Hi
das Übersetzen ist nicht das Problem, das kann ich. Problem ist die Zeit. Da ich das nebenbei machen müsste, brauche ich dafür ca. 1 1/2 -2 Jahre.
Dass die englische Version mehr Absatz bringt als die deutsche Fassung, bezweifle ich. Einzig und allein entscheidend ist die Käufer-Zielgruppe.
Das deutschsprachige Fluorit-Sonderheft von Lapis ist seit einer Generation - aus welchen Gründen auch immer - vergriffen und wird nicht wieder aufgelegt.. Die englischsprachige Lapis- Fassung ist eine High-end-Sammler-version, die den durchschnittlichen bis fortgeschrittenen Sammler jedoch ob ihrer Aufmachung und Identifikation mit high-end-Stufen nicht anmacht, ergo nicht für Mengenabsatz geeeignet ist. Es ist ein " coffee table book" wie alle en´glischsprachigen Lapis-Sonderhefte.
Die andere deutschsprachige Fluorit-Publikation war das Emser Haft aus den 90er Jahren, mittlerweile von den Erkenntnissen und Ereignissen überrollt und nicht mehr aktuell. Fachlich gabs da noch den Leeder, allerdings sehr lagerstättenspezifisch und ohne Bilder.
Die große Chance für ein Mineralienatlas-Fluoritbuch wie unseres ist, eine seit langem offene Lücke in Deutschland, Österreich und der Schweiz. zu füllen. Auch in Frankreich würde man ein deutschsprachiges Buch kaufen; wenngleich dort eine wunderschöne Ausgabe der Règne Mineral existiert (allerdings ohne Fundstellen, dafür mit Fluoritfotos von Stufen, wie Du und ich sie haben). Und in Spanien gibts eine Bocamina zum Thema Asturias. Das ist alles, soweit ich weiß, zum allgemeinen Thema Fluorit, dem "Lieblingsmineral" aller Sammler (wenn man der Werbung glauben darf). Und selbst unser bekanntester spanischer Händler Fabre würde bestimmt einige Exemplare an die nicht wenigen spanischen Sammler verkaufen. Und Holland, Belgien, Schweden und England möchte ich nicht erwähnen, auch hierzu gibts Türen.
Ein nicht zu unterschätzendes Absatzproblem ist der Preis (wenngleich dieser mit +35.- Euro bei der C-Klasse der Sammler nicht relevant ist) für die A- und C-Sammler, d.h., diejenigen jungen und weniger kapitalkräftigen Sammler, deren freiverfügbares Einkommen zum Kauf einer Fluoritstufe nicht mehr als 20.- Euro beträgt und solche Sammler, wo das Selbersammeln noch zum Hobby gehört.
Für diese mengenmäßig größte, jedoch ausgabeärmste Zielgruppe sollte ein schönes Fluoritbuch - je nach Aufmachung - nicht mehr als 20.- bis 25.- Euro kosten. Das wiederum setzt eine Mindest-Druckauflage von ca. 300 bis 500 Exemplaren voraus. Und da sehe ich den dicksten Haken: Soviele Bücher werden wir in Europa nicht verkaufen.
Ergo und also: Wenn überhaupt, werden zukünftige Portraits und darunter gerade das Fluoritportrait wohl nur als Liebhaber- und Sammlerdruckwerke herstellbar und absetzbar sein. Mit der richtigen Aufmachung und einem Prestigedruck spielt der Preis bis zu 40.- Euro dann keine Rolle mehr. Und wir könnten sogar Verkaufs-Werbung in eigener Sache mit eigenem Banner auf unserer eigenen web-seite machen. Warum nicht ?
Eine Form der Finanzierung solcher Mini-Kleinauflagenprojekte könnte auch die Subskription sein; d.h., wer jetzt bestellt und bezahlt, erhält ein gedrucktes Portrait um x % billiger, sobald es fertiggestellt ist. Auch unsere Händler-Sponsoren sollten in der Lage sein, jeweils ein paar Exemplare abzunehmen, desgleichen bietet sich an, die Portraits in München, Stuttgart, Heidelberg, Sainte-Marie etc. anzubieten.
(ich erinnere mich an Bode's sensationelles, immer noch konkurrenzloses Marokko-Buch, was zeitgleich mit Erstellung in SAinte-Marie angeboten wurde (obwohl es in deutsch ist); ich selbst habe es Bode aus der Hand abgekauft. Preis: Spielte keine Rolle - es gab einen großen Bedarf. Soweit ich höre, ist das Buch schon vergriffen. Was wünscht sich ein Verleger mehr ?
Und das ist das, was ich glaube, wo die Chance für das Fluorit-Buch ist. Sowie für die Portraits, welche mit voller Absicht keine Kopien der Lapis-Sonderhefte sind, ja selbst nicht einmal oder nur ausnahmsweise Lapis zitieren, sondern zeitlose Nachschlagwerke für jeden Sammler sind.
In diesem Sinne
collector