamerikanischen Stücken die vorhandene Farbenpracht der Mineralien nicht
mehr durch farblichen Untergrund betonen muss oder gar sollte. Ich Habe mir Deine Vitrinen mal angeschaut, die sind echt
Klasse - vor allem dass Du jedem Mineral seinem Platz zur vollen Entfaltung seiner Schönheit gegeben hast ist super !!!   
So unterschiedlich unsere beiden Sammlungen sind, so unterschiedlich sind auch unsere Vitrinen - so muß es sein  ;D

Möchte hiermit aber auch feststellen das der (später) Inhalt einer Vitrine doch vielen mit deren Gestaltung und den
verwendeten Materialen zu tun hat. Back to the roots  - Was ist eigentlich Haldenschrecks Sammelgebiet ?

Grüße Anatas / Gerhard

Offline berthold

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #17 am: 30 Mar 08, 17:52 »
Hallo,

@Haldenschreck:

Zitat
@berthold
meinst du nicht, dass glänzende materialen zur präsentation der stufen eher ablenken oder vielleicht sogar durch reflexionen die zu zeigenden eigenschaften der mineralien verfälschen. sind nicht eher ganz matte materialen besser geeignet? das sollte eigentlich keine geschmacksfrage sein.

ablenken? Nein, ein Violetter Hintergrund mit grünen Punkten würde ablenken, der Spiegel nicht, er zeigt doch nichts anderes, als das, was in der Vitrine ist (oder im Raum ist). Reflexionen hast Du in jeder Glas-Vitrine, die lenkten nicht ab und verfälschen auch nichts. Im Gegenteil, das Licht verteilt sich besser, es gibt keine dunken Ecken. Ich habe mal ein Experiment gemacht und in einer meiner Vitrinen hinten Zeichenkarton als Hintergrund eingelegt. Was soll ich sagen, ich Vergleich sieht das grausam aus, den hatte ich schneller wieder draußen als drinnen. 

Natürlich ist das Geschmacksfrage.  :D

Gruß
Berthold

Offline Tobi

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #18 am: 31 Mar 08, 13:06 »
Hi,

@Gerhard: Erst einmal danke für dein Lob wegen meiner Vitrine. Und was die Präsentation im Allgemeinen angeht, hast du auf jeden Fall recht, wie ich auch schon einmal erwähnte: Große, massive Stufen können auch gut und gerne auf Holz zur Schau gestellt werden, das ist nicht so tragisch. Aber kleine, fragile Stücke gehen dabei einfach unter, für die gibt es kaum eine Alternative zu einem Glasboden, wie ich finde.

@Berthold: Ich habe zwar mit Spiegeln keine eigenen Erfahrungen und will dir da auch nicht widersprechen, wenn du sie befürwortest, aber was einen neutralen, einfarbigen Hintergrund angeht, so kann das auch von Vorteil sein. Dabei ist aber auf jeden Fall ein heller Hintergrund besser als ein dunkler. Die Rückwand meiner Vitrine war auch ursprünglich schwarz, was aber viel Licht geschluckt hat. Seitdem ich sie neulich weiß ausgekleidet habe, kommen die Stufen wesentlich besser zur Geltung. Welche Farbe hatte denn dein Zeichenkarton, dass der so schrecklich aussah?!? Ich nehme doch mal stark an, dass der ebenfalls weiß war. Was hat dich daran gestört? Ich finde weiß wie gesagt sehr geeignet als Hintergrund, es ist recht neutral, lenkt nicht ab, und es sorgt für einen möglichst hellen Innenraum.

Gruß

Offline minuwe

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #19 am: 31 Mar 08, 13:41 »
Hier mal ein Beispiel für Ausstellung vor dunklem Hintergrund:
http://www.gymmelk.ac.at/mineraliensammlung/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=42&func=detail&id=11#ponyimg
http://www.gymmelk.ac.at/mineraliensammlung/index.php?option=com_ponygallery&Itemid=42&func=detail&id=32#ponyimg

Kann mir das vor weißem Hintergrund nicht so recht vorstellen, zwischen Glas und Spiegeln eher. Bei dunklen Hintergründen sollen die Stufen gut beleuchtet in der Dunkelheit "schweben", hier hat die Beleuchtung also Priorität. Die Stücke werden wie einzelne Kunstwerke präsentiert.

