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Autor Thema: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?  (Gelesen 23155 mal)

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Offline smoeller

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #30 am: 18 Apr 08, 22:59 »
Hallo,

Die gefährlichste Asbestart ist Krokydolith, dann Amianth und andere Amphibolasbeste. Das liegt daran, dass die Fasern am Ende spitz zulaufen und die Lungenwand durchstoßen können. In den die Lunge umgebenden Luftsäcken (Mesothel) kann es zu tödlichen und nahezu unheilbaren Tumoren (Mesotheliom) kommen. Chrysotil schafftdas nicht, die xx sehen wie Teppichrollen mit stumpfen Enden aus.

Glück Auf!
Smoeller

Offline Helicat135

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #31 am: 19 Apr 08, 18:22 »
Hmmm, habe gerade mal im Forum nach Krokydolith geschaut. Das ist ja Tiger bzw Falkenauge. Wollte mir kürzlich je ein Stück davon (roh) kaufen...

Heisst das, ich muss die eindosen? Sing Kg Stücke... Oder macht das bei dem derben Aggregat nichts?

Offline joachimotto

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #32 am: 19 Apr 08, 18:45 »
Die Fasern die man einatmet sind gefährlich, nicht kompackte Blöcke. Geschliffener Falkenauge ist genauso gefährlich wie geschliffener Rosenquarz, nähmlich nur wenn er einem auf den Kopf fällt. Beim schleifen wär ich vorsichtig, aber das muss man auch nicht übertreiben, vor allem wenn man nass schleift (was ja normalerweise der Fall ist) ist es unbedenklich.

Offline Helicat135

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #33 am: 19 Apr 08, 20:03 »
Das sind halt Rohmineralien...  ???

Offline minuwe

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #34 am: 19 Apr 08, 21:49 »
Hallo Helicat,

wenn du die Rohstücke schleifen willst, wie schon angedeutet, auf jeden Fall alle Arbeitsgänge nass durchführen, vor allem das Trennen, die abgelagerten Stäube würde ich auch wegwaschen, wenn die trocken werden, können sie auch in die Luft aufwirbeln, z. Bsp. beim Maschine- einschalten. Und dafür vorgesehene Atemmaske tragen (Angabe auf der Verpackung). Krebserregend sind aber nicht nur Krokydolith- Fasern. Das sind nur die schlimmsten. Prinzipiell alle Kettensilikate können bei Partikelgrößen unter 0,003 mm in die Lungenbläschen vordringen. Selbst Schleifstaub von Eichen- oder Buchenholz und vielen tropischen Hölzern gelten als krebserregend. Ebenso Rußpartikel oder Schweißstaub aus Edelstahl.

Glück Auf
Uwe

Offline caliastos

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #35 am: 19 Apr 08, 22:16 »
falken und tiegerauge ist an sich ungefährlich, da das material verkieselt und verfestigt ist. fasern haste da zwar vorliegen, aber nicht mehr frei. beim schneiden ist das auch nicht das problem. da ist jeder gesteinstaub generell schlecht, daher immer nasse schneiden und schleifen.

Offline Waidler

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #36 am: 27 Apr 08, 08:05 »
fang ich mal an (soweit ich nicht Vorredner wiederhole ...)

hochgiftige Mineralien!

Erythrin oder Skutterudit - wegen Kobalt sowie Arsen
Antimonit - wegen Antimon
Vanadinit - Vanadium (Sportler aufgepaßt ... es gab mal ein Mittelchen in den 90iger DAS enthielt Vanadium! Leberschäden!)
Zinnober; Quecksilber, ... Hg ist leicht flüchtig!
Realgar, Auripigment, Proustit und Nickelin - enthalten halt Arsen ... Halden sind KEIN Platz für Kaffeefahrten mit der Schwiegermutter!

bedenkliche Mineralien

Malachit, Azurit, Chrysokoll - enthalten Kupfer! VORSICHT BEIM SCHNEIDEN!
- sterben wird man daran nicht, früher hat man in Kupfertöpfen gekocht ... allerdings heute innen mit einer Schutzlegierung aus Zinn versiegelt - warum wohl?! Schleifstaub von Malachit kann allerdings tödlich sein! Vitriol als Brechmittel im Mittelalter währe ein weiteres Beispiel ... .
Schwefel und Chlor enthaltende Mineralien - allgemein Vorsichtsmaßnahmen wie Händewaschen - KLAR!
strahlende Mineralien - Pechblende, sek. Uranoxide ... hierbei jedoch nicht im allgemeinen die Strahlung an sich, denn NIEMAND legt sich 5 kg REINE U-238 in die Vitrine (oder doch? Ich mein, wenn ich mir so manche Vitrine ansehe weiche ich oft ruckartig zurück!), sondern die entstehenden Edelgase, die ja bekanntlich in gewissen Konzentrationen tödlich wirken ... und DIE entstehen unweigerlich beim Zerfall von strahlender Materie - schaut Euch mal so eine Zerfallskette von Pechblende an! Nett, was da so rauskommt!
Flourit  - löst mal Fluorit starker Säure auf und schaut mal was nun in dem Fläschchen wartet - FLUSSSÄURE in nicht gerade unbedenklicher Stärke ... aber Sammler lösen doch Ihre Stufen NICHT in Säure auf ...

