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Autor Thema: Buchreihe Mineralienportraits kann nicht fortgesetzt werden!  (Gelesen 6789 mal)

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Offline Stefan

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Leider ist es uns nicht möglich unsere Buchreihe Mineralienportraits (in gedruckter Form) weiter fortzusetzen. Die Bayerische Staatsbibliothek als auch die Nationalbibliotheken verlangen uns je 2 kostenlose Exemplare ab. Da dies unsere Kosten um über 5% in die Höhe treibt, wir aber ohnehin durch die Kleinauflage recht hohe Kosten haben, wird es finanziell nicht mehr tragbar.

Herzlichen Dank an die Bibliotheken die solche Kleinprojekte durch ihre "schmarotzerhaften" Regeln unmöglich machen.

Die Kleinvorräte an den Büchern Mineralienportraits Band 1 und 2 können solange der Vorrat reicht weiterhin bezogen werden.

Falls sich jemand persönlich bedanken möchte hier die Adresse der Bayerischen Staatsbibliothek.

Bayerische Staatsbibliothek / Bestandsaufbau
Ludwigstrasse 16
D-80539 Muenchen
Germany

Besten Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 29 Apr 08, 08:56 von Stefan »

Offline giantcrystal

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Hmmm, das ist aber sehr schade

Also ich persönlich wäre durchaus willens und bereit, auch 5 oder auch 10 % höhere Kosten in Kauf zu nehmen, wenn das die Fortführung der "Portraits" rettet

Im Übrigen finde ich es ehrlich gesagt gar nicht sooo schlecht, wenn einige der Mineralienatlas - Portraits auf diese Art und Weise für die Nachwelt konserviert werden...

Glück Auf

Thomas

Offline heli

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Ist wirklich schade!

Besonders auch für die Bearbeiter, die schon unwahrscheinlich viel Arbeit geleistet haben.

Auch ich kann mich Thomas nur anschließen; 5 % oder 10 % höhere Kosten sollten wirklich kein Problem sein.


Ein Vorschlag: Könnte man zum Thema Vertrieb der Mineralienprotraits nicht eine Kooperation mit den Münchner  Mineralienfreunden anstreben (insbesondere Verkauf auf der Börse in München), um höhere Stückzahlen zu erreichen?
 

 


Offline Klinoklas

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um höhere Stückzahlen zu erreichen?

Durch höhere Stückzahlen wären die Auflagen/Druckpreise auch andere dann würden
unter Umständen auch mehr Exemplare verkauft werden.

Ich glaube ja das es kleineren Projekten absichtlich schwer bis unmöglich gemacht wird
wenn diese Literatur in bester Qualität auf den Markt bringen. Irgendjemand fühlt sich
dann wohl angegriffen. Wobei ich den Mineralientalas schon seit längerem nicht mehr als
klein bezeichnen würde was auch tägliche Besucher aus anderen Ländern der Welt
beweisen.

Mineralium.com verkauft die Bücher ja ebenfalls auf der Webseite.

Ist sehr schade, weil ich dachte daß das zukünftige Projekt "Band Fluorit" weggeht wie warme Semmel,
da es momentan wohl kein aktuelles Werk über den Fluorit auf dem Markt gibt.
Ggf. sogar in englischer Sprache übersetzt denn Fluoritsammler gibt es auf der ganzen Welt.

Naja wenigstens bleiben uns die Portraits im Atlas erhalten.

Gruß
René

Offline smoeller

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Hallo,

Oder Sponsoring?

In der Mineralienwelt ist schließlich auch schon genug Werbung drin, vom Stern oder Spiegel ganz zu schweigen. Warum nicht versuchen, ein paar Sponsoren zu finden. 2-4 Seiten Werbung am Anfang würden auch nicht weiter stören, wenn dadurch der Fortbestand gesichert wird. Wens nicht interessiert, kann ja gern weiterblättern.