Glück Auf
Uwe

Offline berthold

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #20 am: 31 Mar 08, 13:57 »
Hallo,

Zitat
@Berthold: Ich habe zwar mit Spiegeln keine eigenen Erfahrungen und will dir da auch nicht widersprechen, wenn du sie befürwortest, aber was einen neutralen, einfarbigen Hintergrund angeht, so kann das auch von Vorteil sein. Dabei ist aber auf jeden Fall ein heller Hintergrund besser als ein dunkler.Welche Farbe hatte denn dein Zeichenkarton, dass der so schrecklich aussah?!? Ich nehme doch mal stark an, dass der ebenfalls weiß war. Was hat dich daran gestört?

Richtig, ein weißer Zeichenkarton. Schwarzen Fotokarton hatte ich noch schneller verworfen. Das, was Uwe beschreibt stimmt zwar schon, richtig angeleuchtet kann auch dunkler Hintergrund gut kommen. Aber nicht bei jedem Mineral. Ich habe da z.B. an meinen faustgroßen Schörl-Kristall gedacht ... nein, das ist nur im Einzelfall eine Lösung. Rein weißer Hintergrund wirkt irgendwie schlicht, fade, wenig tief. Wohlgemerkt, im direkten Vergleich mit Spiegel-Rückwand. Das ist vergleichbar mit weißen Auflage-Bettern im Vergleich zu Glas.

Gruß
Berthold

Offline Tobi

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #21 am: 31 Mar 08, 14:09 »
Naja, die Geschmäcker sind ja verschieden, wie man so schön sagt ... Ich persönlich finde weiß als Hintergrund schön UND zweckmäßig. Das dunkle Umfeld, wie es auf den Links von Uwe zu sehen ist, ist meiner Meinung nach nicht so praktisch, weil die Stufen einfach nicht gut genug beleuchtet sind, sie dämmern im wahrsten Sinne des Wortes vor sich hin. Je nachdem, um welche Mineralien es sich handelt, kann dabei die Wirkung ihrer Farben ein bisschen verloren gehen ... Aber ein Problem bleibt, egal welche Farbe der Hintergrund hat, da hast du Recht: Wenn das Mineral die gleiche Farbe hat, geht es unter, keine Frage. Ein Schörl vor schwarzem Hintergrund oder ein Bergkristall vor weißem, das ist nicht optimal. Von daher mag das schon stimmen, dass Spiegel eine gute Lösung sind, kann ich aber persönlich nichts zu sagen ...

Gruß

Offline Anatas

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #22 am: 31 Mar 08, 14:45 »
@ minuwe

Schade  - eine Woche zu spät der Link, letzten Dienstag bin ich noch an Stift Melk vorbeigefahren und nach der
Massenkarambolage auf der österr. A1-Autobahn war so ein "schöner Stau", da hätte sich ein Besuch angeboten.

Es gibt in Frankreich auch eine Ausstellung eines Erdölkonzers. Dort sind die Mineralien in pechschwarzen
Vitrinen untergebracht und auch die Front der Vitrinen ist bis auf einem "Sehschlitz" abgedunkelt. Die Mineralien
(meist Bergkristalle) sind mittels Spots perfekt ausgeleuchtet.
Soll super wirken  - Vitrinen aber privat wohl nicht finanzierbar,
vor allem da der Platz in den Vitrinen sehr großzügig sein muss um zu wirken. Es gibt auch schon einige Nachahmer
(zB Mineralienmuseum Taufers im Sport-Mayerl) aber das war wohl nichts (die Mineralien haben in den "Dunkelboxen"
zuwenig Platz um zu wirken und auch die Ausleuchtung ist nicht so gut und daher zu nahe an den Steinen).

