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Hilfe bei altem Schneeberger Zettel
raritätenjäger:
Hallo,
Pech war ein bekannter Mineralienhändler anno dunnemals. Vielleicht bedeutet "b. Pech" ja, dass die Stufe "bei Pech" gekauft wurde. Der hatte sich, soweit ich weiß, auch auf Stücke aus klassischen Bergbaugebieten spezialisiert.
Gruß
Andreas
anatasi:
Hallo,
beim Vergleich der "o" und "e" in "Roselith" und "Schneeberg" scheint es mir eher Pech als Poch zu heißen. Mit der Information von Andreas gibt das dann doch einen guten Sinn!
Gruß
Helmut
Uwe Kolitsch:
Das könnte auch Wendwilsonit statt Roselith sein.
Der von mir analysierte Wendwilsonit von Schneeberg sah sehr ähnlich aus (rel. blaß, da nur wenig Co-haltig).
U. Kolitsch and M. Fleck (2006): Third update on compounds with kröhnkite-type chains: the crystal structure of wendwilsonite [Ca2Mg(AsO4)2•2H2O] and the new triclinic structure types of AgSc(CrO4)2•2H2O and M2Cu(Cr2O7)2•2H2O (M = Rb, Cs). Eur. J. Mineral. 18, 471-482.
Schluchti:
Herzlichen Dank für Eure regen Hinweise! :D
Ich war heute mit der Stufe bei einem alten Sammler, der mir zu dem Etikett und der Stufe noch einiges erzählen konnte. Es handelt sich um eine Stufe aus den Beständen der HU Berlin, die dort irgendwann mal herausgetauscht wurde. Das Etikett ist eines der HU. Das vermeintliche "b." ist ein undeutliches "v." . Daraus ergibt sich dann zwanglos "v. Pech". Also hat die HU die Stufe 1881 von Pech erworben. Mit der Info von Andreas zusammengenommen ergibt das dann wirklich ein rundes Gesamtbild (vorausgesetzt Pech hat zu dieser Zeit gelebt/ gewirkt (?) ).
Zugleich konnte durch eine in jedem winzigen Detail völlig identische Vergleichsstufe der Fund der "Grube Siebenschlehen, Fröhliche Aussicht Spat, 7m über der 27 Lachter Strecke unter dem Name Jesu Stollen, bei 60m vom Adam Heber Schacht nach SO" zugeordnet werden.
Habt Ihr noch Informationen über diesen Mineralienhändler Pech?
@ Uwe: Ja, das hatte ich mir auch schon überlegt (und nicht zu hoffen gewagt), da die Kristalle im Vergleich zu anderen Schneeberger Roselithen wirklich sehr hell sind. Ich habe nochmal ein Bild angehängt. Die Kristalle sind überwiegend tafelig, und teilwese recht langestreckt ausgebildet. Da wird aber sicher nur eine Analyse Gewißheit bringen können, oder?
raritätenjäger:
Hallo,
Die Mineralienhandlung C.F. Pech befand sich in Berlin. Über die Zeit habe ich noch nix herausgefunden, aber das passt schon in die klassische "Mineraliencomptoir"-Periode zwischen 1850 und 1900.
Gruß
Andreas
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