Glück Auf!
Smoeller

Offline hummel

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Hallo,

ich fände es auch schade, wenn die Reihe nicht fortgesetzt würde.
Da die Qualität der bisherigen Portraits erstklassig ist, und ich annehme, daß dies so bleibt bei künftigen Projekten, hätte ich auch kein Problem mit höheren Kosten.
Fachbücher in dieser Qualität bekommt schließlich man auch nicht für ein Appel und ein Ei.

Frage: muss das Ganze in Bayern ablaufen ? Wie ist es in BaWü oder anderen Bundesländern ? Oder in der Schweiz ? Mineralienatlasmitglieder gibts ja nicht nur in Bayern

Gruß Günter

Isarkiesel

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Hallo Stefan,

auf jeden Fall unschön, auch wenn ich die Bayerische Staatsbibliothek als (fast) unerschöpfliche Informationsquelle sehr hoch schätze. Eines aber würde ich gerne wissen: Auf welcher Rechtsgrundlage verlangen die Bibliotheken denn diese Freiexemplare?

Gruß,
Holger

Offline Stefan

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Auch ich schätze es, dass die Nationalbibliothek die Bücher für die Nachwelt einlagert. Was mich wirklich verärgert ist, dass für uns die Kosten noch weiter nach oben getrieben werden und es wieder mal zwei Institutionen gibt die dies konkurierend auf unsere Kosten tun. Die Bibliotheken bekommen Geld um Zukäufe tätigen zu können und solche Auswirkungen zu vermeiden. Leider liegen wir ein paar Cent unter dem Mindestherstellungspreis.

Um fair zu bleiben, es ist aber nur der letzte Tropfen, der das Fass zum überlaufen bringt.

Es ist leider nicht damit getan, dass einzelne ein paar Euro mehr bezahlen. Wenn ich alle Kosten umlegen würde, würden wir auch ohne Freiexemplare über die Grenze der Kostendeckung kommen. Probedruckkosten + Herstellungskosten + Versand zu mir + Versand zum Endkunden + Verpackung + Verlust, Beschädigungsausgleich, Nichtzahler + Fahrten zur Post für nahezu jedes Buch einzeln .... das summiert sich.

Ich würde auch sehr gerne das Fluorit-Portrait heraus bringen. Dieses wäre wirklich ein absolutes Highlight! Leider kann ich dies nicht in einer Kleinauflage fertigen lassen, da es für den Digitaldruck mit Klebebindung zu dick werden würde. Offsetdruck rechnet sich aber erst ab mind. 500 (besser 1000) Exemplaren. Die Kosten von geschätzen 15.000 € habe ich gerade nicht in der Portokasse  ;).

Ich bekomme immer wieder Tröpfchenweise anfragen für unsere Bücher und damit auch Feedback für die Portraits. Leider ist das Feedback für die viele Arbeit die darin steckt in der Menge für den Autor / die Autoren frustrierend. Dieser Umstand macht es auch für mich nicht einfacher weitere Arbeit zu investieren um dann bei mangelndem Interesse auf den Kosten sitzen zu bleiben.

Falls hier ein Verlag mitliest, der mit uns gemeinsam die Portraitreihe weiter verfolgen möchte, vielleicht kommt man ja zusammen.

Besten Gruß
Stefan
« Letzte Änderung: 29 Apr 08, 14:10 von Stefan »

Offline berthold

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Hallo,

Zitat
Eines aber würde ich gerne wissen: Auf welcher Rechtsgrundlage verlangen die Bibliotheken denn diese Freiexemplare?

nun, die Frage nach der Rechtsgrundlage ist einfach zu beantworten: http://bundesrecht.juris.de/dnbg/__14.html In Bayern könnte es übrigens eine Entschädigung geben http://bibliotheksrecht.blog.de/2007/01/08/pflichtstuckentschadigung_in_bayern~1528048

Nur, wenn es der letzte Tropfen war, wird das auch nicht viel bringen. Sinnvoll wäre tatsächlich die Kooperation mit einem Verlag. Die Rentabilität hängt definitiv vond er Auflage - und diese von den Vertriebskanälen und der Risikobereitschaft des Verlags ab.

