Arbeitsmittel / Means for work > Aufbewahrung, Präsentation / Presentation, Keeping
die perfekte vitrine
Harjo:
Die schönste und beste Vitrinen werden fertigt meine Frau für mich an, klar! :)
Tobi:
Guten Abend, hier mal meine Meinung zu der Sache. Ist meiner Meinung nach ein sehr interessantes Thema, da ich ja auch nach optischen Aspekten sammle, wozu neben den Stufen selbst natürlich auch die Art und Weise der Präsentation gehört. Nahezu perfekt sind für mich die Vitrinen, wie sie Leute wie z.B. Rob Lavinksy auf den großen Schows präsentieren; also jedes Stück auf einem Acrylsockel mit eingraviertem Namen und Fundort, das Ganze in einer edlen Glasvitrine mit professioneller Beleuchtung. Am besten finde ich dabei einen hellen Hintergrund und vor allem Glasböden, die nicht zu sehr in die Tiefe gehen, so dass die Stücke nebeneinander und nicht hintereinander präsentiert werden. Absolut perfekte Vitrinen (nicht nur vom Inhalt her ...) sind z.B. diese hier von Collectors Edge: (http://www.minvision.com/mvpics/0572100001143052637213822.jpg) Aber nun mal zurück zu den Vitrinen von uns Normalsterblichen:
1. was spricht für/gegen glasböden in virtrinen?
Ich bin auf jeden Fall für Glasböden, die schlagen Holzbretter um Längen. Ich kenne den Unterschied jetzt seit Langem und habe daher neulich mal - einhergehen mit einem kleinen Ausmisten in der Sammlung - auch komplett die Holzregale verschwinden lassen und alles in die Glasvitrine gepackt. Es sieht einfach edler und besser aus, außerdem ist es für die Beleuchtung besser.
2. sind holzböden/gläser/matte gläser vorteilhafter?
Wie schon erwähnt, sind Holzböden nicht sehr toll, und was Glasböden angeht, bin ich auf jeden Fall für normale und nicht für matte.
3. wie sollte die rückwand gestaltet werden?
Am besten einfarbig, sie soll ja nicht von den Stufen ablenken. Ich finde aber Spiegel nicht allzu toll, sondern bin eher für eine matte, weiße Rückwand, die sorgt durch die helle Farbe noch für mehr Lichtausnutzung bei der Beleuchtung.
4. welche materialen sind zur präsentation der edlen schätze vorteilhaft? (matt/glänzend/reflektionen ...)?
Die Fragen überschneiden bzw. wiederholen sich ein wenig ... aber egal: Was die Glasböden angeht, so sollten sie aus ganz normalem Glas sein und nicht matt, die Rückwand hingegen finde ich matt wesentlich besser.
5. welche anforderungen sind an eine perfekte beleuchtung zu stellen?
Sie sollte alles gleichmäßig mit möglichst natürlichen, aber dennoch starkem Licht abdecken, ohne dass Stufen überstrahlt werden oder verdeckt bleiben. Am besten finde ich für die Beleuchtung eine Leiste aus Neonröhren, die mit einer speziellen Scheibe abgedeckt sind, so dass die Stufen nicht von allzu grellem Licht überstrahlt werden.
6. wie sollte die beleuchtung angeordnet werden (senkrecht an den seiten/von oben/variabel)?
Siehe Frage 5.
7. welche beleuchtung ist für diese zwecke am besten geeignet (glühlampe/leuchtröhre/halogenspot/led/glasfaser)? farbtemperatur des lichtes?
Siehe Frage 5.
8. bedienung: wie oft wird die vitrine geöffnet (stichwort: staubschutz)
Meine Vitrine ist leider nicht staubdicht, so dass ich die Stufen alle zwei Monate oder so mal rausnehme, um die Glasböden zu reinigen. Auch sonst mache ich die Türen ab und zu mal auf, z.B. wenn ich mir eine Stufe genauer ansehen will oder wenn ich eine neue Stufe hinzufüge. Kurzum: Wer sich keine staubdichte Vitrine leisten kann, der wird um Staubwischen nicht herumkommen ...