Viele Grüße   Anatas/Gerhard
« Letzte Änderung: 31 Mar 08, 16:20 von Anatas »

Offline Tobi

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #23 am: 31 Mar 08, 16:42 »
Naja, so eine pseudo-futuristische Art und Weise der Präsentation finde ich jetzt nicht so prickelnd. Eine spotartige Beleuchtung in einer Dunkelkammer mit Sehschlitzen (!) stelle ich mir nicht gerade als die beste Variante vor, eine Mineraliensammlung zur Schau zu stellen. Das Beste ist meiner Meinung nach immer noch Tageslicht. Wer die Chance hat, seine Sammlung in einem Raum unterbringen zu können, in den möglichst viel natürliches Licht fällt, der sollte dies nutzen. Meine Sammlung ist leider in einem Raum mit Fenster im Nordwesten, da gibt es natürlich nur am Abend ein bisschen Lichteinfall, was meiner Meinung nach sehr schade ist. Aber ich seh's positiv: Zu viel Sonnenlicht kann ja so manchen Mineralien schaden, von daher hat auch dieser Aspekt seine guten und seine schlechten Seiten ...

Gruß


Offline Schmucki

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #25 am: 31 Mar 08, 18:50 »
Hallo,

ich persönlich finde Spiegel auch nicht so toll, weil man bei vielen Stücken von hinten dann den Ständer erkennen kann. Mir gefällt auch ein dunkler Hintergrund besser, wie er in einigen Vitrinen in Freiberg zu sehen ist. Meines Erachtens kommen gerade die Farben gut zur Geltung. Aber sicher ist bei dunkeln Hintergründen besonderer Wert auf eine gute Beleuchtung zu legen.

Sebastian

Offline minuwe

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #26 am: 01 Apr 08, 00:16 »
Richtig, die Beleuchtung hat den größeren Stellenwert, Tobi hat Recht, im Stift Melk könnte die Ausleuchtung noch einen Tick besser
sein.

Bei einer schwarzen Stufe vor dunklem Hintergrund könnte man ja dieser einen extra Hintergrund geben, eine farblich passende kleine Tafel. Aber selbst Schörle kann ich mir angestrahlt auch oder gerade vor dunklem Hintergrund besser vorstellen als vor hellem. Der Grund liegt im sogenannten Simultankontrast. Das bedeutet, dass vor einem hellen Hintergrund eine schwarze Struktur nur als dunkler Fleck wahrgenommen wird, ähnlich wie beim Gesicht im Gegenlicht. Bei hellen Stufen vor dunklem Hintergrund hat man das Problem nicht.

Um noch mal auf das Dichtheitsproblem zu kommen. Es gibt ja diese selbstklebenden Dichtbänder, Profil "D", in Schwarz, Weiß, Braun. Die sollten doch Schiebe- oder Klapptüren bzw. -scheiben gut dichten oder spricht da was dagegen?

Glück Auf
Uwe

Haldenschreck

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #27 am: 01 Apr 08, 08:54 »
hallo,
prima, dass das thema rege diskutiert wird.

dichtheitsproblem: ich bevorzuge magnetleisten aus der kühl- und reinraumtechnik  :)

haldenschreck

Offline Klinoklas

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #28 am: 01 Apr 08, 12:21 »
Habe mal eine meiner perfekte Traumvitrinen gezeichnet, die ich so sicher nie haben werde >:(
Zeit, Kosten, Können, Platz nur um ein paar Gründe zu nennen warum nicht. ;)

Gruß
René


Offline der Sauerländer

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Re: die perfekte vitrine
« Antwort #29 am: 01 Apr 08, 12:42 »
Hi Rene,

dazu kommt, dass Du in dem Fall nur Stufen in Normgröße sammeln darfst ::)

Meine kleine, bescheidene, Sammlung umfasst zurzeit zwar nur 29 Meter Regalböden, aber da sind etliche Kaliber von über 10 kg dabei.
Für mich wäre deine Lösung nicht so gut und ich brauchte noch 2 Räume.

Selber habe ich 3 beleuchtete Vitrinen mit Spiegelhintergrund und Glasböden. Der Rest besteht aus Bosch- Alurahmenprofilen mit Holzböden. Da würde jedes Glas den Geist aufgeben. Hintergrund in dem Fall Raufaser weiß.
Meine Stufen liegen viel zu dicht. Mein Problem heißt Platz!
Beispiel: ich habe vor einigen Tagen die komplette Antimonparagenese der Toskana bekommen. Alle Fundstellen lückenlos. Und somit ein Riesenproblem. Bei mir muss dringend was weg.  Also werd ich erst einmal einpacken und sollte mein jüngster ausziehen, zauber ich das wieder aus dem Hut ;)

 

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