Wäre sehr schade, wenn das Projekt den Bach runter ginge.

Gruß
Berthold

Offline Stefan

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Ohne schon irgend eine Hoffnung geben zu können, werden wir weiter versuchen einen tragbaren Weg zu finden weiter zu machen.

Immerhin eine hilfsbereite Rückmeldung macht ein wenig Mut und wir werde sehen ob wir eine Chance haben weiter zu machen.

Wer hätte denn Interesse an dem Mineralienportrait Fluorit, im Prinzip das erweiterte Buch von Peter Seroka dem Hauptautor der meisten unserer Portraits? Es würde auch noch ein Mineralienportrait Eisenmineralien ausstehen, welches sicher ähnlich spannend wäre und evtl. noch in Kleinauflage hergestellt werden könnte. Ich denke es ist auch noch Stoff für ein weiteres Portrait da.

Wer definitives Interesse hat, kann sich an der Umfrage beteiligen. Bitte gebt dabei den max. Preis an, den Ihr bereit wärt zu zahlen. Es geht mir nicht um Gewinnmaximierung sondern um überhaupt die Machbarkeit zu prüfen. Wenn es machbar ist, werden wir das Buch zu möglichst günstigen Konditionen abgeben. Uns geht es ja nur um die Kostendeckung.

Offline giantcrystal

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Hmmm, wie wäre es denn gleich mit einem englischsprachigen Text ? Das würde den Interessentenkreis erheblich verbreitern, zumal ja viele der Fundstellen von Fluorit auch in englischsprachigen Ländern liegen, bzw, in Ländern, wo Englisch als Fremdsprache gelehrt wird.

Peter meinte mal zu mir, es sei ein Fehler gewesen, sein Fluoritbuch nicht in englisch geschrieben zu haben...warum also diesen Fehler nicht bei der Neuauflage korrigieren ?

Glück Auf

Thomas

Offline Stefan

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Lobenswerter Gedanke, aber wer kann das alles Sach- und Fachgerecht übersetzen?

Gruß Stefan

Offline Collector

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Hi

das Übersetzen ist nicht das Problem, das kann ich. Problem ist die Zeit.  Da ich das nebenbei machen müsste, brauche ich dafür ca. 1 1/2 -2 Jahre.

Dass die englische Version mehr Absatz bringt als die deutsche Fassung, bezweifle ich.  Einzig und allein entscheidend ist die Käufer-Zielgruppe.

Das deutschsprachige Fluorit-Sonderheft von Lapis ist seit einer Generation - aus welchen Gründen auch immer - vergriffen und wird nicht wieder aufgelegt.. Die englischsprachige Lapis- Fassung ist eine High-end-Sammler-version, die den durchschnittlichen bis fortgeschrittenen Sammler jedoch ob ihrer Aufmachung und Identifikation mit high-end-Stufen nicht anmacht, ergo nicht für Mengenabsatz geeeignet ist. Es ist ein " coffee table book" wie alle en´glischsprachigen Lapis-Sonderhefte.
Die andere deutschsprachige Fluorit-Publikation war das Emser Haft aus den 90er Jahren, mittlerweile von den Erkenntnissen und Ereignissen überrollt und nicht mehr aktuell.  Fachlich gabs da noch den Leeder, allerdings sehr lagerstättenspezifisch und ohne Bilder.