9. gehören spiegel in eine vitrine?
Für meinen Geschmack auf keinen Fall (siehe Frage 3).
Gruß
Aber generell sollte zu diesem Thema - welches man nun mal nicht rein objektiv betrachten kann - noch gesagt werden, dass die perfekte Vitrine - ebenso wie die perfekte Stufe - immer diejenige ist, die dem Betrachter oder Besitzer am besten gefällt ...
Haldenschreck:
hallo,
meine aufgeführten fragen sollen nur beispiele sein. sicherlich lassen sich auch andere punkte besprechen.
vielleicht sollten wir das breite thema zunächst auf das thema reflektionen beschränken. was mir an harjos schöner vitrine als erstes stark negativ auffiel, waren die spiegelungen der frontscheiben ... lässt sich so etwas durch entspiegeltes glas reduzieren und wie wirkt das auf die darstellung/farbechtheit der mineralien aus? sieht man kaum unterschiede, oder sollten man auf eine entspiegelung zugunsten der mineralfarben verzichten?
spiegel? ja .... mein eheweib sagte spontan: klar, dann sieht man auch die stufen von hinten. meine entgegnungen: wenn die stufe auch von hinten interessant ist, dann sollte nur diese stufe einen separaten spiegel bekommen, ansonsten halte ich rückwandspiegel für fatal unruhig. klar, das gibt tiefe, aber das auge wird überfrachtet, da viele informationen unnötig sind, zum anderen sieht man nur seine eigene visage im hintergrund :D. aber die geschmäcker sind verschieden. nebenbei: ich kann mich an kein museum erinnern, in dem die wandvirtrinen verspiegelte rückwände hätten - zufall?
@tobi
ich hatte früher auch mal mit neon-röhren experimentiert (in einem alten sw-fernsehgehäuse aus holz), mir fiel auf, dass die mineralien sehr blaß wirkten, das viele interessante details (besonderer glanz, spezielle kristallformen, außergewöhnliche farben) auf der strecke blieben. so experimentiere ich derzeit mit led's, wobei jede stufe ihre eigene beleuchtung bekommt, man kann hier gut farbtemperatur bzw. spektrum sowie streuwinkel (auch durch vorsatzlinsen) kombinieren und optimieren.
wenn neon-röhre: wo sollte diese sitzen: oben oder seitlich (hinter "milchglasscheiben")?
glasböden: klarglas ist besser als mattglas, da stimme ich zu. nur gibt es unterschiedliche gläser auf dem markt: manche sind sichtbar grünlich, manche bläulich, so richtig "wasserklare" sind sehr teuer. sofern die beleuchtung von oben kommt und das licht durch die einlegeböden nach unten dringt, ist mit einer "verfärbung" der untersten stufen zu rechnen.
mfG
haldenschreck
nachtrag: thema verstellbare einlegeböden: mal ehrlich, wer hat wie wie oft die einbaulage seiner vitrinenböden geändert? sind lange variable lochreihen oder -schienen überhaupt gefordert, oder reicht eine einmalige anspassung (quasi: stionär) an, die später nie wieder geändert wird. ich finde die lochreihen oder -schienen optisch nicht so ansprechend.
uwe:
Die äußere und innere Gestaltung einer Vitrine sollte unbedingt mit der übrigen Einrichtung des Aufstellungsraumes zusammenpassen. Dieses, sowie Glasböden oder Spiegel hängt vom persönlichen Geschmack und sonstigen Mobiliar des Sammlers ab.
Allgemeingültig ist die Bedeutung der Beleuchtung, welche meiner Meinung seitlich und möglichst weit vorn (nach hinten in Richtung Minerale strahlend) angebracht werden sollte. Neutrales bzw. weißes Tageslicht ohne warme Töne halte ich für optimal. Um die unter Umständen ungünstige Wärmeentwicklung und Dauerbestrahlung zu vermeiden, kann man einen Bewegungssensor installieren, welcher die Beleuchtung erst beim Herantreten einschaltet.
