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Autor Thema: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg / Fayalit-Schlacke  (Gelesen 4248 mal)

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Offline -M-

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Hallo,
hab da ein kleines Rätsel aus Freiberg  ( b. Halsbrücke - Conradsdorf ).
Ist eindeutig synthetisch - also eigentlich kein Mineral - denke mal ein Zwischenprodukt
aus dem Verhüttungsprozess - also keine Schlacke im engeren Sinne... (?)

Es ist stahlgrau - eisenschwarz, mit leicht fettigem Metallglanz, die Härte liegt etwa bei 6,5
der Strich ist wie zu erwarten war grau-schwarz, die Dichte kann ich im Moment nicht genau
bestimmen - dürfte geschätzt aber irgendwo zwischen 5 und 6 liegen ... darüberhinaus zeigt 
das komplette Stück deutliche Zeichen von Kristallbildung, nämlich untereinander
( scheinbar ) unregelmäßig orientierte, parall. Linien / Kanten, und teilweise größere
evtl. an Oktaeder erinnernde Formen ...

Kennt jemand dieses Material, und weiß was es ist ?

Läßt sich leider nicht besonders gut fotografieren, hier nur mal ein Ausschnitt von ca. 1cm

Gruß -M-




Offline smoeller

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #1 am: 29 Mar 08, 15:39 »
Hallo,

Schlacke. Die Kristalle dürften Fayalit sein, wohl mit Magnetit verwachsen. Ist typisch für Schlacken. Am Lorenz-Gegentrum liegt eine ganze Schüttung Schlacke.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Elsie

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #2 am: 29 Mar 08, 15:42 »
Kenne ich auch aus Schlacken.

Offline -M-

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #3 am: 29 Mar 08, 16:10 »
Hallo,
Fayalit ? - kenne ich eigentlich nur in gelblich bis bräunlich mit Glas- bzw. oberflächlich leichtem Metallglanz ... gibt´s den auch
in richtig metallisch + schwarz ?
Verwachsung mit Magnetit ? - ich vergaß zu sagen, obwohl an dem Stück teilweise leichte Anflüge von Rost ( Eisen ) zu erkennen
sind, scheint es so gut wie kein Fe ( geschweige denn Magnetit ) zu enthalten - jedenfalls reagiert es  überhaupt nicht auf
einen Magneten ( insofern würde ich die Fe-anteile als verschwindend gering einschätzen )
Schlacke ? - naja - irgendwas aus dem Schmelzprozess ist es sicher, für mich ist Schlacke aber eigentlich eher ein eine
Ansammlung von "Dreck" in der Schmelze - der normalerweise gewisse Fließformen zeigt und nicht selten schon bei geringer
Vergrößerung diverse Bestandteile erkennen läßt - dies ist hier aber beides nicht der Fall, für mich spricht die komplette
"Durchkristallisierung" dann doch dafür, das es ein relativ reines- , mono-"mineralisches" Material ist ...

und nun ?

Gruß -M-

Offline smoeller

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #4 am: 29 Mar 08, 17:51 »
Hallo,

Es gibt krobkristallinen dunklen Fayalit aus dem Hochofen. Wird gern für Küsten- und Uferbefestigungen verwendet.

Glück Auf!
Smoeller

Kater

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #5 am: 29 Mar 08, 19:23 »
Hallo,

habe auch drei große Brocken.  Uferbefestigung ist richtig. Ich habe meine von der oberen Elbe, hinter Hamburg.
Danke für die Info das es sich um Fayalit handelt.

Gruß

Kater

Offline -M-

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Re: Unbekanntes, synthetisches, metallisches aus Freiberg
« Antwort #6 am: 29 Mar 08, 22:02 »
Hallo & Danke soweit an alle Helfer,

also grobkristalline(r), dunkle(r) (Fayalit-) schlacke - mh... , in Ermangelung besserer Ideen würde ich den Vorschlag
ja gerne annehmen, mich läßt nur der, auch im Inneren - eher metallische Glanz und die scheinbare Undurchsichtigkeit
ein wenig zweifeln ... hab bis jetzt auch noch keine Bilder von Fayalit in der Form gefunden ...
Kann mir vlt. jemand mal ein Tip geben, wo es entsprechende Bilder davon gibt ? ( keine Fayalit xx  - sondern grobkristallinen,
eher metallisch wirkenden F. )

Gruß -M-

 

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