Die große Chance für ein Mineralienatlas-Fluoritbuch wie unseres ist, eine seit langem offene Lücke in Deutschland, Österreich und der Schweiz. zu füllen. Auch in Frankreich würde man ein deutschsprachiges Buch kaufen; wenngleich dort  eine wunderschöne Ausgabe der Règne Mineral existiert (allerdings ohne Fundstellen, dafür mit Fluoritfotos von Stufen, wie Du und ich sie haben). Und in Spanien gibts eine Bocamina zum Thema Asturias. Das ist alles, soweit ich weiß, zum allgemeinen Thema Fluorit, dem "Lieblingsmineral" aller Sammler (wenn man der Werbung glauben darf). Und selbst unser bekanntester spanischer Händler Fabre würde bestimmt einige Exemplare an die nicht wenigen spanischen Sammler verkaufen.  Und Holland, Belgien, Schweden und England möchte ich nicht erwähnen, auch hierzu gibts Türen.

Ein nicht zu unterschätzendes Absatzproblem ist der Preis (wenngleich dieser mit +35.- Euro bei der C-Klasse der Sammler nicht relevant ist) für die A- und C-Sammler, d.h., diejenigen jungen und weniger kapitalkräftigen Sammler, deren freiverfügbares Einkommen zum Kauf einer Fluoritstufe nicht mehr als 20.- Euro beträgt und solche Sammler, wo das Selbersammeln noch zum Hobby gehört.
Für diese mengenmäßig größte, jedoch ausgabeärmste Zielgruppe sollte ein schönes Fluoritbuch - je nach Aufmachung - nicht mehr als 20.- bis 25.- Euro kosten. Das wiederum setzt eine Mindest-Druckauflage von ca. 300 bis 500 Exemplaren voraus. Und da sehe ich den dicksten Haken: Soviele Bücher werden wir in Europa nicht verkaufen.

Ergo und also:  Wenn überhaupt, werden zukünftige Portraits und darunter gerade das Fluoritportrait wohl nur als Liebhaber- und Sammlerdruckwerke herstellbar und absetzbar sein.  Mit der richtigen Aufmachung und einem Prestigedruck spielt der Preis bis zu 40.- Euro dann keine Rolle mehr. Und wir könnten sogar Verkaufs-Werbung in eigener Sache mit eigenem Banner auf unserer eigenen web-seite machen. Warum nicht ?

Eine Form der Finanzierung solcher Mini-Kleinauflagenprojekte könnte auch die Subskription sein; d.h., wer jetzt bestellt und bezahlt, erhält ein gedrucktes Portrait um x % billiger, sobald es fertiggestellt ist.  Auch unsere Händler-Sponsoren sollten in der Lage sein, jeweils ein paar Exemplare abzunehmen, desgleichen bietet sich an, die Portraits in München, Stuttgart, Heidelberg, Sainte-Marie etc. anzubieten.
(ich erinnere mich an Bode's sensationelles, immer noch konkurrenzloses Marokko-Buch, was zeitgleich mit Erstellung in SAinte-Marie angeboten wurde (obwohl es in deutsch ist); ich selbst habe es Bode aus der Hand abgekauft.  Preis: Spielte keine Rolle - es gab einen großen Bedarf. Soweit ich höre, ist das Buch schon vergriffen. Was wünscht sich ein Verleger mehr ?

Und das ist das, was ich glaube, wo die Chance für das Fluorit-Buch ist. Sowie für die Portraits, welche mit voller Absicht keine Kopien der Lapis-Sonderhefte sind, ja selbst nicht einmal oder nur ausnahmsweise Lapis zitieren, sondern zeitlose Nachschlagwerke für jeden Sammler sind.

In diesem Sinne
collector



Offline ZEO

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"Wer hätte denn Interesse an dem Mineralienportrait Fluorit, im Prinzip das erweiterte Buch von Peter Seroka "

Also, an dem Fluorit Band hätte ich Interesse, und ich nehme an der Umfrage teil. Der Preis, den ich zahlen mag, hängt am Ende natürlich auch vom Umfang ab. Meine Seroka Ordner sind ziemlich umfangreich, und das schon ohne Bilder. Müsste ja ein dicker Wälzer werden.

Zeo

Offline Stefan

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Ich rechne mit über 300 Seiten.

Gruß Stefan

 

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