Die absolut staubdichte Virtrine gibt es nach meiner Erfahrung nicht. Man wird über kurz oder lang auch auf der Innenseite der Glastüren einen Belag feststellen. Der ist natürlich überall, leider auch auf den Kristallen. Man wird also nicht umhin können, neben den Scheiben auch aller paar Jahre die Stufen einer sanften Reinigung zu unterziehen. Ich persönlich bin für Glasböden, den die lassen sich besser Reinigen als Holzböden.
Die ideale Vitrine, welche aller Sammler gleichermaßen zufrieden stellt wird es nicht geben. Ich finde das gut, den schließlich ist die Präsentation auch eine schöne Aufgabe, bei der wir unsere Kreativität wirken lassen können.
Uwe
Haldenschreck:
hallo,
@uwe
--- Zitat von: uwe am 29 Mar 08, 11:08 ---Die äußere und innere Gestaltung einer Vitrine sollte unbedingt mit der übrigen Einrichtung des Aufstellungsraumes zusammenpassen. Dieses, sowie Glasböden oder Spiegel hängt vom persönlichen Geschmack und sonstigen Mobiliar des Sammlers ab.
--- Ende Zitat ---
das kann ich nicht unterschreiben. zugegeben, eine verspiegelte glasvitrine im rokoko-salon macht sich nicht gut, auch ein spitzen-kabinett sieht in einer ikea-studentenbude verdammt dämlich aus. anderseits sind rote samtdecken und kristallspiegel-rückwänden mit verschnörkelten drechselteilen in virtrinen, die in alt-möblierten aufstellungsräumen stehen, auch daneben.
aber darum soll es mir nicht gehen. jede virtrine - egal in welcher einrichtungsstil-umgebung - muss gewisse richtlinien erfüllen, um die schaustücke perfekt zu präsentieren. die "perfekte" vitrine bezieht sich auf die perfekte präsentation. diese herauszuarbeiten, ist sinn dieses threads.
--- Zitat von: uwe am 29 Mar 08, 11:08 ---Allgemeingültig ist die Bedeutung der Beleuchtung, welche meiner Meinung seitlich und möglichst weit vorn (nach hinten in Richtung Minerale strahlend) angebracht werden sollte. Neutrales bzw. weißes Tageslicht ohne warme Töne halte ich für optimal. Um die unter Umständen ungünstige Wärmeentwicklung und Dauerbestrahlung zu vermeiden, kann man einen Bewegungssensor installieren, welcher die Beleuchtung erst beim Herantreten einschaltet.
--- Ende Zitat ---
welche leuchtentypen würdest du favorisieren?
--- Zitat von: uwe am 29 Mar 08, 11:08 ---Die absolut staubdichte Virtrine gibt es nach meiner Erfahrung nicht.
--- Ende Zitat ---
... bin gerade dabei, mit meinem tischler und glaser eine zu entwickeln. man muss dabei einige kompromisse eingehen, aber es funktioniert. ein kompromiss ist, nicht alle 10 minuten die frontscheibe zu öffen (wie ein kühlschrank) und seine stufen zu befummeln. (deshalb auch die frage nach der anzahl der öffnungen in meiner ausgangsfrage).
@harjo,
betrachte mal deine virtrine selbstkritisch. was würdest du nach einiger zeit des gebrauches ändern/verbessern?
@berthold
meinst du nicht, dass glänzende materialen zur präsentation der stufen eher ablenken oder vielleicht sogar durch reflexionen die zu zeigenden eigenschaften der mineralien verfälschen. sind nicht eher ganz matte materialen besser geeignet? das sollte eigentlich keine geschmacksfrage sein.
für heute mfg
haldenschreck
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