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Fluorit -Arten

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Collector:
Fluorit-Skalenoeder

Hallo Berthold

komme erst heute zu Deinem Eintrag vom 19.10. zurück, zum Thema "Skalenoeder".

Es gab, ausser den beiden Dir bekannten Vorkommen auch skalenoedrischen Fluorit (731)von Elmwood, Tennessee.
Die Kristalle kamen 1982 ( also ca. 1 Jahr nach der von Dir zitierten bekannten Veröffentlichung ) als Schwimmer in tw. beachtlicher Grösse vor, waren jedoch, infolge ihrer Seltenheit, recht bald, meist in US-Sammlungen verschwunden.

Ich füge Dir aus meiner Fluoritsammlung ein Foto eines dieser quasi-doppelendigen Schwimmer-Skalenoeder bei .Die Grösse beträgt 3x7 cm, der x ist von einer Fläche her transparent.
Das Foto ist leider sehr schlecht, da nur ein Schnappschuss bei Kunstlicht und mit mangelnder Fotografiererfahrung).

gruss
collector

berthold:
Hallo Collector,

vielen Dank für den Hinweis, die 731-er aus Elmwood sind an mir "vorbeigegangen". 

Aber eine andere Frage:

Ich habe voriges Jahr in Wölsendorf Fluorit-Pyramidenwürfel gefunden. Diese Kristalle sind aber im Gegensatz zu den anderen 210 oder 310 Pyramidenwürfeln noch deutlich flacher. Ich habe leider keine Möglichkeit das genau zu vermessen, mit meinen Methoden so um die 10° (zur Würfelläche hin, was entweder 510  (11,31 Grad) oder eher noch 610 (9,46 Grad) -wenn ich richtig gerechnet habe- bedeuten würde. Ja, nun habe ich in Deinem Werk solche Flächen aber nicht gefunden. Und deswegen die Frage: Ist Dir da zwischenzeitlich was bekannt?

Gruß

Berthold

Collector:
Hallo Berthold

nein, 510 und 610 sind mir nicht bekannt, bzw. ich weiss auch nicht, wer solche flachen Tetrakishexaeder beschrieben haben könnte. Sind das reine Pyramidenwürfel oder gibts noch andere Flächen ?
Ich werde mich kundig machen, sobald ich was höre, informiere ich Dich.

gruss
collector



berthold:
Hallo,

teilweise reine Tetrakishexaeder, teilweise auch mit Würfelflächen, keine anderen Flächen.

Vielen Dank vorweg für Deine Recherche.

Gruß

Berthold

Collector:
Hallo Berthold

510 und 610

ich hatte die folgende Antowrt schon fertig geschrieben, dann bin ich jedoch beim eintragen abgestürzt.

Ich glaube, ich hab was gefunden. Holzgang (Holzgang, F., 1930; Zur Morphologie von Fluorit, Scheelit und Brookit, Schw. Miner.-Petrogr. Mttlg., 10, 374-476) beschreibt 24 (!) Tetrakishexaeder. Darunter reine 510 und 610. Inwieweit diese Formen existent oder zweifelhaft sind, kann ich nicht beurteilen.
Ich habe keinen Zugriff auf dieses Werk, vielleicht bei einer Uni-Bibliothek.

Meine Information stammt aus einem im Jahr 2001 (leider nach meiner eigenen Veröffentlichung) erschienenen Artikel der beiden französischen Geologen Dr. Patrice Lebrun und J.M. Le Cléac`h (ja, so schreibt sich der).
Link um an die Autoren zu kommen. www.minerauxetfosiles.com.

Auch Hintze, soweit ich nachvollziehen kann, hat die Form 510 sowie Kombinationen aus 510+100 und 610 +100 beschrieben. ( Hintze, C. 1897, Handbuch der Mineralogie).

Man sollte nicht auschliessen, dass Holzgang von Hintze abgeschrieben hat.

Ansonsten habe ich 510 und 610 in Kombination nur bei Franklinit und Arsenopyrit von Franklin entdeckt.

Bin selbst gespannt, wie Deine Suche ausgeht. Wenn positiv, kannst Du mir die Ergebnisse zur Verfügung stellen ? (ich plane, wegen grosser Nachfrage, eine Neuauflage meines Buches, diesmal komprimiert und mit ca. 450 zusätzlichen Vorkommen sowie eine (fast) komplette Übersicht aller Fluorit-Formen und bekannten Kombinationen.

Gruss
collector

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