Aber: Es gibt nun mal diese Mineralien und genau wegen dem Reiz sammeln Manche so was ... vielmehr sollten Wir uns hier unterhalten WELCHE Schutzmaßnahmen wir verwenden (bitte nicht übertreiben - nicht christlicher sein als der Pabst selbst!).
« Letzte Änderung: 27 Apr 08, 20:30 von Waidler »

Offline Kerloc

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #37 am: 27 Apr 08, 18:43 »
Die gefährlichste Asbestart ist Krokydolith, dann Amianth und andere Amphibolasbeste.

Ist Byssolith (Amiant) wirklich so gefährlich? Sollte ich diese Stufe eindosen?

http://www.mineralienatlas.de/picturemiddle/1199473702.jpg.AAA.Byssolith%20mit%20Kupferkies%20auf%20Epidot.jpg

Grüßle Martin

Offline caliastos

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #38 am: 27 Apr 08, 18:58 »
asbeste und fasrige, haarige minerale an sich immer in dosen. zum einen aus selbst schutz, aber auch wegen der stufe. so beschädigt man nichts. asbest ist asbest.

Offline Kerloc

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #39 am: 27 Apr 08, 19:54 »
Momentan habe ich die Stufe in einer Schublade. Sollte doch eigentlich reichen oder?

Grüßle Martin

Offline caliastos

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #40 am: 27 Apr 08, 20:30 »
nicht wenn du sie öffnest und dabei kleine, abgebrochene fasern aufwirbelst

Offline Helicat135

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #41 am: 27 Apr 08, 21:41 »
Was zähöt denn alles zu den Asbesten?

Habe mir neulich ausversehen ein Stückchen Pyromorphit in den Finger gestochen. Es ist abgebrochen und hat sich echt eklig entzündet. Auch nicht witzig ::)

Offline Hg

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #42 am: 27 Apr 08, 21:44 »
Was zähöt denn alles zu den Asbesten?

ein kleiner Blick hier ins Lexikon und schon ist man wieder ein bissel schlauer
http://www.mineralienatlas.de/lexikon/index.php/Asbest

Offline caliastos

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #43 am: 27 Apr 08, 22:52 »
was alles z.b. asbest ist, steht auch schon in dem post.

pyromorphit ist jetzt nicht das problem. das blei darin ist nur nicht so gesund. doch die entzündung liegt wohl eher daran, daß das stück vorher sicher nicht desinfiziert war. und zudem entzünden sich solche dinge immer gerne, wenn splitter zurückbleiben. da ist es egal was für eine substanz, bei vielen entzündet sich das einfach (bei mir zum glück nicht).

achat kann übrigens genauso gefährlich sein. hab mir schon mal an einem 1,5 kg rohstück, welches mir durch ungünstiges festhalten aus der hand geglitten ist, den daumen mit 5 tiefen schnitten überzogen, wo alles schön auseinanderlappte und auch erst mal sauber gemacht und von mikrosplittern befreit werden mußte.


somit ist jedes mineral gefährlich. lasse jemand einen faustgroßen granat von 10 m höhe auf den kopf fallen und aus die maus.

Offline emil

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Re: Nochmal ein was ist: Was ist das gefährlichste Mineral?
« Antwort #44 am: 17 Jul 08, 04:01 »
hmm schon mal an Auripigment gelutscht?

ne ? dann lass es auch lieber bleiben.  ;D Soweit ich weiß wurde das früher mal als Farbstoff benutzt.

ah habs wieder gefunden:

"Viele Quellen warnen vor der hohen Giftigkeit des Auripigments. 1738 beschrieb Sprong es: „Königsgelb: Dies ist aus den besten Auripigmentstücken gemacht und deshalb sehr giftig. Der Nutzer sollte daher nicht versuchen daran zu riechen indem er die Nase darüber hält“. Auch Valentin Boltz warnt in seinem Illuminierbuch 1549 explizit: „Und hüt dich du kein pensel dieser Farb leckest, denn es ist schedlich“. Cennini bezeichnet es als "propio tosco", wahrhaft giftig, und in vielen Büchern (Schramm) sowie Listen von Pigmentherstellern (Kremer) wird es in die Giftklasse 1 bzw. 2 eingeordnet."

Zitat:http://de.wikipedia.org/wiki/Orpiment



Wenn ich zum 'Arsen noch bemerken darf....Auch Napoleon soll an dem Oxidationsprodukt (Zerfall von Realgar u.ä. ) das aus der Tapetenfarbe hergerührt hätte...
« Letzte Änderung: 17 Jul 08, 06:39 von slugslayer »